Was tun beim Krampfanfall ( epileptischer Anfall ) ?

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    • Was tun beim Krampfanfall ( epileptischer Anfall ) ?

      Morgen Forum,
      folgende Frage richtget sich vor allem an die Leute aus dem Rettungsdienst hier aus dem Forum:

      Was macht man als Ersthelfer bei einem Krampfanfall?

      Ich meine, man sollte um den Patienten ( SB ) Platz schaffen um ihn entkrampfen zu lassen. Der Patient ( SB ) sollte dann irgendwann einschlafen, da er durch den enormen Energieverbrauch nach einiger Zeit einfach nicht mehr kann.
      Und dann war dann noch irgendwas mit der Zunge, die der Patient verschlucken könnte?!

      Ist da was dran?

      Vielen Dank für eure Antworten!
    • RE: Was tun beim Krampfanfall ( epileptischer Anfall ) ?

      Hallo,
      du solltest die Kleidung im Halsbereich lockern und den Kopf schützen (also
      dass er nirgendwo damit aufschlägt).
      Wenn der Krampf nachlässt in die stabile Seitenlage bringen, aber während
      des Krampfes auf keinen Fall was in den Mund stecken oder versuchen ihn
      festzuhalten (sonst -> FInger ab -> Aua)

      Mfg
    • Morgen....
      Ich schließe mich meinem Vorredner an, den Patient auskrampfen lassen, keines Falls sich "auf den Patienten" werfen und versuchen, den Krampf so zu beenden. Im Umfeld alles wegräumen, woran der krampfende Patient sich verletzen könnte. Zum in den "etwas in den Mund stecken" gibt es verschiedene Ansichten, aber auf jeden Fall ist es richtig, NICHT seine eigenen Finger zu nehmen. Wenn vorhanden, bietet sich ein Beißkeil an, denn wird man als Ersthelfer jedohc wohl nicht dabeihaben.
      In der Nachschlafphase wird der Patient ganz normal wie jede bewußtlose Person in die stabile Seitenlage gebracht, dann kann die Zunge auch nicht mehr zurückrutschen. Ich nehme an, dass meintest du.
    • Danke, habt mir damit schon sehr geholfen :]

      Hilft es denn, wenn man zum Schutz des Kopfes eine Decke oder ähnliches unter den Kopf legt?

      bei der nachschlafphase wenn vorhanden ein güdel tubus legen


      Okay, das sollte dann wohl auch mich als "Schulsanitäter" betreffen.


      Wenn vorhanden, bietet sich ein Beißkeil an


      Wozu? Damit sich der Patient nicht auf die Zunge beißt?

      The post was edited 1 time, last by Vigile von West ().

    • Richtig. Ist aber eine ziemlich fragwürdige Massnahme, finde ich. Zumal du den Patienten ja dann doch irgendwie mit zwei Helfern fixieren musst, um den Keil in den Mund zu schieben.
      Ähm, den Guedel bei bewußtloser, spontanatmender Person würde ich nochmal überdenken und ganz schnell wieder aus dem Gedächtnis streichen. Eine solche Person würde das Einlegen nicht tolerieren, da die Schutzreflexe noch vorhanden sind. Da würde dir einiges entgegenkommen....
    • naja...

      aber beim richtigen status epileptikus, auf nem san dienst schon erlebt, pat. war eher bewustseinseingetrübt zufällig war ne ärztin in zivil dabei die direkt nach nem güdel tubus gefragt hat.


      @ Vigile von West

      Wenn du weisst wie man mit einem güdel tubus umgeht und du damit auch gelernt hast umzugehen....



      Beitrag 800 8)

      The post was edited 2 times, last by San-H ().

    • Original von BFMünster
      Ähm, den Guedel bei bewußtloser, spontanatmender Person würde ich nochmal überdenken und ganz schnell wieder aus dem Gedächtnis streichen. Eine solche Person würde das Einlegen nicht tolerieren, da die Schutzreflexe noch vorhanden sind. Da würde dir einiges entgegenkommen....


      Zum Glück bin ich ja im Ernstfall meist nicht alleine, sodass ich das meinen Partner machen lassen könnte :D

      Würde sich das denn nur zweckmäßig betrachtet empfehlen und dem Patienten "helfen"?

