Schaulustige - Sei kein Gaffer

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    • Schaulustige - Sei kein Gaffer

      „Schaulustige“, ein von der Sparkasse Osnabrück geförderter Kurzfilm, ist ein Filmprojekt mit der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück, dem Bürgerverein Wüste e.V. und den Filmemachern Elena Walter und Emanuel Zander-Fusillo von der Blickfänger GbR.Der Film soll eine gesteigerte öffentliche Wahrnehmung für das Thema „Schaulustige bei einem Rettungseinsatz“ bewirken und dazu auffordern kein Gaffer zu werden.



      Was haltet ihr vom Film? Ich finde ihn super. Leider gibt es für die Gaffer meiner Meinung nach immer noch zu wenig Strafe...
    • Ich finde das der Film richtig gut ist, er mag auf den ersten Blick überzogen erscheinen, bewirkt aber hoffentlich wenn man ihn sacken lässt das die Leute so was nicht machen.
      Ich schließe mich dir an das die Strafen immernoch zu gering sind.

      Grüße

      Y112
      Gott hat dem Menschen das Feuer gezeigt, weil er von selbst weiß wie man es wieder löscht.
    • Da ist natürlich schon viel Interpetationsspielraum ich finde es eher blöd das (zu mindest bei uns in der Gegend) da zu wenig geahndet wird weil die Einsatzkräfte vor Ort(abgesehen von der POL) beschäftigt sind und deshalb viele gar keine Strafen bekommen aber so weit ich weiß kann Gaffen (wenn es als Ordnungswidrigkeit eingestuft wird) ein Bußgeld von 20€ aufwärts nach sich ziehen.
      Das ist aber meine Meinung und beruht nicht auf Fakten (natürlich bis auf die Bußgeldangabe)

      Grüße

      Y112
      Gott hat dem Menschen das Feuer gezeigt, weil er von selbst weiß wie man es wieder löscht.
    • Und was sollen höhere Strafen bringen? In den USA gibt es für Mord die Todesstrafe, zumindest in einigen Bundesstaaten, und trotzdem werden weiterhin Menschen ermordet. In Deutschland werden gefühlt alle 2 Jahre die Bußgelder für zu schnelles Fahren, Handy am Steuer etc. erhöht und komischerweise machen es immer noch genug.

      Zumal diese ganzen, jetzt muss ich mich für den Ausdruck entschuldigen, Schwachsinns Gesetze die in letzter Zeit dazu erlassen wurden da zähle ich die zum "Schutz der Rettungskräfte" mal mit, absolut überflüssig sind und uns in keinster Weise ein mehr an Schutz bieten bzw. irgendwas bewirken. Diese Gesetze die das Papier nicht wert sind auf dem sie stehen tun nur eins, sie gaukeln den Menschen vor das die Politik was gemacht hat und verschaffen den Politikern ein billiges Alibi worauf sie sich ausruhen können.
      "Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen"
      George Bernard Shaw

      "Ich muss Politik und Krieg studieren, damit meine Söhne die Freiheit haben Mathematik und Philosophie zu studieren"
      John Adams
    • Y112 schrieb:

      ich finde es eher blöd das (zu mindest bei uns in der Gegend) da zu wenig geahndet wird weil die Einsatzkräfte vor Ort(abgesehen von der POL) beschäftigt sind und deshalb viele gar keine Strafen bekommen

      An der Verwendung von Satzzeichen ist noch niemand gestorben.

      Also zunächst: Für die Strafverfolgung ist immer noch die Polizei zuständig. Also selbst wenn dort ein kompletter Löschzug ohne Aufgabe rumsteht, obliegt die Strafverfolgung den Polizisten vor Ort. Und wenn es bei euch so ist, dass die Polizisten vor Ort nicht beschäftigt sind und die Gaffer es übertreiben, dann tut es mir leid, dann sind die Polizisten und der Einsatzleiter zu blöd.


      Th3Wall schrieb:

      Zumal diese ganzen, jetzt muss ich mich für den Ausdruck entschuldigen, Schwachsinns Gesetze die in letzter Zeit dazu erlassen wurden da zähle ich die zum "Schutz der Rettungskräfte" mal mit, absolut überflüssig sind und uns in keinster Weise ein mehr an Schutz bieten bzw. irgendwas bewirken. Diese Gesetze die das Papier nicht wert sind auf dem sie stehen tun nur eins, sie gaukeln den Menschen vor das die Politik was gemacht hat und verschaffen den Politikern ein billiges Alibi worauf sie sich ausruhen können.

