VU - Person klemmt

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  • VU - Person klemmt

    Moin, nachdem hier schon länger nichts mehr kam und ich mal wieder Lust auf ein (hoffentlich erfolgreiches) Fallbeispiel hatte, habe ich mir hier mal ein Szenario ausgedacht, bei dem hoffentlich alle Beteiligten mal wieder etwas überlegen und diskutieren können. Von daher hoffe ich auf rege Beteiligung und Interesse eurerseits!

    An einem sonnigen Freitagmmittag gegen etwa 13:00 Uhr wird eure Ortsfeuerwehr über DME alarmiert. Der Melder zeigt "TH 2 Y - VU P-klemmt". Ihr seit stellv. Zugführer euer Feuerwehr und die erste Führungskraft am Gerätehaus.

    In eurer Fahrzeughalle stehen MTW, LF 16/12 und RW zur Verfügung. Ihr besetzt das LF 16/12 als Gruppenführer. Da ihr aufgrund der Entfernung zur Einsatzstelle die ersten Kräfte an der Einsatzstelle sein werdet, entschließt ihr euch die Fahrzeuge mit den anderen 9 Kameraden zu besetzen und sofort auszurücken.

    6 Minuten nach Alarmierung rücken das LF (Besatzung 1/6/7 - 2 AGT ) und der RW (Besatzung 1/2/3) aus. Fahrzeugführer auf dem Rüstwagen ist ein langjähriger Kamerad mit Truppführer- und THL-Ausbildung.

    Fangen wir erstmal ganz allgemein an:
    •Was macht ihr alles auf der Anfahrt zur Einsatzstelle? (Bitte beachten, es geht erstmal nur um die Anfahrt!)

    Viel Spaß!
    Life is simple.
    Eat. Sleap. Safe Lives.
  • Ich würd erstmal Status 5 drücken und mir gerne wenn verfügbar information geben lassen (Vielleicht ist die Lage bekannt ?Art des Unfalls ?Fahrzeuge ? Dies geht mir als erstes durch den Kopf ) kann ich diese Information nicht bekommen würde ich mir Gedanken machen wie ich meine Fahrzeuge hinstelle

    Würde dann am die Erfahrenden hier im Forum weitergeben :D
    Helfen in der Not ist mein Gebot | Youtube :Kanal
    (Ich hafte nicht für Rechtschreibfehler)
  • Erstmal mit "d" :D
    Ich würde rausfahren (erstmal Pressluft an :D ), und mir weitere Infos geben lassen zum VU, wie @FeuerwehrDortmundLP schon sagte. Dann ggf. auch abfragen, welche weiteren Wehren mit welchen Fahrzeugen kommen. Falls der sowieso nicht schon vorne ist, würde ich den RW vorziehen lassen, damit dieser als erster an der EStelle ist und mit der Befreiung der Person beginnen kann. Falls ebenfalls nicht schon an 2. Stelle, würde ich das LF hinter den RW ziehen (sprich den MTW überholen, natürlich über Funk abklären), damit "meine" Kameraden auf dem LF am Einsatzort noch nen Schnellangriff aufbauen können, falls etwas anfangen sollte zu brennen bzw es sowieso nicht schon tut.
  • Wie auch schon die anderen Frage ich erstmal die Leitstelle nach weiteren Infos (Wie viele Beteiligte PKW? Anzahl verletzter/eingeklemmter bekannt? Polizei oder Rettungsdienst schon vor Ort?)

    Dann teile ich meine Mannschaft entsprechend ein. (Dass Primär erstmal erfahrene Kameraden im Angriffstrupp sind)


    Feuerwehr Marktheim Mod für Rigs of Rods
  • Auf der Anfahrt frage ich bei der LST an ob schon Kräfte vor Ort sind, ob es nähere Infos gibt und welche Kräfte noch Alarmiert sind.
    Sollte keine zweite Feuerwehr Alarmiert sein, lasse ich zusätzlich noch eine Ortsfeuerwehr mit einem zweiten Rüstsatz nachfordern.

