Eskalation im Feuerwehrstreit in Saarbrücken?

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    • Eskalation im Feuerwehrstreit in Saarbrücken?

      Hallo,
      vielleicht hat es ja der ein oder andere mit bekommen scheinbar geht es in Saarbrücken bei der Berufsfeuerwehr ja mehr als drunter und drüber (Auslöser war ja damals ein größerer Gebäudebrand an dem Kritik aufgebracht wurde)

      nun hat sich die Lage zugespitzt und fast die kompletten Wachabteilungen haben sich Krank gemeldet wenn das mal nicht ein Zeugnis ist für maximalen Frust und Unzufriedenheit (Wenn man sich z.B. mal das Durchschnittsalter der Fahrzeuge anschaut..)
      feuerwehrmagazin.de/nachrichte…ehrchef-suspendiert-76426
      saarbruecker-zeitung.de/saarla…saarland-aus_aid-38059955
      saarbruecker-zeitung.de/saarla…stungsgrenze_aid-38065937
      sr.de/sr/home/nachrichten/pano…t_vor_dem_rathaus100.html

      Was meint ihr?
      Gruß
    • Es liegt nach eigenen aussagen der Wehrleute daran, das sie kien Vertrauen diesem Menschen gegenüber mehr aufbringen können. Damit haben die Fahrzeuge maximal eine kleinere Rolle. Fakt ist das dem gehassten neuen/ alten Wehrführer Zeug vorgeworfen wurde, der nicht korrekt ist. (Teiwahrheit). Was ich damit meine ist, das ihm Fehler bei zwei Einsätzen vorgeworfen wurden, bei denen er nachweislich nicht da war. Was allerdings stimmt, ist das dieser Wehrleiter seinem eigenen Verein ein altes Einsatzfahrzeug für Lau gegeben hat. Was ebenfalls ein Fakt ist, ist das die Saarbrücker Wehr sich ziemlich selbst in den Dreck gezogen hat. Man sollte im Saarland nicht wirklich die Leute aus den Saarbrücker FFs ansprechen, weil diese eben jetzt ALLE Einsätze der BF fahren müssen.
      Hallo mein Name ist Gego!
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    • Ob jetzt der Grundschutz der Bevölkerung gefährdet ist oder nicht, lasse ich hier mal außen vor. Da muss ja jeder für sich selbst entscheiden, ob er deswegen zur Arbeit kommt oder nicht.

      Wenn sich aber alle auf einmal krank melden, war entweder das Essen schlecht oder die Leute sind nicht wirklich krank.
      Da ja offensichtlich ist, dass das Essen nicht schuld ist, kann das noch ziemlich nach hinten losgehen.
      Beamte haben nicht umsonst ein Streikverbot, sonst macht das Beamtentum ja keinen Sinn. Dazu kommt noch, dass Beamte eine Dienst- und Treuepflicht ihrem Dienstherrn gegenüber haben, und das ist keine Empfehlung an die man sich halten sollte. Es ist die Pflicht jedes Beamten seine Pflichten zu erfüllen.
      Das ist meiner Meinung nach hier das größere Problem, was dem ein oder anderen Beamten noch zum Verhängnis werden könnte, vorallem den Beamten auf Widerruf oder auf Probe.
    • @carli96 der Grundschutz sei Offiziel nicht beeinträchtigt. Aber was du sagst ist vollkommen richtig. Ich mein, ich kann die irgendwo im innersten meines Herzens verstehen, weil mit jemanden den ich nicht vertrauen kann zu arbeiten und das dann gerade in diesem Beruf ist vermutlich schon echt Kacke, aber da hätte es andere Wege geben müssen wie die ganzen Krankmeldungen.
      Hallo mein Name ist Gego!
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    • Das ganze geht schon einige Jahre so. Ich kann die Kameraden verstehen und da geht es nicht nur um die Sache mit dem ausrangierten Fahrzeug welches er seinem Aero-Club vermacht hat. Auch die Einsätze, bei denen er trotz Dringlichkeit (Bei einem Einsatz gab es 4Tote und er 5h zu spät vor Ort), zu spät oder garnicht zur Est kam. Da gabs noch viele weitere Vorfälle.

      Aufgrund der nicht-Einsatzfähigkeit der BF und eben der ILS wurden sämtliche FFn von 22-9 Uhr in die Bereitschaft gezogen. Auch einige andere FFn haben eine Bereitschaft gehalten um dann doch irgendwie handlungsfähig zusein. Glücklicherweise gab es auch keine Alarme für die Höhen-/Wasserretter, denn diese waren ebenfalls (Standardmäßig besetzt durch die BF) einsatzunfahig.

