Medizinische Einweisung

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    • Medizinische Einweisung

      Hallo zusammen,

      heute möchte ich euch ein Fallbeispiel machen, dass aus einem selbst erlebten Einsatz hervorgeht:

      Ihr seid RS und besetzt mit eurem Kollegen (ebenfalls RS) den KTW eurer Wache. Der KTW ist nach DIN ausgerüstet(Notfallrucksack mit Diagnostikmaterial, Verbandsmaterial, Larynx- und Guedeltuben, Ambu-Beutel, Ampularium mit JonoSteril 500ml, G20 100ml, Suprarenin, Ammiodaron, Zugangsset; Sauerstoffplatte mit Ausrüstung Sauerstoffgabe; Absaugpumpe, AED mit EKG-Ableitung. Das Pulsoxi-Fingerklipp ist seit ein paar Schichten kaputt und es gibt daher aktuell keines auf dem Auto).

      Ihr seid nach ein paar Heimfahrten gerade im Status 1 unterwegs, als euch die Leitstelle folgenden Einsatz aufs RescueTrack und auf Handy schickt:

      Medizinische Einweisung, Pat. w. 79J, Pneumonie + card. Dekompensation, sitzend. Normale Anfahrt.



      Jetzt zu euch?
      Wollt ihr irgendwas schon im Vorfeld miteinander besprechen?
      Welche Materialien wollt ihr mitnehmen?

      Dann wünsche ich mal "Viel Spaß"
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • Groß zu besprechen habe ich nichts, wir fahren ja erstmal nur einen Krankentransport. Wenn man Langeweile hat kann man sich ja nochmal die Sepsiskriterien angucken.

      Was ich mitnehme mache ich davon abhängig, was für eine Einsatzstelle wir haben. Parken wir direkt vor der Haustür eines EFH, dann nichts. Müssen wir in den 12. Stock mit Fahrstuhl, dann Rucksack und Sauerstoff.
      Grundsätzlich gehe ich bei einem KTW aber nicht davon aus, dass ich notfallmedizinisch tätig werden muss.
      Standard nicht Standart :evil:
    • Ok, an der Einsatzstelle angekommen, rüstet ihr euch mit dem Rucksack aus und macht euch auf den Weg zur Haustür. Dort werdet ihr bereits von einem Herrn empfangen, der sich als Sohn eurer Patientin herausstellt. Von ihm erfährt ihr, dass der Hausarzt vorhin da war und die Mutter des Mannes ins Krannkenhaus einweist.

      Eure Patientin liegt in einem Pflegebett im Erdgeschoss. Bis jetzt hat sie nicht wirklich auf eure Ankunft reagiert.
      Vom Sohn bekommt ihr die Einweisungspapiere, mit der Diagnose "Cardiale Dekompensation, V.a. beginnende Pneumonie". Auf dem Transportschein wurde sitzen angekreuzt, aber dies ist schon durgestrichen und es wurde liegend drauf geschrieben.

      Wie wollt ihr weiter vorgehen.
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • sb-modder wrote:

      Auf dem Transportschein wurde sitzen angekreuzt, aber dies ist schon durgestrichen und es wurde liegend drauf geschrieben.
      Wurde dies vom Personal was den Schein ausgestellt hat vermerkt die Änderung (Schriftlich ) sonst würde ich mich telefonisch absichern

      Sonst wenn alles rechtmäßig ist den liegenden Transport vorbereiten . Davor mir aber den Zustand des Patienten ansehen

      Nun geb , ich weiter :)
      Helfen in der Not ist mein Gebot | Youtube :Kanal |Webseite
      (Ich hafte nicht für Rechtschreibfehler)
    • Wir stellen uns mal beim Sohn und bei der Patientin vor und fragen die Patientin mal, wie es ihr geht und was passiert ist.
      Wenn sie mit uns nicht kommunizieren kann, dann unterhalten wir uns mit dem Sohn was genau anliegt und vor allem, wie der normale Zustand seiner Mutter ist.
      Standard nicht Standart :evil:
    • FeuerwehrDortmundLP wrote:

      Wurde dies vom Personal was den Schein ausgestellt hat vermerkt die Änderung (Schriftlich ) sonst würde ich mich telefonisch absichern
      Wurde durch das Personal samt Stempel und Unterschrift geändert.


      carli96 wrote:

      Wenn sie bisher nicht auf uns reagiert hat, wäre ein einfaches „Moin, die Feuerwehr“ durchaus eine angebrachte Maßnahme.
      Erstmal: Woher weißt du, dass wir von der Feuerwehr sind? Ich habe nur geschrieben, Besatzung des KTWs eurer Wache :whistling: Aber Recht hast du.
      Dass die Patientin schläft, kann verneint werden, da sie mit offenen Augen im Bett liegt. Dennoch reagiert sie nicht richtig auf euch. Wenn ihr sie an der Schulter leicht rüttelt und laut anspricht, dreht sie den Kopf zwar in eure Richtung, mehr kommt aber nicht.
      (GCS: 12)

      ff-hamburg wrote:

      Wenn sie mit uns nicht kommunizieren kann, dann unterhalten wir uns mit dem Sohn was genau anliegt
      Vm Sohn erfährt ihr, dass seine Mutter an Demenz leidet und immer wieder schlechte Tage hat. Aber normalerweise reagiert sie auf Ansprache, sagt, was sie will und lässt sich auch sitzend im Rollstuhl auf den Balkon richtung Garten bringen. Seit heute morgen würde sie aber nicht mehr so richtig reagieren und auch würde sie sich nicht packen, um im Rollstuhl eine sitzende Position einzunehmen.
      Des Weiteren erfährt ihr, dass eure Patientin seit ein paar Tagen an einer Erkältung mit Husten leidet. Daher habe man heute morgen den Hausarzt angerufen, der dann auch zum Hausbesuch gekommen ist.

      Wie wollt ihr weiter vorgehen?

      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • Grundsätzlich ist es nichts ungewöhnliches, dass eine kardiale Dekompensation bei Patienten mit dementiellem Syndrom mit einer deutlichen AZ-Reduktion und Vigilanzminderung einhergeht.
      Ich würde daher nun einmal gucken, ob die Patientin durch den Hausarzt eventuell untertriagiert wurde oder ein anderes, z.B. neurologisches, Problem vorliegt.

      -> Atemfrequenz? Anzeichen für eine Zyanose?
      -> Pulsfrequenz, Blutdruck messen
      -> orientierende neurologische Untersuchung: Meningismus, Pupillenstatus, Beweglichkeit der Extremitäten, Blutzucker messen
      -> Fieber messen, Exsikkoseanzeichen?

      Ansonsten brauchen wir einmal den Medikamentenplan, eventuelle zusätzliche Ausweise, wenn vorhanden den letzten Arztbrief und natürlich die Krankenkassenkarte
      Ganz wichtig im Kontext von Alter und Demenz: Patientenverfügung?

      Wie schwer ist die Patientin und wie sind die räumlichen Gegebenheiten? Brauchen wir Tragehilfe?
      Standard nicht Standart :evil:
    • Ihr geht zur Patientin und erhebt folgende Werte:
      AF: ca. 15/min, unregelmäßig, keine Anzeichen für eine Zyanose erkennbar.
      Periferer Puls: extrem tachycard, sehr schlecht auszählbar, gut tastbar, soweit bei der Tachykardie erkennbar rhythmisch.
      RR: 130 mmHg systolisch.
      GCS 11-12, LAMS von 0, keine Anzeichen für Meningismus, Pupillen isokor, mittel, lichtreagibel.
      Die Patientin fühlt sich heiß an. Bei der Temperaturmessung im Ohr bekommt ihr einen Wert von 39°C.

      Folgende Vorerkrankungen sind bekannt:
      Die Patientin hatte mal einen Herzinfarkt, der aber schon etwas länger zurück liegt.
      In der Medikation ist ASS100 und Medikamente gegen die Demenz.

      Die Patientin befindet sich im Erdgeschoss, mit der Trage ist es aber nicht möglich, in das Zimmer zu kommen und sitzen funktioniert nicht. Der Sohn würde aber beim Tragen helfen.