    Ich spreche bereits während der Anfahrt zur EST über die bevorstehenden Tätigkeiten. Überlege mir, wer im Fahrzeug über die bestenErste-Hilfe Kenntnisse verfügt, und bestimmen noch vor Eintreffen am Einsatzort die Einsatzkraft, die sich ausschließlich um den Patienten kümmert.
  • Gut, ich glaube hier können können wir mal weitermachen.

    FF-NRÜ schrieb:

    Wie viele Beteiligte PKW? Anzahl verletzter/eingeklemmter bekannt? Polizei oder Rettungsdienst schon vor Ort?
    Ihr meldet euch beim Ausrücken bei der Leitstelle. Laut Notruf soll es sich um einen Verkehrsunfall mit 2 beteiligten PKW handeln, es soll 3 Verletzte geben, eine Person soll eingeklemmt sein. Rettungsdienst und Polizei sind bereits alarmiert und auf Anfahrt. Aus Erfahrung wisst ihr, dass die Polizei meistens längere Anfahrtswege hat und dadurch erst später eintrifft.
    Der Einsatzort soll sich etwa 2 Kilometer von eurem Gerätehaus entfernt auf einer Landstraße befinden.

    Eure Nachbarwehr ist ebenfalls alarmiert und mit einem TSF-W (Besatzung 1/5/6 - 2 AGT) auf Anfahrt.
    Die nächstgelegene Stützpunktfeuerwehr rückt mit ELW 1(Besatzung 1/2/3) und HLF 20 (Besatzung 1/8/9 - 4 AGT) an.

    AccWa schrieb:

    Spoiler-Alarm: Wird der MTW später noch besetzt?
    Wenn sich noch weitere Kameraden am Gerätehaus einfinden, rücken die mit dem MTW nach.

    FF-NRÜ schrieb:

    Dann teile ich meine Mannschaft entsprechend ein.
    Angriffstrupp und Wassertrupp auf eurem LF bestehen aus erfahrenen Kameraden, lediglich der Kamerad auf dem Meldersitz hat erst vor 2 Wochen den Truppmann-Lehrgang bestanden.
    Euer Angriffstruppführer ist zudem ausgebildeter Rettungssanitäter, alle anderen Kameraden verfügen über eine EH-Ausbildung.

    Einsatzleiter 911 schrieb:

    Ich spreche bereits während der Anfahrt zur EST über die bevorstehenden Tätigkeiten.
    •Gebt ihr der Mannschaft schon auf der Anfahrt Einsatzaufträge, wenn ja, welche?
    Life is simple.
    Eat. Sleap. Safe Lives.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Flo. Weserbergland ()

  • Einsatzleiter 911 schrieb:

    Sollte keine zweite Feuerwehr Alarmiert sein, lasse ich zusätzlich noch eine Ortsfeuerwehr mit einem zweiten Rüstsatz nachfordern.
    Zwei Rettungssätze habe ich mit LF16/12 und RW vor Ort.


    Flo. Weserbergland schrieb:

    •Gebt ihr der Mannschaft schon auf der Anfahrt Einsatzaufträge, wenn ja, welche?
    Erstmal teile ich denen die Lage mit. Prinzipiell würde ich erstmal nach FwDV vorgehen. DAs hängt ja auch von der LAge vor Ort ab und ob der RD schon da ist.

    AccWa schrieb:

    Na ja, egal. Auf jeden Fall würde ich erst den RW und dann das LF rausfahren lassen bzw so am Einsatzort eintreffen lassen.
    Nein macht man nicht. In der Regel ist das LF das Fahrzeug mit dem man näher am Fahrzeug arbeitet. Zweitens rückt der RW hinter dem LF aus, da der RW die Seilwinde hat und dann nach Erkundung entsprechend positioniert werden kann, um die Seilwinde einzusetzen. So ist es auch sehr ungünstig, wenn man die Seilwinde braucht und den Re.ttungssatz schon benutzt.
    Die Ignoranz und Faulheit mancher überrascht mich immer wieder!
  • Also Einteilung Meiner Mannschaft:
    ATF wird innerer Retter
    WT bildet den Angriffstrupp
    und der ATM bildet mit dem ME den Wassertrupp

    An der Einsatzstelle erstmal aufbau des Schnellangriffs. Weiteres kommt erst wenn ich die Einsatzstelle erkundet habe.

    Die Anrückenden Kräfte sind schon mehr als Genug sollen aber weiter durchfahren.