      Wobei ich natürlich auch dem Patienten das "Entgegenkommende" ersparen möchte!
    • Naja, ob es dem Patienten helfen würde, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Das kann man so nicht pauschalisieren. Aber der Guedeltubus würde meines erachtens nach auch den Mundraum einengen, und somit die Aspirationsgefahr wieder erhöhen... Also, äußerst fragwürdig, finde ich. Die einzige mir bekannte Guedel-Indikation ist die Beatmung mit Beutel, doch selbst da wird er fast nie eingesetzt...
    • So pauschal kann man nicht sagen, das der Körper irgendwann keine Würge-Reize mehr hat. Und gerade in der Nachschlafphase kann der Patient ziemlich schnell und plötzlich wieder aufklaren, so schnell würdest du den Guedel nicht wieder hinausbekommen.... und, wie gesagt, der Guedel bietet absolut keinen Aspirationschutz. Von daher würde ich es ganz einfach bei der Stabilen belassen. Das sagen auch meine Lehrunterlagen, in die ich gerade nochmal schnell reingeguckt habe. Und denn Beißkeil nehme ich auch mal zurück, der steht da als Kontraindiziert drin.
    • RE: Was tun beim Krampfanfall ( epileptischer Anfall ) ?

      Original von JayJay
      Hallo,
      du solltest die Kleidung im Halsbereich lockern und den Kopf schützen (also
      dass er nirgendwo damit aufschlägt).
      Mfg


      1. Wie willst du irgendwas lockern, wenn er krampft ?
      2. Kopf schützen ? Wenn du den festhälts kanns passieren, das du im das genick brichst, wenn du ihn krampfhaft am Kopf festhälts :rolleyes:

      Also, bei einem Krampfanfall auskrampfen lassen, wen vorhanden eine Decke gegen einen Heizkörper legen, damit er sich nicht daran verletzt.
      Jedoch aufpassen das er sich an dieser nicht selbst stranguliert.Alles in der nähe wegräumen.

      Auf alle fälle nicht festhalten etc. da die möglichkeit besteht, das Arme oder Sehnen gebrochen/angerissen werden.

      Nach auskrampfen stabile Seitenlage und RTW.

      Bei bekannten epilemtikern (normalerweise solte der SSD darüber informiert werden, wer epileptiker ist und solten auch wissen was dann zutun ist), solte dann noch das Notfallmedikament eingeführt werden, ggf. bestimmt Fachärtzte angerufen werden und der RTW gerufen werden.Wir müssen dann auch noch die Fam. anrufen.

      The post was edited 1 time, last by Aim-Shaddar ().

    • RE: Was tun beim Krampfanfall ( epileptischer Anfall ) ?

      Original von Aim-Shaddar
      1. Wie willst du irgendwas lockern, wenn er krampft ?


      Na wenn der Pat. z.B. n Hemd anhat, dann den obersten Knopf lösen, sowas eben. Geht auch nicht immer, beim Pullover wirds da schon schwieriger.
      Ist auf jeden Fall wie immer von der Situation und auch der Kleidung abhängig.
      Wichtig ist, dass der Pat. sich durch zu enge Kleidung im Halsbereich nicht selbst stranguliert


      Original von Aim-Shaddar
      2. Kopf schützen ? Wenn du den festhälts kanns passieren, das du ihm das genick brichst, wenn du ihn krampfhaft am Kopf festhälts :rolleyes:


      Du sollst ihn ja auch nicht festhalten! Ich bin davon ausgegangen, dass der Pat auf dem Boden liegt, dann kannst du z.B. ne Decke unterlegen, sodass er nicht mit dem Kopf aufm Boden aufschlägt.

      The post was edited 1 time, last by JayJay ().

    • Bei bekannten epilemtikern (normalerweise solte der SSD darüber informiert werden, wer empileptiker ist und solten auch wissen was dann zutun ist), solte dann noch das Notfallmedikament eingeführt werden, ggf. bestimmt Fachärtzte angerufen werden und der RTW gerufen werden.Wir müssen dann auch noch die Fam. anrufen.


