Gefahrguteinsatz in Bieberfelder Waldkrankenhaus - Chemische Reaktion in Labor

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    • Gefahrguteinsatz in Bieberfelder Waldkrankenhaus - Chemische Reaktion in Labor

      06.09.2018, 17:39 Uhr - Hospitalstraße, Bieberfelde-Nord

      Am Donnerstagabend wurde die Leitstelle der Feuerwehr, durch verschiedene Angestellte des Krankenhauses,
      über einen stechenden Geruch aus dem Laborbereich informiert.
      Gemäß der Schilderungen eröffnete der Disponent einen Einsatz nach dem Stichwort GSG.
      Das alarmierte Rettungsdienstpersonal der angrenzenden Rettungswache Nord konnte umgehend
      bei der Evakuierung des betroffenen Gebäudetraktes unterstützen. Im Zuge der Räumungsmaßnahmen,
      klagten insgesamt 12 Personen über Atembeschwerden. Der sich noch auf der Anfahrt befindliche
      Einsatzleiter entschied daraufhin das Einsatzstichwort für den Rettungsdienst auf MANV 2, also ein Schadereignis
      mit mehr als 10 Verletzten und/oder Erkrankten, zu erhöhen.
      Die zwischenzeitlich eingetroffenen Kräfte der Feuer- und Rettungswache 2 sperrten, in Zusammenarbeit mit der
      Polizei, den Bereich weiträumig ab und führten erste Messungen im Außenbereich durch. Die Messungen verliefen
      allerdings negativ, obwohl der Geruch weiterhin wahrnehmbar war.
      Da sowohl Stoff als auch Ursprung weiterhin unklar waren, ließ der Einsatzleiter die Belüftungs- und Klimaanlagen,
      durch den Enstörungsdienst der BSW, abschalten. Sofort gingen zwei Trupps in Chemikalienschutzanzügen vor,
      um weitere Messungen im Inneren des Gebäudes durchzuführen. Letztendlich konnte die Quelle lokalisiert und
      luftdicht verpackt werden. Durch die anschließenden Belüftungsmaßnahmen, verflüchtigte sich die Konzentration
      binnen weniger Minuten. Kontrollmessungen führten zu keinen auffälligen Ergebnissen, sodass die Einsatzstelle wieder
      an den verantwortlichen Betreiber des Gebäudes übergeben werden konnte.
      Während der Erkundung kam erstmalig auch eine Drohne, für Luftaufnahmen, zum Einsatz.
      Die Atembeschwerden der Betroffenen stellten sich, bei der Sichtung durch den leitenden Notarzt, als nicht kritisch heraus.
      Vorsorglich wurden 5 Personen in umliegende Krankenhäuser gebracht.
      Während des gesamten Einsatzes wurden durchgehend Messfahrten, im Nahbereich des Krankenhauses, durchgeführt.
      Eine Gefahr für die Bevölkerung, außerhalb des betroffenen Gebäudetraktes, bestand zu keinem Zeitpunkt.

      Am Einsatz beteiligt waren die Löschgruppen Innenstadt und Stadtrand der Freiwilligen Feuerwehr Bieberfelde.
      Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr kamen von beiden Feuer- und Rettungswachen.
      Die Einsatzleitung wurde vom Führungsdienst der Branddirektion wahrgenommen.
      Die verwaisten Feuerwachen wurden durch die Löschgruppen Bärenstein und Friedrichsbach besetzt.
      Insgesamt waren über 80 Einsatzkräfte mit 30 Fahrzeugen im Einsatz.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von nix112112 ()

    • Julien11509 schrieb:

      Nur eine Frage^^ Wie hast du den Alten ELW aus wache 1 da hin bekommen
      Danke dir. Ich habe einfach das 5-MTF-1 durch das T4-Modell getauscht. Anschließend wurden noch einige Änderungen durchgeführt, damit das Fahrzeug auch vernüftig funktioniert.
      Auf diese Weise fand auch der Entstörungsdienst der BSW ins Spiel.
      Alles kein Hexenwerk. Ich habe es mir auch selber beigebracht. ;)