      Wie ist euer weiteres Vorgehen? Wollt ihr noch irgendwelche Werte erheben?
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • sb-modder wrote:

      Ihr geht zur Patientin und erhebt folgende Werte:
      AF: ca. 15/min, unregelmäßig, keine Anzeichen für eine Zyanose erkennbar.
      Periferer Puls: extrem tachycard, sehr schlecht auszählbar, gut tastbar, soweit bei der Tachykardie erkennbar rhythmisch.
      RR: 130 mmHg systolisch.
      GCS 11-12, LAMS von 0, keine Anzeichen für Meningismus, Pupillen isokor, mittel, lichtreagibel.
      Die Patientin fühlt sich heiß an. Bei der Temperaturmessung im Ohr bekommt ihr einen Wert von 39°C.

      Folgende Vorerkrankungen sind bekannt:
      Die Patientin hatte mal einen Herzinfarkt, der aber schon etwas länger zurück liegt.
      In der Medikation ist ASS100 und Medikamente gegen die Demenz.

      Die Patientin befindet sich im Erdgeschoss, mit der Trage ist es aber nicht möglich, in das Zimmer zu kommen und sitzen funktioniert nicht. Der Sohn würde aber beim Tragen helfen.

      Wie ist euer weiteres Vorgehen? Wollt ihr noch irgendwelche Werte erheben?
      Wie schnell ist den der Puls?
      Schnell im sine von 110/min, was sich einfach auf´s Fieber schieben kann oder ehrer 160/min was eine Überwachung benötgt
      Wenn der Kollege eh raus geht das Tragetuch holen dar er gerne den AED holen. Mich würde doch sehr interessieren ob wir eine Siustachrykardie haben und ob die QRS Komplexe schmal oder breit auf dem ersten Blick sind.

      Können wir die Lunge auskultieren?

      Können wir Symptome einer Herzinsuffizienz erkennen?
      Dicke Beine, gestaute Halsvenen?
    • ff-hamburg wrote:

      Dann dürfte sie auch keine bekannte Herzinsuffizienz haben.
      Ist ja auch nicht bekannt.

      Die Frequenz ist eher so in die Richtung 160/min und mehr.

      Beim Auskuliteren der Lunge ist ein leichter Stridor beim Einatmen zu hören.

      Gestaute Halsvenen sind nicht erkennbar, aber die Beine sind leicht angeschwollen und es bleibt auf Druck eine leichte Delle zurück.

      Der Kollege kommt mit dem Tragetuch und dem AED zurück. Ihr schließt den AED an. Dieser zeigt euch eine HF zwischen 165/min und 180/min schwankend an. Die QRS-Komplexe scheinen auf dem Bildschirm normal zu sein, ist aber auch auf Grund einer fehlenden Möglichkeit des Ausdruckes und fehlender Erfahrung des EKGs auf dem AED schwer einzuschätzen, da diese Funktion seltenst bei uns genutzt wird.
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • Kleiner Exkurs: Die Minimaltherapie nach abgelaufenem Infarkt sind lebenslang ASS 100, ein ACE-Hemmer (z.B. Ramipril), ein ß-Blocker in Retardform (z.B. Metoprololsuccinat) und ein Statin (z.B. Simvastatin) - die Patientin hat entweder einen fragwürdigen Hausarzt oder es fehlen einige Medikamente auf der Liste :)

      Zum Fall:
      Das liest sich jetzt erstmal wie eine Tachyarrythmia absoluta bei VHF, für die richtige Diagnosestellung fehlt aber ein vernünftiges EKG.
      Stauungszeichen und auch das Fieber (Stauungspneumonie) lassen sich damit in Einklang bringen, es gibt aber auch noch eine ganze Reihe an Differentialdiagnosen.

      Ein inspiratorischer Stridor ist ein Anzeichen für Obstruktion von oberen Atemwegen oder Trachea -> haben wir einen Hinweis für eine Aspiration?
      Oder meintest du einen exspiratorischen Stridor? der würde gut zu einer Stauung mit Asthma cardiale passen.

      Wichtig ist, dass die Patientin keinen Anhalt für ein neurologisches Geschehen bietet, daher ist die Vorstellung in einem Haus mit Innerer Medizin erstmal super.
      Die Vigilanzminderung sind durch das Fieber und auch eine kardiale Dekompensation erklärbar. -> der BZ fehlt noch, wenn auch sehr unwahrscheinlich das Problem.