      Die Stadt sollte endlich handeln, das Urteil des VWG SLS ist für die Kollegen ein Schlag ins Gesicht. Wenn kein Vertrauen mehr in die Führung besteht, sollte diese schnellstmöglich ersetzt werden. Und für den Schun wird sicherlich woanders fix ne Stelle gefunden...besser gestern als heute :stick:
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    • Sarah wrote:

      Also ich denke insbesondere als Beamte einer HiOrg sollte man sich nicht einfach krankmelden weil man gerade keine Lust auf seinen Job hat,...
      Das hat mit "gerade keine Lust" sicherlich nichts zutun. Das Verhältnis ist dermaßen zerrüttet, dass es leider keinen anderen Weg geben wird.
      Ansonsten hätten die Kollegen das sicherlich schon getan. Das meiste was passiert ist, ist intern geschehen, wissen bis auf wenige Leute nur diejenigen, die es betrifft.
      Und da die Kollegen auch nicht streiken dürfen, kann eben leider nur dieser Weg der Arbeitsniederlegung genommen werden.

      Die Öffentlichkeit selbst wird dies auch nicht wirklich zu spüren bekommen, Absicherung in jedem Bereich sichergestellt.


      Konstruktive Gespräche wurden vorher oft genug geführt, ohne jegliche Erfolge :censored:
      Moderation || Benutzerbetreuung EMERGENCY
    • RD_Saarland wrote:

      Bei einem Einsatz gab es 4Tote und er 5h zu spät vor Ort

      Gego wrote:

      Was ich damit meine ist, das ihm Fehler bei zwei Einsätzen vorgeworfen wurden, bei denen er nachweislich nicht da war
      Da verwechset ihr was: Bei dem Einsatz mit 4 Toten war er als A-Dienst auf der Wache für alle Hintergrundaufgaben wie Zusammenarbeit mit der Stadt zwecks Notunterkünfte, Nachforderungen von evtl. außerhalb. Daher war er als Amtsleiter (und nicht Wehrführer - das ist der von der FF gewählte Vertreter der FF bei Einsätzen und Ansprechpartner für die BF) auch nicht zu spät gekommen. Auch hier eine Verwechselung: 5h-Verspätung war der Wehrführer der FF beim Brand eines Gerätehauses in Saarbrücken.
      Bei dem aktuellen Fall handelt es sich um den Amtsleiter der BF. Als Amtsleiter muss er nicht unbedingt an die ESt kommen - auch wenn es was großes ist. Gerade dann hat er seine Aufgaben auf der Wache im Stab.

      RD_Saarland wrote:

      Aufgrund der nicht-Einsatzfähigkeit der BF und eben der ILS wurden sämtliche FFn von 22-9 Uhr in die Bereitschaft gezogen. Auch einige andere FFn haben eine Bereitschaft gehalten um dann doch irgendwie handlungsfähig zusein. Glücklicherweise gab es auch keine Alarme für die Höhen-/Wasserretter, denn diese waren ebenfalls (Standardmäßig besetzt durch die BF) einsatzunfahig.
      Alle Feuerwehren im Regionalverband mussten von 22 bis 9 Uhr ihre TEL besetzen und in jedem Löschbezirk mindestens eine Staffel vorhalten. Das hat an allen gezerrt. Grund dafür war, dass die ILS nicht von jetzt auf gleich die Alarmierung der FFs übernehmen konnte, da die Wehren nicht in deren System hinterlegt waren und auch keine AAOs und geschweige denn die RICs dort bekannt waren. Daher mussten die Wachbesetzungen stattfinden, um über Telefon zu alarmieren.
      Dazu kommt, dass die FFs der Stadt Saarbrücken vorrübergehend Schichtbetrieb fahren, um einen Zug stellen zu können. Nur die Führungsdienste wurden von der BF gestellt als auch eine Besatzung für RW und DLK.
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • RD_Saarland wrote:

      Und da die Kollegen auch nicht streiken dürfen, kann eben leider nur dieser Weg der Arbeitsniederlegung genommen werden.
      Da liegt ja das Problem. Ein Beamter darf nicht seine Arbeit niederlegen. Wenn er krank ist, ist er krank. Aber hier ist es ja mehr als offensichtlich, dass es sich eben nicht um eine wirkliche Krankheit handelt.
      Dass sich die Mannschaft irgendwie wehren muss, wenn die Führung macht was sie will und so eventuell auch die Mannschaft gefährdet ist klar, aber als Beamter muss man sich im klaren sein, dass einem diese Art von Arbeitskampf nicht zusteht und disziplinarrechtliche Folgen haben kann.
    • carli96 wrote:

      Dass sich die Mannschaft irgendwie wehren muss, wenn die Führung macht was sie will und so eventuell auch die Mannschaft gefährdet ist klar, aber als Beamter muss man sich im klaren sein, dass einem diese Art von Arbeitskampf nicht zusteht und disziplinarrechtliche Folgen haben kann.
      In einem so wichtigen Beruf ist es auch sehr unverantwortlich seine Arbeit einfach niederzulegen, es wurde sich ja was dabei gedacht, viele der wichtigen "Dienstleistungen" mit Beamten zu besetzen, wie eben die Berufsfeuerwehr oder auch die Polizei. Es kann einfach nicht sein, dass man sich für einen solchen Job entscheidet und bei irgendwelchen Unannehmlichkeiten anfängt diesen nicht mehr auszuüben. Es ist ein großer Unterschied, ob man jetzt bei der Feuerwehr ist oder für ein Stahlwerk arbeitet oder sonst was.

