Hose unter Überhose?

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    • Hose unter Überhose?

      Hallo zusammen,

      vor Kurzem war ich bei einer Anprobe für neue Brandschutz-Nomex-Bekleidung für unsere FF.
      Dabei wurden auch Nomex-Überhosen anprobiert. Als ich diese, wie bei meiner alten Überhose (nicht ganz ein Jahr alt) über meine Privathose ziehen wollte, wurde von den Verkäufern gesagt, dass dies nicht nötig sei und auch nicht zu Empfehlen ist. Man baut eine zusätliche Schicht, wodurch in Wärmestau entsteht, als auch wäre die Hose dadurch nach dem Einsatz von Innen feucht.
      Nachdem ich jetzt mal im Internet recherchiert habe, habe ich auch gelesen, dass bei einer Nomex-ÜBerhose Typ b keine Hose unten drunter benötigt wird, es aber empfohlen sei.
      Hat da jemand irgendwelche genaueren Infos oder Erfahrungen? Denn vor allem das mit der Feuchtigkeit konnte ich bei meiner "relativ neuen" Überhose nicht feststellen. Vor allem, da ich die eigentlich bei jedem Einsatz an habe, da sie einfach im Einsatzfall schneller angezogen ist als die normale Bundhose.


      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • Also es ist Empfehlenswert bei den dicken überhosen keine Privathose drunterzuhaben denn es ist halt so das du dir mit einer Privathose die Luftpolster der Überhose zerdrückst (Wärmestau) das könnte ungemütlich werden. Wobei es sehr stark drauf ankommt was du drunterziehst leichte sachen wie ne Sport/Jogginghose sind kein Thema allerdings sollte man es sich bei dickeren Hosen gründlich überlegen. Bei uns heißt es seitens des Herstellers auch das keine Hose druntergezogen werden soll.
    • Naja das ist so aber auch nicht richtig. Es gibt verschiedene Arten von Überhosen. Bei den dünnen ich meine sind die 2 lagigen da muss zwingend eine Hose drunter gezogen werden ist auch seitens der Hersteller so gedacht. Bei den dickeren ist dies dann genau andersrum da muss die Hose weggelassen werden wegen der angesprochenen Luftpolster. Also mit der Bewegungseinschränkung gibts eher keine größeren Probleme aber wie gesagt es ist sehr Hilfreich bei den dickeren die Privathose wegzulassen denn das kann schon echt schmerzhaft werden wenn du dir mal richtig die Luftpolster zerdrückst und dann ist ganz nebenbei auch nicht der Hersteller dafür verantwortlich sondern jeder selbst da mehr oder weniger Eigenverschulden. :whistling:
    • Ich kann aus eigener Erfahrung sagen das es nicht sinnvoll ist eine Hose unter der Überhose zu tragen (sofern es nicht Hersteller bedingt angeordnet ist). Neben dem Wäremstau ist für mich ein wichtiger Aspekt das ich meine Privatkleidung nicht kontaminieren möchte, deshalb Hose aus und immer ein Sauberes T-Shirt im Spind (Wir haben die Möglichkeit nach dem Einsatz die Sanitäreneinrichtungen in Form von Duschen zu nutzen).
    • Ebenso bei uns: Unter der Überhose wird keine andere mehr getragen. Die Membranen und Stoffe sind dahingehend optimiert, dass sich eben besagter Wärme- und Nässestau unter der "Jeans" oder was auch immer man an hat bilden kann.

      Bei der Neubeschaffung der PSA wird dies von jedem größeren, namhaften Hersteller, die wir zur Probe hatten ebenso explizit erwähnt.

      Die schwarz-weiß-Trennung geht somit natürlich auch komplett flöten.
    • Also bei uns haben 96 % ihre Privat Hosen unter der Nomex an.

      Aus eigender Erfahrung kann ich euch sagen das die Privat Hose weder die Beweglichkeit einschränkt noch zu übermäßigem Wärmestau führt. Weder im Innenangriff noch bei TH-Einsätzen.

      Ich hatte selbst mal zusätzlich noch nen Pullover im Innenangriff drunter weil ich ihn einfach vergessen habe auszuziehen :oops: aber auch da hatte ich keine Probleme

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von McGarett ()

    • Solange die Temeraturen im Normalbereich bleiben stellt es tatsächlich keine große Gefahr dar. Allerdings ist die Kontamination der Privatkleifung ein großes Thema und ich kann aus Erfahrung sagen das es Sehrwohl Extremen Wärmestau geben kann da einfach die Luftpolster nicht mehr bzw nur zum kleinen Teil vorhanden ist. Es kommt einfach auf den Typ der Überhose an. Wie gesagt der Hersteller kommt seiner Pflicht nach und weißt darauf hin wenn allerdings der Träger dem nicht nachkommt und es zu Verletzungen kommt dann kann es sehr schnell sein das man alleine da steht und das kann man ja schließlich verhindern indem man sich 10 Sekunden mehr Zeit lässt beim anziehen. :rolleyes:
    • Auch bei Extrem hohen Temperaturen (Innenangriff Lagerhalle, Wohnungsbrand) kam es bis her noch nie zu einem merklichen Wärmestau. (Nomex II & Nomex III)

      Das die Sachen danach komplett in die Wäsche gehen sollte klar sein.

