Aluhelme- Sind sie noch Zeitgemäß ?

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    • Aluhelme- Sind sie noch Zeitgemäß ?

      Moin,

      seit Jahrzehnten dominierte der Aluhelm die Feuerwehrlandschaft, doch mittlerweile wird er durch die modernen Formen aus Kunststoff abgelöst.

      Auch bei meiner Feuerwehr wurde der letzte Aluhelm ausortiert und durch einen neuen Rosenbauer Heros Smart ersetzt. Der Grund dafür ist das
      die Helme nach DIN-14940 nicht mehr für die Brandbekämpfung zugelassen sind ( mehr zu dem Thema: feuerwehr-heidekreis.de/sicher…stung/feuerwehrhelme.html)
      Gerade bei den älteren Generationen sorgte dies für Unmut.

      Heutzutage gibt es jedoch trotzdem noch Aluhelm in klassischer Form, die auch nach DIN EN 443 zugelassen sind.
      colsman-helme.com/feuerwehrhelme/alex-015.html

      Aber ist es noch Sinnvoll und Zeitgemäß solche Modelle anzuschaffen und können sie gegen die Konkurrenz aus Kunststoffhelmen mithalten ?


      Viel Spaß beim Diskutieren :rolleyes:

      LG
    • Ich denke das hängt vorallem von der Tragehäufigkeit ab.

      Erstens der Konform: trag ich das Ding jeden Tag als BFler bei 20 Einsätzen ist der Komfort sicherlich wichtiger als wenn ich das Ding bei 20 EInsätzen und 60 Übungen im Jahr trage.
      Dann die Tragedauer: ein selten genutzter Alu-Helm wird dann i.d.R. länger nutzbar sein - weil Kunststoffhelme (alle?) ja in der Regel nach ner gewissen Zeitspanne unabhängig ihres Zustands auszutauschen sind
      Und letztlich der Preis: Weil lohnt es sich, wenn man den Helm nur selten in Verwendung hat, wirklich das Geld für teurere Kunststoffhelme auszugeben, die man dann unnötig früh aussortieren muss?
    • Als ein Träger eines "neuen" Alu-Helmes kann ich nur sagen...im Vergleich zu den Kunstoff-Helmen die ich bis jetzt auf dem Kopf hatte ist der Colsman Al.ex 15 eindeutig bequemer. Ich kann den Helm PRoblemlos 6-8 Stunden am Stück tragen ohne Kopfschmerzen oder andere Probleme zu bekommen. Das Innenleben ist Problemlos Wasch und Austauschbar wie bei den meisten Kunststoffhelmen auch. Einige Kameraden nahmen am Probetragen teil (Schuberth F220) und haben keine erhebliche vor oder Nachteile festgestellt. Zugegeben ich ziehe einen Helm, der bei guter Pflege, mein Feuerwehrleben hält einem Helm vor den ich alle 10 Jahre austauschen muss.


      Feuerwehr Marktheim Mod für Rigs of Rods
    • FF-NRÜ schrieb:

      Zugegeben ich ziehe einen Helm, der bei guter Pflege, mein Feuerwehrleben hält einem Helm vor den ich alle 10 Jahre austauschen muss
      Das könnte ein Trugschluss sein. Woher weißt du, dass die Schicht unter dem Alu nicht beschädigt ist? Zudem wird der "Alte" meist verdreckte Helm immer mehr zum Statussymbol samt seiner Verschmutzungen die Stoffe wie z.B: Benzo[a]pyren enthalten. EDIT: Bei den neuen Helmen wird dies zwangsweise nach spätestens 10 Jahre durch Schalentausch oder Neubeschaffung geklärt.

      AaronKl schrieb:

      Und letztlich der Preis: Weil lohnt es sich, wenn man den Helm nur selten in Verwendung hat, wirklich das Geld für teurere Kunststoffhelme auszugeben, die man dann unnötig früh aussortieren muss?
      Naja dies ist wahrscheinlich die entscheidende Frage.

