Freiwilliges Soziales Jahr

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    • Freiwilliges Soziales Jahr

      Hallo zusammen,
      Ich habe vor gegen Mitte des Jahres, wenn ich mit der Schule fertig bin ein Freiwilliges Soziales Jahr zu beginnen. Ich habe mich in meinem Bekanntenkreis schonmal umgehört (Einige sind auch beim DRK), was man denn alles bräuchte, was hilfreich ist, etc.
      Ich habe den Roten Kreuz bereits vor gut einem Monat eine Email geschickt aber noch keine Antwort erhalten. In der Email hatte ich nach Info Material gefragt.

      Jetzt würde ich gerne aber noch einmal eine 2. Meinung einholen:
      Folgendes Interessiert mich:
      •Was sollte man mitbringen?
      •Was ist hilfreich für eine Aufnahme im FSJ?
      •Was könnte sich der Aufnahme in den Weg stellen?
      •Was ist im Umfang des FSJ's enthalten, was für Ausbildungen, evtl. auch ein Führerschein in der LKW Klasse?
      •Gibt es anschließend an das FSJ noch die Möglichkeit sich zum RA "Weiterzubilden"?
      •Welche Organisation könnt ihr mir für das FSJ empfehlen, welche garnicht?

      So das wars dann auch schon.

      Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. :)

      Liebe Grüße,

      Rtwfan.
    • Ich kann dir nur von dem berichten, was ich von unseren FSJlern bisher so gehört habe:

      "•Was sollte man mitbringen?"
      -generell solltest du gut im Team arbeiten können und den Schichtdienst vertragen können, außerdem wäre es ganz gut wenn du keine Probleme mit Blut sehen hast ^^
      "•Was ist hilfreich für eine Aufnahme im FSJ?"
      -Was generell hilfreich fürs FSJ ist kann ich dir nicht sagen, aber du solltest dir überlegen einen 16 stündigen Erste-Hilfe Kurs besuchen bevor du anfängst, 1. um dich mit dem Thema Erste Hilfe vertraut zu machen und 2. ist das Vorraussetzung für im FSJ beinhaltende Lehrgänge
      "•Was könnte sich der Aufnahme in den Weg stellen?"

      -Ein mögliches Problem wäre die ärztliche Bescheinigung, die du für die Arbeit im Rettungsdienst benötigst
      "•Was ist im Umfang des FSJ's enthalten, was für Ausbildungen, evtl. auch ein Führerschein in der LKW Klasse?"
      -Das ist unterschiedlich: Hier in Hessen bspw. die Ausbildung zum Rettungshelfer und einen LKW (Klasse C) Führerschein, in Rheinland Pfalz eine Rettungssanitäterausbildung, wie es dort mit dem Führerschein ist weiß ich nicht... Außerdem musst du als FSJler regelmäßig "Seminare" besuchen bei dem du Team-Work und so lernen sollst :rolleyes: , ob das überall so ist weiß ich nicht
      "•Gibt es anschließend an das FSJ noch die Möglichkeit sich zum RA "Weiterzubilden"?"
      -Wenn du dich entscheidest im Rettungsdienst weiterzuarbeiten, sollte dem eigentlich nichts im Wege stehen, zumindest wenn dein RD-Bereich keinen Überschuss an Assistenten hat
      "•Welche Organisation könnt ihr mir für das FSJ empfehlen, welche garnicht?"
      -Ich kann das DRK eig nur empfehlen, wobei es meiner Meinung nach keine Unterschiede macht bei welcher HiOrg du Rettung fährst, ob es große Unterschiede mit dem Programm für FSJler gibt weiß ich leider auch nicht

      Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen, bin selbst nie FSJ´ler gewesen und weiß deswegen nicht so gut bescheid.

      Edit: Die Mitarbeit in Rettungsdienst ist grundsätzlich erst ab 18 möglich und erlaubt

      The post was edited 2 times, last by Copyright ().