    Feuerwehr Marktheim Mod für Rigs of Rods
  • Als erstes steht ganz groß SICHERN im Vordergrund (gemäß dem Rettungsgrundsatz: Sichern - Versorgungsöffnung - lebensrettende Sofortmaßnahmen - Befreiung - Übergabe an RD/Sonstige Arbeiten):
    -Absicherung der Unfallstelle durch nachfolgenden Verkehr
    -Brandschutz
    -Absicherung des Unfallwagens

    Wie oben schon erwähnt, würde auch ich den RS als inneren Retter auswählen, dementsprechend muss durchgetauscht werden. Da ich den frischgebackenen Truppmann nicht direkt (v.a. nicht, wenn es sein erster VU ist) in den AT stecken möchte, muss er mit einem Kameraden den WT bilden (mit welchem, ist mir egal, am Sinnvollsten aber mit dem alten ATM).

    An der ESt soll der Maschinist das LF so abstellen, dass erstmal kein Fahrzeug mehr in unseren Arbeitsbereich fahren kann, genaueren Standort kann nach Erkundung und Eintreffen RW verbessert werden. Die Absicherung soll mittels Blaulicht, Abblendlicht, Warnblinklicht und Heckwarner erfolgen.
    Der Wassertrupp (=Sicherungstrupp) stellt das Faltdreieck zusammen mit einer Blitzleuchte 200m vor der Unfallstelle auf, danach sichern sie die ESt mit Pylonen (jeweils von beiden Seiten)
    Wenn noch kein RD vor Ort, geht der RS zusammen mit dem AT zu den verunfallten Fahrzeugen und erkundigt sich nach derem Zustand. Dafür nutzt der RS den Notfallrucksack o.ä.
    Der Angriffstrupp (=Rettungstrupp) nimmt schonmal Unterbaumaterial und Radkeile mit, um v.a. den PKW mit der eingeschlossenen Person zu sichern.
    Der Maschinist macht den Schnelleangriff einsatzbereit, der in der Anfangsphase erstmal unbesetzt, aber in direkter Griffweite liegt, zusammen mit einem Pulverlöscher fertig.

    Ich gehe in der Zwischenzeit vor und erkunde die Lage:
    -Welche PErson ist am meisten Gefährdet
    -Welche Gefahren muss ich beachten
    -Ich schaue unter die PKW, ob vllt. jmd. drunter liegt
    -ich erkundige mich, ob alle Unfallbeteiligten anwesend sind oder ob einer fehlt.


    110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
  • So, da hier schon über die Anfahrt hinaus "gespoilert" wird machen wir mal weiter.

    Nach wenigen Minuten Einsatzfahrt seht ihr auf der angegebenen Landstraße vor euch die Unfallstelle. Eure Nachbarwehr fährt aus der anderen Fahrtrichtung an und trifft zeitgleich mit euch ein. Der erste RTW des Rettungsdienstes trifft ebenfalls in diesem Moment ein.

    Die Lage stellt sich wie folgt dar: Ein Kleinwagen (PKW 1) liegt überschlagen rechts neben der Fahrbahn im Straßengraben. Ein Kombi (PKW 2) ist auf die Gegenfahrbahn geraten und in die Leitplanke der Gegenfahrbahn gekracht.

    Eure erste Erkundung ergibt folgendes: Durch den Aufprall in der Leitplanke haben bei PKW 2 die Airbags ausgelöst, beide Insassen haben allerdings keine sichtbaren Verletzungen und sind ansprechbar. Aus dem Motorraum dampft es und eine Flüssigkeit (vermutlich Kühlwasser) tritt aus dem PKW aus. Der Geruch von Treibstoff ist nicht zu vernehmen.

    Der Fahrer von PKW 1 wollte vermutlich dem Hindernis ausweichen, hat die Kontrolle über den Wagen verloren und der Wagen liegt überschlagen im Straßengraben. Auch hier riecht es nicht nach auslaufendem Treibstoff. Den Fahrer des PKW erkennt ihr aufgrund der Lage des Fahrzeugs nur schwer. Aus dem Fahrzeug kommt ein Stöhnen, auf geziehlte Ansprache reagiert der Fahrer aber nicht. Die Türen des Fahrzeugs lassen sich nicht öffnen. Entgegen des Beispielbildes ist die Kofferraumklappe geschlossen!