      Jedoch mal so ein paar Vorteile der "Neuen":
      • Schutz der Ohren
      • integriertes Visier meist auch mit extra Augenschutbrille, somit ist das schmelzen der äußeren Visiere nicht mehr möglich
      • besserer Nackenschutz und einfachere Möglichkeit zur Anbringung des Hollandtuches
      • Integrierte Systeme zum "Einklicken" der PA-Masken
      • Bessere Möglichkeiten für zukünftige Systeme (integrierte Lampe, Display im Helm etc.)
      • Möglichkeiten zur Anbringungen des Funkes im Helm
      Natürlich sind diese Möglichkeiten unterschiedlich von Typ zu Typ aber die gängigen Helme der großen Hersteller können das Meiste. Auch wenn es hier und da Probleme gibt stellt sich nicht die Frage "Warum das Neue?" Sondern eher "Warum das Alte?!" ich sehe bis auf den wahrscheinlich marginalen Kostenpunkt keinen Vorteil der Alu-Helme!

      Autoren im Thread der Mod zu finden! - Es könnte sein das meine Beiträge nicht immer zu 100% stimmen. Für diese evtl. Fehler kann ich nicht haftbar gemacht werden
    • Wie man auf meinem Profilbild erkennt, bin ich Träger eines Schuberth F220 und bin mit diesem sehr zufrieden.
      Bei uns sollen jetzt die Schuberth F120/F130 (weiß es nicht genau) beschaft werden.
      Im Vergleich ist dieser deutlich schwerer als der F220 und auch Teurer, da die Teile wie Nackenschutz und Visier extra gekauft werden müssen.

      Ob ein Stahlhelm immer noch das beste ist, ist meiner Meinung ansichtssache, die jeder selber für sich entscheiden muss. Ich selber will keinen DIN-Helm und schon gar keinen ALuhelm.
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • Das ein Alu-Helm regelmäßig vernünftig Geputzt werden muss ist klar. Das gibt aber schon das Vermeiden der Kontaminationsverschleppung vor. Das viele Kameraden das anders sehen ist mir auch klar. Der Schutz der Ohren ist auch nur gegeben wenn ein Vollschalenmodell verwendet wird. Die Frage "warum das Neue?" sollte aber definitiv weiter gestellt werden. Wenn ich mir die Mangelnde Ausfallsicherheit bei unseren neuen Fahrzeuge angucke, bin ich doch Überzeugt das mein älterer Helm Bj.2010 dann doch die bessere Wahl ist. Beim Zubehör muss geguckt werden was "nice to have" und was wirklich notwendig ist. Es gab in der Vergangenheit viele neue Technik doch man frage sich warum hat der DIN-Helm die meissten änderungsversuche überlebt? Warum wurde er auf die neuen EU-Normen angepasst? Ein neuer Alu-DIN-Helm steht einem einfachen Kunstoffhelm im nichts nach. Letzendlich wird aber immer der Reibungsfaktor zwischen Daumen und Zeigefinger entscheidend dafür sein was für ein Helm eingeführt wird.


      Feuerwehr Marktheim Mod für Rigs of Rods
    • FF-NRÜ schrieb:

      Der Schutz der Ohren ist auch nur gegeben wenn ein Vollschalenmodell verwendet wird. Die Frage "warum das Neue?" sollte aber definitiv weiter gestellt werden. Wenn ich mir die Mangelnde Ausfallsicherheit bei unseren neuen Fahrzeuge angucke, bin ich doch Überzeugt das mein älterer Helm Bj.2010 dann doch die bessere Wahl ist
      Ich bezog mich auf Vollschalenhelm, hätte ich vlt. mit hinschreiben müssen, somit quasi alles ab Rosenbauer Hero Smart (für mich ein Vollschalenhelm). Ich bin kein Fan der DIN Helme und bin sehr froh darüber, dass diese bei uns auch seit locker 20 Jahren nicht mehr eingesetzt werden. Dass der Vergleich zwischen Fahrzeug und Helm typisch für den Spruch "Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich" ist muss ich nicht sagen oder?