    • Cool, danke! Teamwork ist kein Problem, musste ich schon bei anderen Arbeitgebern unter Beweis stellen, Erste-Hilfe schein habe ich auch, allerdings nur den Normalen. (Erweiterten wollte ich aber noch machen. der war für den PKW Führerschein...) Dann steht der Bewerbung ja nichtsmehr im Wege :). Ich würde mein FSJ übrigens in NRW machen. Hat noch jemand was zu ergänzen zu Copyrights Beitrag?

      Lg,

      Rtwfan
    • Ja, als 16 jähriger Praktikant fährst du aber 1. nicht auf dem RTW mit und 2. arbeitest du maximal 8(?) Stunden. Sonst ist ein Praktikum auf dem KTW denke ich kein Problem, N-KTW sollte denke ich auch noch möglich sein.
    • @xaviberlin, klar, mach ich. Ich habe einen Bekannten gefragt, der wollte mir mal ein bisschen was an Infomaterial mitbringen, da kann ich gerne mal n' bisschen was von hier posten, denke ich :).
    • @ Bayern-Modder: Beim BRK-Rettungsdienst kann man soweit ich weiß ab 18 Jahren ein FSJ machen. Hat den Grund, dass darin zum einen die Ausbildung zum Rettungssanitäter enthalten ist, für dessen Abschluss man mindestens 18 Jahre alt sein muss, zum anderen soll man nach einiger Zeit ja auch als "Zweiter", also als Fahrer bzw. Nebenverantwortlicher, auf einem Fahrzeug (im Normalfall ein KTW) eingesetzt werden können, und dafür braucht man nunmal den Führerschein der Klasse B. Mal ganz davon zu schweigen, ob jeder 16-jährige mit dieser Verantwortung zurecht käme.

      Dann kommt noch das Problem mit dem Jugendarbeitsschutgesetz dazu: Du arbeitest im Schichtdienst und bist wohl oder übel auch psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt. Das verträgt sich nunmal beides nicht mit diesem Gesetz.

      Das ist zumindest mein derzeitiger Wissensstand zu dem Thema.


      Was ich aber nicht verstehe: Warum fragt ihr immer erst in einem Internetforum, wo euch jeder alles erzählen kann, aber niemand genau wissen wird, wie es in eurer Region, in eurem Kreisverband, in eurer Rettungswache aussieht? Geht doch einfach mal zur Rettungswache, trefft euch mit einem Verantwortlichen (Wachleiter, Rettungsdienstleiter, ...) und fragt direkt nach oder schaut euch die Arbeit erstmal ne Zeit lang ehrenamtlich an (bspw. das Rote Kreuz lebt ja praktisch vom Ehrenamt), bevor ihr euch auf ein FSJ o.ä. festlegt. Sich ohne Erfahrungen auf dem Gebiet gleich auf ein ganzes Jahr festzulegen, find ich schon sehr gewagt.
      Nur wenn ihrs ausprobiert habt (und damit mein ich jetzt nicht 3 Krankentransporte zu fahren und zu sagen "ja passt schon"), seht ihr wirklich, ob die Arbeit zu euch passt, ob sie euch Spaß macht, wie ihr mit den Kollegen zurecht kommt, wie ihr mit den Patienten umgehen könnt und so weiter und so fort. Und auch wenn es euch gefällt, sollte sowas gut überlegt sein - ich kenn einige, die wirklich gerne ehren- oder nebenamtlich mitfahren und voll dabei sind, die aber gleichzeitig auch der Meinung sind, sie würden sowas nicht jeden Tag machen wollen.


      BTW: Auch Wachleiter sind ganz normale Menschen, mit denen man über sowas reden kann, also traut euch doch einfach mal...


      Gruß
      Jonny
    • @Jonny,
      Ich habe bereits ein Praktikum auf einem KTW absolviert. Das hätte ich vielleicht erwähnen sollen. (3. Mann) Ich habe oben bereits gesagt das ich einige bekannte und Freunde habe, die beim DRK sind, ich wollte hier eben nochmal versuchen, einmal mehr Infos über das Thema FSJ zu bekommen. Es ist interessant sich auch mal andere Standpunkte anzuhören, von Leuten die man jetzt nicht direkt kennt.
    • Das Problem dabei ist halt, dass es (gerade was das Mitfahren unter 18 Jahren angeht) überall andere Regelungen gibt.
      Vom BRK kenn ich beispielsweise nur einen einzigen Kreisverband, bei dem es ab 16 uneingeschränkt möglich ist, als 3. Mann mitzufahren, dagegen einige andere, in denen es generell erst ab 18 möglich ist und zu guter letzt natürlich auch meinen eigenen, wo es mit gewissen Einschränkungen möglich ist. Die Kreisverbände liegen teilweise direkt nebeneinander, sodass ich davon ausgehe, dass das jeder Verband selbst bestimmen kann. Deshalb kann man auf deine Fragen nur recht schlecht ne genaue Antwort geben.