    Die RTW-Besatzung teilt sich auf. Während sich der Rettungssanitäter um die beiden Leichtverletzten in PKW 2 kümmert, kommt der Rettungsassistent zu euch, erkennt aber schnell, dass er in dieser Lage den Fahrer nicht erstversorgen kann. Der Gruppenführer des TSF-W kommt zu euch um das Vorgehen abzusprechen.

    •Habt ihr Rückfragen zur Lage?
    •Welche Aufträge übergebt ihr dem Fahrzeugführer des TSF-W?
    •Wie stellt ihr eure Fahrzeuge auf?
    •Welche Aufträge verteilt ihr an eure Fahrzeugbesatzungen?
    (Bitte beachten,in der Realität würden natürlich Erkundung und Erstmaßnahmen zeitgleich ablaufen, hier arbeiten wir der Übersichtlichkeit halber alles nacheinander ab)
    Bilder
    • Lage_TH-VU_1.png

      31,45 kB, 500×1.000, 63 mal angesehen
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  • Ist der Fahrer des 1.PKW eingeklemmt? wenn ja wie und wo? (ich denke mal das werden wir eh erst nach dem Vorgehen im PKW herausfinden)
    Sind die Personen im 2. PKW eingeklemmt oder einfach nur sitzen gelblieben?

    Das TSF-W kriegt den Auftrag ihren Schnellangriff auf den PKW 2 vorzunehmen und die Verkehrssicherung durchzuführen.

    Das LF 16/12 zieht soweit wie möglich zu dem 1. PKW vor, ohne dabei die Ganze Straße zu blockieren. GGf muss das Aggregat für Schere und Spreizer entnommen werden. Das TSF-W nach möglichkeit noch ein bisschen Zurück. Das muss dann aber auch in Absprache mit dem RD Personal passieren (wegen dem RTW)...erfahrungsgemäß sind diese jetzt aber erstmal beschäftigt.

    Mein AT geht mit dem Inneren Retter (IR) zum PKW vor und führt eine Sicherung des Fahrzeugs durch. (Ob nun mit Stabfast, Leiter oder was weiß ich wie ist mir egal) Sie sollen dann auch gucken, ob man ggf. über die Heckklappe ins Auto kommt, um von innen einen überblick zu erhalten.

    Der WT legt erstmal den Schnellangriff nach vorne und baut dann 5m vom Auto entfernt auf der Straße den Ablageplatz auf.

    Der MA nimmt die Pumpe in Betrieb und Sichert mit Licht etc. das Fahrzeug ab.

    Ich selber gebe die Lagemeldung an die LST: VU mit 2 PKW ein PKW liegt überschlagen im Graben, 3 verletzte Personen davon 2 Leichtverletzt und eine mit unbekannten Verletzungen im überschalgenen PKW. Derzeit 15 Einsatzkräfte von Feuerwehr und RD vor Ort. Alle alarmierten Kräfte sollen weiter Anrücken, 50m vor der Einsatzstelle in Bereitstellung gehen und sich bei Eintreffem über 2m beim GF-LF16 melden.


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  • Flo. Weserbergland schrieb:

    Habt ihr Rückfragen zur Lage?
    Ist beim PKW 1 erkennbar, ob Airbags ausgelöst haben?
    Woher wissen wir, dass nur eine Person im PKW1 sitzt und nicht mehrere?
    Wie ist das Wetter und somit der Untergrund am PKW1?


    Flo. Weserbergland schrieb:

    Welche Aufträge übergebt ihr dem Fahrzeugführer des TSF-W?
    Besatzung TSF-W: Brandschutz mittels Schnellangriff, Verkehrsabsicherung in ihre Anfahrtsrichtung, anschließend Unterstützung des RD am PKW2. (Unterstützen beim Aussteigen, Erste Hilfe,...)

    Flo. Weserbergland schrieb:

    Wie stellt ihr eure Fahrzeuge auf?
    TSF hinter den RTW, damit das HLF vorbei ziehen kann.
    LF16 hinter PKW 2 und nahe an PKW1, dann entnahme des Hydroaggregats. Den RW stelle ich so, dass ich vorallem mit Stabilisierungsmaterial nicht zu weit laufen muss, aber nicht zu nahe stehe.