      Für meine Auffassung sind die "klassischen" DIN-Helme eine überholte Sache aber Neuerungen in die Feuerwehr und auch die DIN zu bekommen ist einfach ein Ding für sich.
      Ich höre schon das Argument "Ja dass haben wir schon immer so gemacht" im Hintergrund seinen Auftritt einstudieren. :grumble:

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    • Das auf jedenfall nicht. Neuerungen sind wichtig solange sie zielführend sind. Aber jetzt mal ehrlich das ist ein Helm...Mein Helm sitzt bequem und schützt meinen Kopf. Kann ein anderer Helm mehr schützen? auf jeden fall. Wäre dieser Schutz in meiner Laufbahn bis jetzt notwendig geworden? nein. Mit der Ausnahme der Elektrischen Leitfähigkeit sehe ich keinen Nachteil im Alu-DIN-Helm. Würde ich meinen Helm nochmal tauschen? Schwer zu sagen, mal abgesehen davon das ich da eh kein Mitspracherecht habe.

      Das der Vergleich mit den Fahrzeug nicht funktioniert ist mir auch klar. Es sollte aber eine Richtung aufzeigen. Nicht jede ach so toll angepriesene Neuerung ist gleich gut, genauso wie nicht jede eingefahrene Einsatzroutine brauchbar ist. Man muss sowohl neues als auch altes kritisch betrachten. Welche großen Nachteile soll ein Aluhelm bitte haben? Was ist in deinen Augen ein ausschlusskriterium für einen Helm?


      Feuerwehr Marktheim Mod für Rigs of Rods
    • Florian 11/33/1 schrieb:

      Bei den neuen Helmen wird dies zwangsweise nach spätestens 10 Jahre durch Schalentausch oder Neubeschaffung geklärt.
      Mir ist kein aktueller Kunststoffhelm von Dräger, über MSA und Schuberth bis Rosenbauer bekannt der eine verbindliche Nutzungsdauer hat. Die können genauso wie ein Aluhelm getragen werden, nämlich eigentlich bis zur ersten richtigen Belastung des Helmes.
      Die Ignoranz und Faulheit mancher überrascht mich immer wieder!
    • Florian 11/33/1 schrieb:

      Ich bezog mich auf Vollschalenhelm, hätte ich vlt. mit hinschreiben müssen, somit quasi alles ab Rosenbauer Hero Smart (für mich ein Vollschalenhelm). Ich bin kein Fan der DIN Helme und bin sehr froh darüber, dass diese bei uns auch seit locker 20 Jahren nicht mehr eingesetzt werden. Dass der Vergleich zwischen Fahrzeug und Helm typisch für den Spruch "Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich" ist muss ich nicht sagen oder?
      Für meine Auffassung sind die "klassischen" DIN-Helme eine überholte Sache aber Neuerungen in die Feuerwehr und auch die DIN zu bekommen ist einfach ein Ding für sich.
      Ich höre schon das Argument "Ja dass haben wir schon immer so gemacht" im Hintergrund seinen Auftritt einstudieren. :grumble:
      Ich habe auf Arbeit einen Dräger HPS 7000 Standard, für den Katastrophenschutz einen Dräger HPS 4300. Ich würde die Halbschale (Typ A) oder sein Nachfolgemodell, den HPS 4500, jederzeit dem Vollschalenhem (Typ B) vorziehen.

      DER Nachteil des Vollschalenhelms ist für mich einfach (aber gravierend): Man hört schlecht.

      Wenn wir zur Ausbildung zusammenstehen nehme ich öfters den helm ab, weil ich den Ausbilder eifnach nicht mehr verstehe sobald ein Fahrzeug in der Nähe vorbeifährt und er normal laut redet. Das eingeknüpfte Hollandtuch trägt dazu bestimmt noch seinen Anteil bei.

      Einen Helm Typ B mit den richtigen Ausstattung und richtiger Trageweise ist mir um Welten lieber. Also zweilagige Flammschutzhaube, Helm, Hollandtuch, Visier.
      Von Helm-Masken-Kombinationen halte ich auch nicht viel, ich bin Verfechter der Bebänderungsmaske.
      "Wie immer kommt es darauf an, wer wem was wann wo sagt.
      Wenn zum Beispiel ein General zu mir 'Idiot' sagt, ist das nur eine Beleidigung.
      Im umgekehrten Fall kann das schon der Verrat militärischer Geheimnisse sein."