      Sie ist sicherlich ziemlich tachykard, hat dabei aber einen optimalen Blutdruck, ist also weder hämodynamisch instabil noch akut gestaut.
      Respiratorisch ist sie komplett unauffällig, kein Anzeichen für ein Lungenödem oder eine höhergradige respiratorische Insuffizienz

      Ehrlich gesagt würde ich sie mit Hilfe des Sohnes einladen und ins Krankenhaus fahren, vor Abfahrt aber nochmal mindestens eine Blutdruckkontrolle.
      Wenn wir ganz motiviert sind, dann können wir auch einen Zugang legen, aber auf jeden Fall ohne Infusion.
      Da wir keine Medikamente geben dürfen und ich es auch gerade nicht für notwendig erachte kann man das auch sein lassen.

      Also, Einladen, nochmal anrufen und kardiale Dekompensation bei Tachyarrythmie anmelden und losrollen. Während der Fahrt gerne die EKG-Überwachung nutzen. 2l Sauerstoff können auch nicht schaden, auch wenn wir leider keine Sättigung haben.
      Standard nicht Standart :evil:
    • ff-hamburg wrote:

      Kleiner Exkurs: Die Minimaltherapie nach abgelaufenem Infarkt sind lebenslang ASS 100, ein ACE-Hemmer (z.B. Ramipril), ein ß-Blocker in Retardform (z.B. Metoprololsuccinat) und ein Statin (z.B. Simvastatin) - die Patientin hat entweder einen fragwürdigen Hausarzt oder es fehlen einige Medikamente auf der Liste
      Kann sein, dass ich doch was vergessen habe - der Einsatz ist auch schon etwas her, tut mir leid, wenn ich nicht mehr alles richtig im Kopf habe.
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • Ich fasse mal zusammen:

      A - Kein Problem
      B- leichter insp. Stirdor , unklare SpO2, fraglich Pneumonie
      --> leichtes B - Problem
      C - Neu aufgetretene Tachyarrhythmie 165-180/min
      --> C Problem
      D - Vigilanzminderung auf ein neuen Tiefstand, eine vermutlich stark eingeschränkte Selbstreflextion der Patientin mit fehlender Fähigkeit sich zu äußern durch die Demenz
      --> Fragliches D-Problem
      E - Fieber, leichte Periphere Ödeme
      --> E- Problem

      Diese Patientin ist mindestens als potenziell kritisch einzustufen!!!

      Ohne gescheites Monitoring und Eskalationsmöglichkeiten würde ich diese Patientin mir nicht einfach ins Auto legen.
      Allerdings auch hier fällt mir das vorstellen der Gesamtsituation etwas schwer.
      Die Patientin liegt derzeit im Bett, ist in ihrer gewohnten Umgebung und sicherlich nicht allzu gestresse. Ins Tuch legen, raustragen, gewohnte Umgebung verlassen ... das bedeutet Stress besonders wenn die Umgebung nur bedingt wahrgenommen werden kann. ein Anstieg der HF ist nicht auszuschließen.
      Im Tragetuch ist ein Transport mit leicht erhöhtem OK meist nicht machbar bzw nicht durchgehend möglich, wenn das Herz nen Pumpproblem hat sollten wir mit einer (kurzzeitigen Verschlechterung) beim Umlagern rechnen

      Folgende Werte fehlen mir noch:
      BZ
      Aktuelle RR mit Systole UND Diastole
      aktuelle AF und Atemmuster, sowie Beurteilung der tiefe der Atemzüge.
      Wie setzt sich die GCS zusammen?

      Die Nachforderung eines RTW´s mit SoSi ist mit der Tachrykardie zu rechtfertigen. Der HR ist nicht richtig zu beurteilen und wir haben keinen SpO2 wert.
      Eine TAA ist durch einen fieberhaften Infekt auszulösen, dann scheint dieser auch auch schon ordentlich Chaos im Körper anzurichten.
      Andere Ursachen einer TAA könnte z.B. ein Infarkt sein, was bei einem zuvor abgelaufenen Infarkt ja durchaus möglich ist
      Hier gehört auch schon präklinisch ein 12 Kanal EKG einfach dazu.
      Je nachdem was so die Region/Stadt dem RTW und Personal zur Verfügung stellt gehört sogar ein NEF dazu.