      Aber mein Post hatte sich übrigens größtenteils auf den von Bayern-Modder bezogen, da ich ja nur von meinen Erfahrungen in dem Thema beim BRK-Rettungsdienst erzählen kann :whistling:


      Aber ich kanns nur nochmal sagen: Sowas wie ein FSJ sollte gut überlegt sein, auch wenn es "nur" ein Jahr ist. Sowohl die physischen Belastungen durch die ggf. langen (teilweise ja bis zu 12 Stunden) oder ungewohnten (nächtlichen) Arbeitszeiten oder vor allem auch durch das schwere Heben, als auch die psychischen Belastungen sollte man wirklich nicht unterschätzen. Denn auch aufm KTW kann man durchaus mit tragischen oder schwierigen Situationen konfrontiert werden (musst ich selbst auch schon erleben).


      Gruß
      Jonny
    • Moin,
      ich mache derzeit ein FSJ im RD in RLP und kann dazu nur sagen:
      Überleg es dir gut. Weiterhin sage ich: Arbeit >>>> Lohn. Mal vom bürokratischen Aufwand ganz zu schweigen. Wenn einem das wie mir nicht so viel ausmacht, der kann das natürlich trotzdem machen. Nochmal würd ichs allerdings nicht anfangen...
      Wenn man im RD "FSJ'len" will, muss man ja auch eine gewisse fachliche Qualifikation haben. I.d.R. ist das der Rettungssanitäter, für welchselbigen man eine 3-Monate Ausbildung (4 Wochen Schule, 4 Wochen Klinikpraktikum, 4 Wochen Rettungswachenpraktikum, 1 Woche Abschlusslehrgang mit schriftl., prakt. und mündl. Prüfung) machen muss. In RLP geht das schon mit 17, in NRW meines Wissens (und sofern die Rettungsdienstschule Westfalen nicht lügt) erst ab 18. Praktika hingegen sind schon mit 16 möglich, da man sowieso nur als 3. Mann mitfährt und noch keine Qualifikation aufweisen kann. Ist auch logisch, da man als FSJ'ler normalerweise im Krankentransport als 2. Mann tätig ist und dann auch die Autos fahren dürfen sollten tun täten. Ohne Führerschein geht es zwar auch, was allerdings recht unpraktisch ist, gerade wenn man in ländlicher Umgebung wohnt, wo nicht alles direkt vor der Haustür liegt. Und den hat man mit 16 ja noch nicht. Und alleine fahren darf man mit 17 ja auch (noch) nicht.
      Meine "Erfahrungen" decken sich mit denen von Jonny, die ganzen Belastungen sind schon recht hoch. Ich habe knapp ein halbes Jahr nur Krankentransport gemacht (12 Stunden-Schichten, wenns dumm läuft ohne Mittagspause), was ziemlich anstrengend ist. Und natürlich sollte man sich, wie Jonny schrieb, im Klaren sein, dass nicht immer nur Friede-Freude-Eierkuchen herrscht, sondern man auch als KTW mal die blauen Lampen aufm Dach anwerfen muss und zu einem PKW fahren muss, der einem Zug den Platz streitig machen wollte (selbst erlebt). Auch wenn man i.d.R. dann nur Vorrausfahrzeug ist, weil man gerade in der Nähe ist.