      Man steht auch niemals alleine da. Dafür gibt es die FUK. Und glaub mir nur weil der Hersteller auf etwas Hinweist, heißt das noch lange nichts. Er erfüllt damit lediglich seine Pflicht.
      In der Praxis sieht so etwas meist anders aus.

      Es sind meistens eher Empfehlungen. Meine erste Nomex Jacke durfte damals, lt. Hersteller, maximal 15 mal Gewaschen werden. Meine wurde aber gut 40 mal gewaschen. Als sie dann aufgrund eines Defektes (Schnittverletzung) zum Hersteller zur Reparatur ging hatte dieser, nach einer Prüfung, auch nichts weiter zu beanstanden. Im Gegenteil sie wurde repariert und ich konnte sie noch ein halbes Jahr weiter nutzen.

      Aber im Endeffekt muss es jeder für sich selbst entscheiden.

      Es sei den es gibt die Anordnung der Wehrführung zu dem Thema.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von McGarett ()

    • Ok, also kann man es nicht pauschal sagen, ob man jetzt die Private Hose auszieht oder nicht. (Abgesehen vom Argument der Schwarz-Weiß-Trennung)

      Bei unseren aktuellen Nomex-Hosen von Texport haben wir an den Taschen, die im Bereich des Beckens sind, Durchgreifen, um an eine untendrunter angezogene Hose zu kommen. Dennoch soll laut Hersteller keine Hose drunter getragen werden, da es eine Überhose Typ B ist. Darauf habe ich jetzt beim Anprobieren jetzt nicht geachtet, ob das Modell, dass wir in einer Testphase tragen, auch solche Durchgriffe hat oder nicht.

      Aber danke schonmal für die ganzen Erfahrungsberichte.


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    • Ja genau das Problem haben wir auch mit privathose. Also ich kann sagen das ich mir mit Privathose drunter schon abartig den hintern auf gut deutsch verbrannt habe. Zu dem Thema ob man alleine da steht oder nicht sei aber gesagt das es eben nicht immer Empfehlungen sind sondern gerne auch eine Anweisung dies nicht zu tun. Das kommt sehr stark auf den Hersteller an und da sollte man sich drüber Informieren. Desweiteren gibt es wie bei uns oft auch eine Dienstordung in der unter anderem solche Dinge geregelt sind. Die FUK macht viel und das ist alles gut und Schön aber wenns passiert kannst mir nicht erzählen das die bereitwillig zahlen wenn der Hersteller und/oder eine vorhandene Dienstordung zb. Ein tragen der Privathose untersagt.

      Das ist aber auch nicht weiter das Thema wollte es nur mal so am Rande angesprochen haben.

      Was meinst du mit es geht alles in die Wäsche ? Die Privatklamotten ? Ja klar und die Einsatzklamotten ja sowieso aber letztlich verschleppst du ja die Kontsmination trotzdem mittels der Privatklamotten in den eigenen PKW etc. Ggf eben an der E-Stelle umziehen.
    • Marcel7890 schrieb:

      Wobei es sehr stark drauf ankommt was du drunterziehst leichte sachen wie ne Sport/Jogginghose sind kein Thema
      In Bezug auf den Sroff der meisten Sporthosen ist das sehr wohl ein Thema, falls die Hitze dochmal durchschlägt.

      In Bezug auf dei körperliche Belastung sollte man sich deutlich überlegen ob man noch eine Jeans unter der Überhose anzieht. Den kaum einer von uns wird wohl in Jeans joggen oder ins Fitnessstudio gehen.

      Auch finde ich wird hier die Schwarz-Weiß-Trennung viel zu sehr abgetan. Bei der BF ist es normal, dass man direkt duschen geht und neue Kleidung anzieht. Hier wird es als unproblematisch dargestellt die Privatkleidung weiter zu tragen und mit nach Hause zu nehmen. Lieber an die zukünftige Gesundheit denken und 20 Sekunden Zeit nehmen um die Hose auszuziehn und Feuerwehr-T-Shirt anziehen.
      Die Ignoranz und Faulheit mancher überrascht mich immer wieder!
    • Hose unter Überhose?