    Flo. Weserbergland schrieb:

    Welche Aufträge verteilt ihr an eure Fahrzeugbesatzungen?
    AT mit Stabiliersierungsmaterial zum PKW 1 zum Sichern vor.
    IR zum PKW1, suchen einer Zugangsmöglichkeit zum Patienten und Kontakt zu diesem. Außerdem Absprache mit der RTW-Besatzung bzgl. Versorgung.
    WT Absicherung des Verkehrsraumes aus unserer Anfahrtsrichtung, Anschließend Aufbau Geräteablage in Zusammenarbeit mit MA und Trupp RW
    RW: Ausleuchten der ESt, anschließend Unterstützung bei Geräteablage.


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  • Zur Lage: Wann ist das NEF da? Hat der PKW1 Verformungen oder liegt er einfach nur auf dem Dach? Insebesondere die Front anschauen ob es hier Einschläge gab.

    Das TSF-W soll sich um den PKW2 kümmern und Verkehrsabsicherung aus deren Richtung.

    Den RW unterstelle ich mir als Schlauchtrupp.

    Weiteres Vorgehen erfolgt nach Rücksprache mit dem RD: Wer stellt den inneren Retter, außerdem wie schnell muss der Pat raus.
    Zur Rettung gäbe es zwei vorgehen: Achsengerecht über Kofferraum oder drehen mittels Seilwinde und dann durch die Fahrertür raus. Hängt auch von der Beirteilung durch den RD ab.

    Je nachdem muss ich auch den RW anders positionieren
    Die Ignoranz und Faulheit mancher überrascht mich immer wieder!
  • Soo, dann machen wir mal weiter.

    FF-NRÜ schrieb:

    Ist der Fahrer des 1.PKW eingeklemmt? wenn ja wie und wo?
    Sind die Personen im 2. PKW eingeklemmt oder einfach nur sitzen gelblieben?
    Durch die Lage des PKW könnt ihr bisher nichts weiter erkennen. Der Fahrer scheint jedoch angeschnallt gewesen zu sein.
    Die 2 Personen aus dem anderen PKW sind lediglich aufgrund des Schocks im PKW sitzen geblieben und nicht eingeklemmt.

    sb-modder schrieb:

    Ist beim PKW 1 erkennbar, ob Airbags ausgelöst haben?
    Woher wissen wir, dass nur eine Person im PKW1 sitzt und nicht mehrere?
    Wie ist das Wetter und somit der Untergrund am PKW1?
    Ihr könnt am PKW keine ausgelösten Airbags erkennen.
    Sagen wir es so...ihr erkennt zumindest nur eine Person im PKW.
    Das Wetter ist sonnig, um die 18°C und trocken.

    str1k3r schrieb:

    Hat der PKW1 Verformungen oder liegt er einfach nur auf dem Dach? Insebesondere die Front anschauen ob es hier Einschläge gab.
    Das Dach ist durch den Überschlag etwas eingedrückt, die Front weißt leichte Beschädigungen durch den Einschlag im Straßengraben auf. Die Türen und die Heckklappe des Fahrzeugs lassen sich nicht öffnen.

    Ihr gebt die entsprechende Lagemeldung an die Leitstelle ab.
    Die Besatzung des TSF-W übernimmt den Brandschutz und die Sicherung am PKW 2 und sichert die Einsatzstelle in nördliche Richtung ab.
    Vom Rettungsdienst treffen das NEF und ein weiterer RTW ein. Der RA vom NEF übernimmt die Einsatzleitung-RD und koordiniert die weiteren Rettungsmittel.
    Euer Angriffstrupp sichert das Fahrzeug mit dem Stab-Fast-System. Der Wassertrupp legt den Schnellangriff bereit und beginnt die Geräteablage vorzubereiten.
    Die RW-Besatzung sichert die Einsatzstelle weiträumig nach hinten ab und unterstützt dann bei der Geräteablage.