      ________________________________________________________________~ Volker Pispers
    • @Jenkyll wir selber nutzen die Hero Smart. Mit diesen hatte ich noch nie Probleme beim Hören. Zudem bin ich eigentlich ganz froh dass meine Ohren unterm Helm liegen einfach zum Schutz.
      Thema Hollandtuch ist aber wieder: wer bezahlt sowas? Wir bekommen ein Hollandtuch z.b. nicht gestellt sondern müssten dieses selber kaufen, was ich vlt auch machen werde da der kleine "Nackenschutz" eher so semi ist. Nur kann man solche Bereitschaft zur Investition nicht von allen Kameraden erwarten und somit stellt sich wahrscheinlich wirklich eher die Frage welcher Helm mit welcher Ausrüstung als DIN Helm oder Vollschale.

      Autoren im Thread der Mod zu finden! - Es könnte sein das meine Beiträge nicht immer zu 100% stimmen. Für diese evtl. Fehler kann ich nicht haftbar gemacht werden
    • Zum Glück gibt es ein Brandschutzgesetz welches besagt dass die Ausrüstung der Feuerwehr duch deren Träger zu stellen ist. Die Ausrüstung muss wiederum auf Grund einer Gefährdungsanalyse ausgewählt werden. :pardon:

      Mit einer doppellagigen Flammschutzhaube und einem Hollandtuch sind die Ohren auch sicher.

      Ich war auch schon mit der DIN-Schüssel mit einem Leder-Nackenschutz (siehe Profilbild) und einer zweilagigen Flammschutzhaube im Brandcontainer (gasbefeuert). Ging auch. Kopf unten lassen und Schultern anziehen. Klar ist es angenehmer die Ohren unter der Helmschale zu haben, aber man benötigt auch irgendwo noch ein Gefühl für die Temperatur.
      "Wie immer kommt es darauf an, wer wem was wann wo sagt.
      Wenn zum Beispiel ein General zu mir 'Idiot' sagt, ist das nur eine Beleidigung.
      Im umgekehrten Fall kann das schon der Verrat militärischer Geheimnisse sein."

      ________________________________________________________________~ Volker Pispers
    • Jenkyll schrieb:

      Zum Glück gibt es ein Brandschutzgesetz welches besagt dass die Ausrüstung der Feuerwehr duch deren Träger zu stellen ist. Die Ausrüstung muss wiederum auf Grund einer Gefährdungsanalyse ausgewählt werden. :pardon:

      Vorsicht, gerade im Bereich Standorte und Fahrzeuge steht oftmals deutlich mehr in der Halle als im Gesetz gefordert. Es liegt also bei der Wehrleitung ihre Mittel zielführender einzusetzen.
      "Ich habe unseren alten Freund Udo Lattek in der Halbzeit gesehen,.... er hat geweint."
      Karl-Heinz Rummenigge am Abend des 8. April 2009 in Barcelona
    • Ich hatte vor meinem jetzigen Helm (Schuberth F220) den F200, bei dem die Bebänderung sch.... äh, suboptimal war. Die Ohren würden durch die Bebänderung vollständig umhüllt und man hat nichts mehr gehört. Bei dem F220, den ich habe, ist eine neue Bebänderung drinnen, die die Ohren nicht verdeckt, sondern drum herum führt und man somit auch wieder was versteht.
      War mit dem Helm schon mehrmal im Einsatz und bei Übungen innerer Retter bei VU, bei dem der Patient schwer zu verstehen war, und doch habe ich trotz Helm den Patienten verstanden. Und auch unter PA versteht man noch einiges - auch am Funk.

      Zum Thema Hollandtuch: An meinem Helm war eines von anfang an dran. Ich bin auch der Meinung: Bei einem Brand im freien (PKW, Müllcontainer,...) langt ein Hollandtuch 2mal, aber im Innenangriff ziehe ich die Flamschutzhaube dem Hollandtuch vor. Begründung: Die Haube schließt bündig mit der Maske ab, sodass man keine freien Körperstellen mehr hat, während das Hollandtuch "nur" den Hals schützt. Sollten jetzt Flammen - warum auch immer - unter den Helm schlagen, bin ich beim Hollandtuch nicht dort geschützt, während die Haube einen gewissen Schutz bietet.

      Zum Glück wird bei uns noch die gute, alte Kopfspinne bei der Atemschutzmaske genutzt. Ich bin kein Freund der Helm-Masken-Kombi.
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!