      Keiner hat hier davon gesprochen die Privat Klamotten mit nach Hause zu nehmen. Jeder sollte soviel Verstand haben eine Wechselgarnitur und Duschzeug in der Wache zu haben. Die Möglichkeit Privat Sachen zu Waschen sollte es eig. auch in fast jedem GH geben.

      Und sind wir mal ehrlich, leider läuft es mit der Schwarz / Weiß Trennung in der Praxis viel zu oft anders als Vorgeschrieben


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    • Und jetzt mal Butter bei die Fische:

      Wer von euch hat konkret eine saubere Schwarz-weiß-Trennung inklusive 2 (!) Umkleiden, Duschen etc. und stets einen Satz Wechselklamotten in der Wache?

      Ich nicht. Schlichtweg, weil es keine Duschen gibt und keine Möglichkeit, Sachen in einem weiß-Bereich zu lagern, da es diesen nicht gibt.
      Dies trifft vermute ich auf 80% der Wehren zu.
      Nicht alle Wehren sind mit modernen Feuerwehrhäusern ausgestattet...
    • Vereister schrieb:

      Und jetzt mal Butter bei die Fische:

      Wer von euch hat konkret eine saubere Schwarz-weiß-Trennung inklusive 2 (!) Umkleiden, Duschen etc. und stets einen Satz Wechselklamotten in der Wache?

      Ich nicht. Schlichtweg, weil es keine Duschen gibt und keine Möglichkeit, Sachen in einem weiß-Bereich zu lagern, da es diesen nicht gibt.
      Dies trifft vermute ich auf 80% der Wehren zu.
      Nicht alle Wehren sind mit modernen Feuerwehrhäusern ausgestattet...
      In der Praxis dürfte das fast nirgends der Fall sein. Vor allem kleinere Feuerwehren die nunmal die Mehrheit darstellen haben diese Möglichkeiten oft nicht. Außerdem unterliegen Berufsfeuerwehren unter anderem auch dem Arbeitsschutzgesetz was bei einer freiwilligen Wehr nicht der Fall ist. Somit auch keine gesetzlich vorgeschriebenen Sanitärräume.

      Leider geht auch in Sachen Einsatzhygiene der Trend dazu, den Leuten das denken abzunehmen bzw. es zu versuchen. Das Ergebnis sind hirnlose Zombies die sich bald ohne Anleitung nicht mehr schnäuzen können. Einfach mal den Hausverstand benützen und man ist als freiwilliger auf der sicheren Seite.

      Zum Thema: Wir haben auch Texport Kleidung und meistens wenn es schnell gehen muss trage ich die Privatjeans auch darunter. Einschränkung in der Bewegungsfreiheit kann ich bei mir nicht feststellen da ich die Kleidung extra eine Nummer größer nehme um nicht ganz so eingeengt zu sein.
    • Emyr schrieb:

      ußerdem unterliegen Berufsfeuerwehren unter anderem auch dem Arbeitsschutzgesetz was bei einer freiwilligen Wehr nicht der Fall ist. Somit auch keine gesetzlich vorgeschriebenen Sanitärräume.
      Aber auch freiwillige Feuerwehren unterliegen den UVV und können sich darüber nicht hinwegsetzen.

      Vereister schrieb:

      Wer von euch hat konkret eine saubere Schwarz-weiß-Trennung inklusive 2 (!) Umkleiden, Duschen etc. und stets einen Satz Wechselklamotten in der Wache?

      Ich nicht. Schlichtweg, weil es keine Duschen gibt und keine Möglichkeit, Sachen in einem weiß-Bereich zu lagern, da es diesen nicht gibt.
      Wir auch nicht, aufgrund von alten Gerätehäusern und unwissenden oder nicht wollenden Führungskräften. Den wenn man auch ehrlich ist, ist für alles andere eher Geld da, neuer Stellplatz, Lager, neuer Schulungsraum oder Floriansstube. An Umkleide und Sanitärbereiche wagt man wenn überhaupt als aller letztes.

      Bei uns hat sich das erst im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplanes und massiven Druck durch die FUK geändert. Seitdem soll nur noch in Dienstkleidung ausgerückt werden, Privatkleidung bleibt in der Umkleide, kontanimierte Kleidung wird noch am Einsatzort abgelegt und in wasserlösliche Säcke getan und Trainingsanzug plus T-Shirt angezogen, welche bereits auf den Fahrzeug als Unterkleidung für die CSA waren. Somit gibts zwar immer noch keine vernünftige bauliche Trennung aber eine versuchte, bestmögliche organisatorische.
      Die Ignoranz und Faulheit mancher überrascht mich immer wieder!