      Dann noch etwas FSJ-spezifisches:
      Vor dem eigentlichen FSJ (bzw. der Ausbildung zum RS, die noch vor dem eigentlichen FSJ stattfindet), musste ich 3 Schichten mitfahren. Einmal KTW, eine RTW Tagschicht und eine RTW Nachtschicht. Wem das nicht reicht, der kann natürlich nach Absprache noch mehrere Tage "ausprobieren". Da fährt man jeweils als 3. Mann mit. Man hat halt nur meistens keine Ahnung von dem, was man da tut, so man nicht schon Vorkenntnisse hat. Aber Unmögliches wird natürlich nicht verlangt, allerdings kann es passieren, dass man als "Mülleimer missbraucht" wird :rolleyes: Wozu so ein Praktikant doch alles gut ist...
      Zumindest hier in RLP (wüsste nicht, dass das irgendwo anders wäre) muss man im FSJ sogenannte Seminare besuchen. Da macht man dann in Gruppen mit anderen FSJ'lern (evtl. nicht nur RD'ler, wo man halt ein FSJ so machen kann) lustige Dinge, Wanderungen usw. um das soziale Verhalten zu stärken. Oder so. Es sind insgesamt 6 Seminare, die jeweils eine Woche lang dauern. Da macht man dann immer jeweils ein Überthema, wo man sogar durchaus interessante Sachen macht. In einem Seminar wurde z.B. Selbstverteidigung gemacht. Ist gar keine so schlechte Sache, da ja mittlerweile die Gewalt im bzw. gegen den RD mehr und mehr zunimmt (laut Berichten, ich habe davon glücklicherweise noch nichts gemerkt). Aber ich schweife ab.
      Während diesen Seminaren wird man von der jeweiligen Dienststelle freigestellt, also man muss die "versäumten" Schichten nicht nachholen oder so Scherze. Wo ich gerade bei versäumten Schichten bin: Als FSJ'ler hat man 26 Tage Urlaub, die man sich einteilen darf.

      Und nochwas anderes: Es kann durchaus vorkommen, dass um 7:15 morgens das Handy klingelt und man gefragt wird, ob man nicht doch arbeiten könnte (obwohl man frei hat). Was natürlich bei Wachen mit entsprechender Personalstärke eher weniger vorkommt.

      Das wars von meiner Sülzerei, ich hoffe, ich konnte einen kleinen Einblick geben. Also gut überlegen, was man da tut, wenn man den FSJ-Vertrag unterschreibt...
    • Sooo, erstmal danke an alle!
      Ich hab mittlerweile was bei einer großen deutschen Hilfsorganisation gefunden und werde Mitte des Jahres dort meinen Dienst antreten, bzw meinen ersten Lehrgang besuchen. Ich freue mich riesig drauf und ich bin gespannt was mich erwartet, ob sich die Erfahrungen vom gehörten und gelesenen bestätigen oder ob ich eine ganz andere Erfahrung mache. Das einzige was mir so ein wenig die Stimmung vermiesen will ist allerdings die Sache mit den Seminaren.
      Achja: In NRW ist es so, dass man das FSJ mit 17 beginnen kann, nur halt nicht im Berreich Rettungsdienst/ Krankentransport.

      Danke an alle für Ihre Ratschläge und Erfahrungsberichte.

      Lg,

      Rtwfan.
    • Mach dir über die Seminare mal keine Gedanken ;) Meine waren alle super und haben im großen und ganzen alle Spaß gemacht! Ist halt mehr Quatsch mit den anderen FSJ'lern machen, als alles andere :P
      Bei mir ist das so, dass ich meine Seminare bei der ASB Landesschule in Erftstadt gemacht habe und da ist z.B. der Referent - ist, mein ich, immer der selbe - echt super! Der war mehr so einer von uns und hat auch abends mit uns gerne was unternommen! Die Themen dort hatten auch überhaupt nichts mit nem FSJ zu tun. Man lernt sogar noch einiges! Und die anderen FSJ'ler sind natürlich auch super. Ist halt interessant zu hören, was wer macht und wie das ganze bei denen so abläuft.
      Ich hoffe, ich konnte dir deine Angst vor den Seminaren ein bisschen nehmen. Ich weiß halt nur nicht, ob diese "Seminare" bei den anderen HiOrgs ähnlich ablaufen; deswegen KEINE GEWÄHR! ;)

      Liebe Grüße