      Und ein kleines Detail ist hier ja auch noch entscheidend, die Beamten werden ja weiter entlohnt, streikende Mitarbeiter nicht.
    • Es ist aber unfair gegenüber den FFlern: Während die Beamten zu Hause sind, müssen die Freiwilligen auf ihre Freizeit verzichten, um im Schichtbetrieb den Schutz der Stadt sicherzustellen. Da sollte dann doch hoffentlich irgendeine besondere Annerkennung seitens der Stadt Saarbrücken kommen.
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • Leider wachsen Feuerwehrleute ja nicht auf Bäumen und der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft... ansonsten wäre ich für eine schöne Ladung Disziplinarverfahren der falls manche schon Einträge in der Personalakte haben direkt die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis zustellen.
      Die Ignoranz und Faulheit mancher überrascht mich immer wieder!
    • Erstmal: Die Lage ist aktuell etwas entspannter: Gestern waren 18 Beamte im Dienst und auch die Haupteinsatzzentrale ist wieder besetzt. Dennoch müssen weiterhin die Freiwilligen Wehren mit unterstützen und Wachen - auch von der BF mitbesetzen. Dafür sind 12-Stunden-Schichten eingeteilt.
      Der Rettungsdienst war normal besetzt (großteils Ehrenamtler, FSJler und Angestellte, die die Rettungsdienstfahrzeuge auch normalerweise besetzen).

      saarbruecker-zeitung.de/saarla…dienstbereit_aid-38090667
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • str1k3r wrote:

      ansonsten wäre ich für eine schöne Ladung Disziplinarverfahren der falls manche schon Einträge in der Personalakte haben direkt die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis zustellen.
      Du bist kein Beamter, oder?
      Das Disziplinarverfahren eingeleitet werden, könnte ich mich sogar vorstellen, aber zwischen einem Eintrag in die Personalakte und zwischen Entfernung aus dem Beamtenverhältnis hat der Dienstherr bzw. Das Verwaltungsgericht noch paar andere Methoden. Die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis, was ohnehin nicht einfach so vollzogen werden kann, hat für den Kollegen ziemlich weitreichende Folgen, keine Pensionsansprüche zum Beispiel.

      Wie lange geht der „Streik“ denn jetzt schon? Nach drei Tagen besteht doch bestimmt Attestpflicht, was den ein oder anderen wieder motivieren könnte zum Dienst zu erscheinen.
    • Meiner Meinung nach handeln die Feuerwehrangehörigen zwar absolut verständlich, aber ich hoffe trotzdessen, dass entsprechende disziplinarische Maßnahmen eingeleitet werden. Selbes Spiel wie bei Friday for futures: Ziviler Ungehorsam mag manchmal sinnvoll sein, er gehört zu gunsten der Rechtsordnung trotzdem bestraft.
      (Aber gut: Nachweisen wird schwierig... Wer weiß denn ob sie sich nicht doch alle gegenseitig angesteckt haben mit ner Grippe?)

      Aber es hätte sicher sinnvollere Methoden gegeben seinen Unmut zu äußern - insbesondere eben ohne, dass Freiwillige die Arbeit übernehmen müssen. Und auch wenn ja der Arbeitgeber den Lohn weiterzahlt und sie somit ja irgendwie auch für ihren FW-Dienst bezahlt werden, wäre es wirklich nur fair und angemessen, wenn die Stadt Saarbrücken den ehrenamtlichen Kräften noch in irgendeiner weiteren Form ihre Dankbarkeit zeigt... Ich mein wenn du keine Lust darauf hättest als Ehrenamtler, dann wäre es nicht so schwer, dich davor zu drücken (sagst du wärst gar nicht in Saarbrücken gewesen, wärst krank o.Ä.).
    • carli96 wrote:

      Wie lange geht der „Streik“ denn jetzt schon? Nach drei Tagen besteht doch bestimmt Attestpflicht, was den ein oder anderen wieder motivieren könnte zum Dienst zu erscheinen.
      Seit Donnerstag. Meines Wissens nach, gab es aber auch einige Atteste und dementsprechende Krankmeldungen von Ärzten aus.

      Daher sollen jetzt alle Beamten, die sich krank gemeldet haben, zum Amtsarzt. Und dass bis morgen Mittag, 12:00 Uhr.
      sr.de/sr/home/nachrichten/pano…er_feuerwehrleute100.html
      bild.de/regional/frankfurt/fra…tsarzt-61246990.bild.html
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!

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