Feuerwehr "light"

    • Feuerwehr "light"

      In der Oberpfalz (wo auch sonst) kam ein Kommandant auf die "großartige" Idee, in seiner Feuerwehr eine Light-Version einzuführen.
      Ob das nun sinnvoll ist oder nicht sei mal dahin gestellt. Wichtig ist meiner Meinung nach, das die Kräfte dieser Löschgruppe "light" mindestens eine abgeschlossene Grundausbildung aufweisen können.

      Aber hauptsächlich geht es, so wie ich das verstanden habe eigentlich darum, dass viele den Dienst in der Feuerwehr scheuen, weil sie nicht am Vereinsleben teilnehmen möchten.

      Zeitungsartikel Chamer Zeitung schrieb:

      Der Grundgedanke: Bürgern die Möglichkeit bieten, auch als Feuerwehrdienstleistende zu wirken, ohne große Verpflichtungen gegenüber dem Verein eingehen zu müssen.
      "Ich denke da an eine Löschgruppe, die sich vielleicht quartalsweise trifft, um das grundsätzliche Handwerk, das bei einem Einsatz benötigt wird, zu erlernen"
      [...]
      "Ich kenne schon jemanden, der sich ebenfalls als Retter und Helfer einbringen will, jedoch von vornherein betont hatte, er wolle nicht bei einer Fahnenweihe mitmarschieren."
      Die Frage die sich mir aufdrängt, braucht es unter diesen Vorraussetzungen überhaupt diese Light-Löschgruppe?
      Nur weil "ich" mich nicht am Vereinsleben außerhalb des Einsatzdienstes beteiligen möchte kann ich doch trotzdem im Rahmen meiner Möglichkeiten am "normalen" Ausbildungsdienst teilnehmen.
      Ich bin zu neunzig Prozent der Meinung, dass achtzig Prozent der Bevölkerung hundertprozentig zu verarschen sind.

      (Dieter Hildebrandt 1927-2013)
    • Musste den Artikel tatsächlich mehrfach durchlesen um zu verstehen um was es geht... Vielleicht sollte der Feuerwehrbegeisterte Kommandant seinen nächsten Brandschutzurlaub statt in Griechenland einmal in Hamburg, Hessen oder einem anderen Bundesland ausserhalb Bayerns machen um zu sehen wie Feuerwehr 2018 aussehen kann...
      "Ich habe unseren alten Freund Udo Lattek in der Halbzeit gesehen,.... er hat geweint."
      Karl-Heinz Rummenigge am Abend des 8. April 2009 in Barcelona
    • Neu

      Hab mich im anderen Forum dazu auch schon geäußert: Schwachsinn!

      Was uns am Tage fehlt sind die ausgebildeten Kräfte mit AGT oder TH-Lehrgang, in den anderen Orten teilweise noch GF. Die Kameraden, die im besten Fall die Grundausbildung haben und einmal im Quartal zur Ausbildung und im Endeffekt die Wasserversorgung aufbauen können und gegen den Verkehr absichern, die brauche ich nicht. Den Schlauchtrupp konnten wir bis jetzt immer besetzen oder das zweite LF übernimmt die Aufgaben. Wichtig ist doch, dass ich auf dem ersten LF möglichst schnell den Maschinisten, einen GF und vier AGT habe um raus zu können.

      Für mich spricht das "teilnehmen müssen" am Vereinsleben auch für eine typische Dorfwehr. Bei großen FF mit 150-200 Einsätzen im Jahr plus teilweise wöchentlichen Übungsdiensten haben die meisten und besonders die Führugnskräfte Verständnis dafür, wenn ich nach dem Übungsdienst weg bin und nicht noch ne Stunde beim Bier zusammensitze. Genauso, dass ich noch zur JHV o.ä. komme aber nicht jedes komische Essen und Grillen mit mache.

      Viele FF sind bei uns auch nicht ohne Grund in mehrere organisatorische Gruppen oder Züge aufgeteilt. Der eine ist dann vll der ältere, geselligere, im anderen sind dann mehr junge oder welche die wenig Interesse am Vereinsleben haben
      Die Ignoranz und Faulheit mancher überrascht mich immer wieder!