      Ohne Dyspnoe, SpO2, Zyanose und klare Anordnung (Schriftlich) würde ich kein Sauerstoff geben.
      Zu viel Sauerstoff ist schlecht für´s Herz. Die freien Radikale verengen die Gefäße was eine schlechtere Durchblutung des Myokards bedeutet.

      Wenn ich weiß, ich bin in 5 Minuten im KH, incl. Ein und Ausladen und steh in einer gut funktionierenden ZNA, wo in Arzt und Pflege gleich da und Fühle mich als Team bereit und fähig Komplikationen zu erkennen und zu Handel, na dann bitte.
      So wie es sich oben darstellt würde ich nicht alleine fahren.

      Zielklinik wäre ein Haus mit Innere, IMC/ITS kapazität.
      Ein CCT sollten die auch machen können, aber das kann ja sogut wie jedes Haus heutzutage.

      Hat die Pat einen DK?
      Und können wir den Sohn noch nach offnen Wunden fragen?
      DANKE
    • ff-hamburg wrote:

      Wenn wir ganz motiviert sind, dann können wir auch einen Zugang legen, aber auf jeden Fall ohne Infusion.

      Da wir keine Medikamente geben dürfen und ich es auch gerade nicht für notwendig erachte kann man das auch sein lassen.
      Für mich ist das eine Patientin die ganz klar einen i.V. zugang und langsam Flüssigkeit bekommen sollte.

      Wenn ich einen Legen sollte ich dies auch begründen können, möglich wäre da für mich

      - i.V. Gabe von Medikamenten
      - i.V. Gabe von Flüssigkeit in Rahmen einer Exikose
      - " Zur Sicherheit" bei einem Kritisch eingeschätztem Patienten

      Medikamente schreibst du, dürft ihr nicht, also ist der Punkt raus
      Flüssigkeit magst du nicht geben. Sehe ich prinzipiell hier aus so

      Ich würde den Zugang aufgrund des 3. Punktes wählen (& entsprechend nachfordern)
      Im Rahmen der möglichen komplikationen müssten dann Medikamente Apliziert werden, weshalb mir wichtig ist, das der Zugang durchgängig ist, weshalb ich langsam ne VEL laufen lassen würde.

      Gelegt und nicht gespühlt verglottet nen Zugang innerhalb von wenigen Minuten meiner erfahrung nach. (zumindest die kleineren wie auch Rosa)
    • Eselchen wrote:

      A - Kein Problem
      B- leichter insp. Stirdor , unklare SpO2, fraglich Pneumonie
      --> leichtes B - Problem
      C - Neu aufgetretene Tachyarrhythmie 165-180/min
      --> C Problem
      D - Vigilanzminderung auf ein neuen Tiefstand, eine vermutlich stark eingeschränkte Selbstreflextion der Patientin mit fehlender Fähigkeit sich zu äußern durch die Demenz
      --> Fragliches D-Problem
      E - Fieber, leichte Periphere Ödeme
      --> E- Problem
      Schön zusammengefasst.

      Der BZ liegt bei 100mg/dl.

      Die GCS setzt sich wie folgt zusammen:
      - Augen: 4
      -Konversation: 2-3
      -Motorik: 4-5

      RR: 140/85
      AKtuelle AF: unverändert, Atemmuster: normale Atmung, Atemzüge ausreichend tief.

      Das Zielkrankenhaus mit Innere und Kardio ist ca.4-5 Minuten Fahrzeit entfernt, von dort würde auch ein RTW und ein NEF kommen.

      Aus eigener Erfahrung ist unser AED nicht für die Überwachung während des Transportes geeignet.

      Im Saarland ist der Zugang für den RS nicht direkt Freigegeben (§34 StGB liegt dann beim Personal die Entscheidung)

      Wie wollt ihr weiter vorgehen? Load&Go oder Nachfordern?

      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!