    Der Notarzt des NEF kommt zu euch und macht sich einen Überblick über die Lage. Der RA vom ersten RTW soll nun als innerer Retter in den PKW und den Patienten vor der Rettung möglichst stabilisieren und immobilisieren. Der Notarzt befürwortet erst eine Versorgungsöffnung zum Patienten zu schaffen und dann die Rettungsmethode festzulegen.

    Der ELW 1 und das HLF 20 der Stützpunktwehr dürften in wenigen Minuten eintreffen.



    •Fragen?
    •Weiteres Vorgehen?
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    Eat. Sleap. Safe Lives.
  • Ich würde mal schauen, in wie weit ich durch das Fenster in der Fahrertür zum Patienten schauen kann und ob ich über das Fenster der Beifahrertür hineinkomme.
    Dann, wie von @FF-NRÜ beschrieben, die Kofferraumklappe öffnen, damit der RA-RTW als IR ins Auto kann.

    Dann würde ich eine Schrottablage schonmal bestimmen, damit ich nicht später alles irgendwo hinschmeiße. Die Schrottablage würde ich in Richtung NEF ca. 5 Meter vom PKW 1 entfernt im Straßengraben bzw. dort am Straßenrand festlegen.
    Des Weiteren lege ich in Absprache mit dem kom. OrgL/ELRD fest, wo die Geräteablage RD ist. Ich würde diese vor dem TSF-W platzieren.

    Aus welcher Richtung kommt den die Stützpunktwehr?
    Das HLF würde ich aktuell etwas weiter hinten parken, den AT davon hätte ich dann aber gerne vorne dabei.
    Der ELW soll beim HLF bleiben und soll ab dann die Rückmeldungen an die Leitstelle geben. Der Fahrzeugführer ELW soll von mir aus Gesamteinsatzleiter werden, denn ich würde zwei - drei Einsatzabschnitte bilden (ja, auch wenn dies keine große Einsatzstelle ist, ist dies von der Koordination besser zu händeln)
    Ich würde dann EAL Technische Rettung werden und mich zusammen mit meiner Besatzung von LF16 und RW um den PKW1 kümmern (somit ist nur noch PKW1 Bestandteil unseres FBs). Der GF vom HLF übernimmt die EAL um den PKW 2 und bekommt noch das TSF-W unterstellt. Der komm. OrgL/ELRD übernimmt die EAL Rettungsdienst in Zusammenarbeit mit dem Fahrer 1. RTW als Leiter Rettungsmittelhalteplatz. (Ich gehe jetzt mal so vor, wie ich es organisatorisch aus meiner FF und vom Rettungsdienst her bei uns im Saarland kenne, Abweichungen erlaubt ;) )

    Ab jetzt sind nur noch direkt am PKW arbeitende Personen im 5-Meter-Radius ums Fahrzeug zu finden - das wären aktuell vier, max. 5 Mann (AT, RA, NA, (evtl. ich als EAL TR))
    Da keine ausgelösten Airbags zu erkennen sind, sollten wir erstmal nach der AIRBAG-Regel vorgehen, d.h. wir halten erstmal Abstand zu möglichen Airbags, erkunde (also der IR) den Innenraum, wo Airbags sitzen (an der Beschriftung zu erkennen), warne alle am PKW arbeitenden Rettungskräfte, Batterie abklemmen (kommt nicht in Frage, entfällt daher), Abnehmen der Innenverkleidung (muss nicht unbedingt sein), Gefahr eines verzögerten Auslösens.

    Des Weiteren soll der IR schauen, ob er eine Rettungskarte vom PKW findet. Wenn nicht, folgende Frage: Ist es über den ELW möglich, Rettungskarten verschiedener Fahrzeugtypen per Tablet-PC aufzurufen?


    110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
  • Flo. Weserbergland schrieb:

    Die Türen und die Heckklappe des Fahrzeugs lassen sich nicht öffnen.
    Lassen sich die Türen nicht öffnen, weil Fahrzeug verformt oder weil Erdreich im Weg? Prinzipill würde ich für die Zugangs- und Versorgungsöffnung die Fahrer oder Beifahrertür bevorzugen.

    Sicherung mit Unterlegkeilen oder Unterbaumaterial an Fronthaube und Kofferraumkante wäre noch zu klären ob notwendig.
    Die Ignoranz und Faulheit mancher überrascht mich immer wieder!