      Die wenigsten Menschen wissen, dass die Epileptiker sind. Etwa jeder 20. Mensch erleidet in seinem Leben einen Krampfanfall, diese können jedoch so kurz sein, dass sie nicht als solche wahrgenommen werden. Wenn jedoch bei einem Schüler z. B. ein Status epileptikus vorliegt, wäre es schon sinnvoll, wenn der SSD darüber informiert würde, da stimme ich dir zu.
      Ebenfalls stimme ich dir zu, dass ein RTW, evtl. noch NEF, alarmiert wird, allerdings Fachärzte und Familie??? Fachärzte (i.d.R. Neurologen) zu informieren, ist Aufgabe des Rettungsfachpersonals bzw. des Notarztes, die können die Situation nämlich richtig einschätzen und bewerten. Dies kann ein SSD´ler mit Sicherhait nicht! Auch die Information der Eltern ist definitiv nicht Aufgabe des SSD. Die Eltern sollten, um nicht in völlige Panik versetzt zu werden, erst nach der ersten Abklärung im Krankenhaus informiert werden, und zwar vom begleitenden Lehrer und nicht von einem Schüler. Eltern, die voller Panik zum Krankenhaus rasen, um dann festzustellen, dass prinzipiell nichts vorliegt, brauch niemand.
      Und jetzt der Ober-Hammer:
      ...solte dann noch das Notfallmedikament eingeführt werden...

      Ich hoffe, du meinst jetzt nicht Diazepam und nicht vom SSD. Denn das würde die Kompetenz eines jeden SSD´lers bei weitem überschreiten
    • da ich ja bei der rettung bin habe ich folgendes darüber gelernt
      man soll in auskrampfen lassen und alle gefährlichen gegenstände entfernen dass er keine zusatzverletzungen bekommt. nach den anfall soll man die Seitenlage machen. sollte er nach einer gewissen zeit nciht mehr aufhören zu krampfen NOTARZT
    • Also, wir haben eine liste liegen, was wir nach einem Krampfanfall tun sollen:

      1. Notfallmedikament aus dem Seke. holen und einführen.
      2. Stabile Seitenlage (Notruf, die wissen schon, was sie mitschicken, bei epileptischer Anfall is glaub ich immer ein NEF dabei bzw. der NA wird eingeflogen, aber genau weiß ich das nicht)
      3. Dauerhafte überprüfung der Vitalfunktionen durch einen Schüler
      4. Anruf eines Fachartztes.Das sollen wir wirklich machen !
      5. Anruf der Familie.Auch das sollen wir machen !

      Allerdings ist dazu zusagen, das die "alten" SSD´ler San B haben und die neuen auch San B erhalten werden.

      Klar, einen Fachartzt anrufen, was bringt das, der kommt bestimmt nicht mit seinem Auto angebraust und übernimmt dann und selnbst wenn die Praxis ds Artztes genau neben der Schule ist glaub ich nicht das er seine praxis verlassen würde.

      Auch die Anrufe sind nicht wirklich unsere Arbeit.Unsere Arbeit ist es, die Vitalfunktionen zu überprüfen und darauf zuwarten, das NEF und RTW eintreffen.Glaube aber eher, das es die Eltern so wolten.

      Nach der rechtslage darf ein EH´ler sowieso keine Medikamente verabreichen.Wie es mit erhalt von San A oder San B steht, weiß ich nicht, da ich die Ausbildung noch nicht habe.

      Ehrlich gesagt mach ich lieber alles was da drauf steht, anstatt mir später anhören zumüssen, warum ich nicht beim fachartzt angerufen habe oder kein medikament verabreicht habe.
    • Also soweit ich informiert bin dürfe die Leute mit San B nur Medikamente für den Notarzt vorbereiten d.h. evtuell Spritzen aufziehen. Ich hab das auch so gelernt das wir mit San B O² geben dürfen, was wir im seltesten Falle im freibad tun, mehr auch nich Medikamente nicht.

      Dies empfinde ich auch für richtig denn wenn ich auf der Straße lieg will ich nicht unbedingt von jedem der das vlt noch nie gemacht hat was bekommen sei es Rektal oder Intervenös.

      Auch wir lassen die Person immer erst auskrampfen, wenn wir "glück" haben kommt denn der rtw auch schon an im freibad, aber sonst machen wir danach auch erstmal stabileseitenlage.

      gruß Dark

      The post was edited 1 time, last by Dark ().