      Das möchte ich so nicht stehen lassen, durch die Gesetzesänderung wurden Einsatzkräfte besser geschützt. Wobei Gaffen, Behinderung und Angriff auf Rettungskräfte doch irgendwie zusammenhängen.

      Ärzteblatt schrieb:

      Demnach wird ein tätlicher Angriff künftig schon bei einfachen „Dienst­handlungen“ wie Streifenfahrten und Unfallaufnahmen mit einer Freiheitsstrafe nicht unter drei Mona­ten und bis zu fünf Jahren bestraft.

      Bisher droht Angreifern dies nur bei „Vollstreckungs­hand­lungen“ wie Festnahmen. Rettungskräfte und Feuerwehrleute werden analog wie Polizisten behandelt.
      Vollstreckungshandlungen können nur Polizeibeamte durchführen, aber die Ableistung eines normalen Brandeinsatzes an dem Feuerwehr und Rettungsdienst beteiligt sind läuft unter Diensthandlungen.

      Schau mal nach, was auf der Seite des Bußgeldkatalogs dazu geschrieben wird.
      "Wie immer kommt es darauf an, wer wem was wann wo sagt.
      Wenn zum Beispiel ein General zu mir 'Idiot' sagt, ist das nur eine Beleidigung.
      Im umgekehrten Fall kann das schon der Verrat militärischer Geheimnisse sein."

      ________________________________________________________________~ Volker Pispers
    • Jenkyll schrieb:



      Th3Wall schrieb:

      Zumal diese ganzen, jetzt muss ich mich für den Ausdruck entschuldigen, Schwachsinns Gesetze die in letzter Zeit dazu erlassen wurden da zähle ich die zum "Schutz der Rettungskräfte" mal mit, absolut überflüssig sind und uns in keinster Weise ein mehr an Schutz bieten bzw. irgendwas bewirken. Diese Gesetze die das Papier nicht wert sind auf dem sie stehen tun nur eins, sie gaukeln den Menschen vor das die Politik was gemacht hat und verschaffen den Politikern ein billiges Alibi worauf sie sich ausruhen können.
      Das möchte ich so nicht stehen lassen, durch die Gesetzesänderung wurden Einsatzkräfte besser geschützt. Wobei Gaffen, Behinderung und Angriff auf Rettungskräfte doch irgendwie zusammenhängen.

      Ärzteblatt schrieb:

      Demnach wird ein tätlicher Angriff künftig schon bei einfachen „Dienst­handlungen“ wie Streifenfahrten und Unfallaufnahmen mit einer Freiheitsstrafe nicht unter drei Mona­ten und bis zu fünf Jahren bestraft.

      Bisher droht Angreifern dies nur bei „Vollstreckungs­hand­lungen“ wie Festnahmen. Rettungskräfte und Feuerwehrleute werden analog wie Polizisten behandelt.
      Vollstreckungshandlungen können nur Polizeibeamte durchführen, aber die Ableistung eines normalen Brandeinsatzes an dem Feuerwehr und Rettungsdienst beteiligt sind läuft unter Diensthandlungen.
      Schau mal nach, was auf der Seite des Bußgeldkatalogs dazu geschrieben wird.
      Ok, ich denke durch meinen Beruf definiere ich Schutz etwas anders als Zivilisten in Deutschland. Da habe ich mich dann eventuell unglücklich ausgedrückt.
      Ich denke wir können uns darauf einigen, dass ein Stück Papier niemanden vor irgendwas schützt und die Leute die Einsatzkräfte bewusst schädigen wollen, sei es beim G20, 1.Mai oder Silvester etc., das auch weiterhin tun werden ob die nun bis zu 3 Jahre oder 15 kriegen. Ich denke auch darauf kann man sich einigen.

      Wie in dem Absatz oben schon richtig angemerkt hast, ist Strafverfolgung Sache der Polizei das gilt auch für wild gewordene Feuerwehrleute auf der Autobahn. Die Problematik dabei trifft genau Y112 Aussage, wir haben schlicht zu wenig Polizisten. In Deutschland fehlen etwa 15.000, daran wird sich so schnell auch nichts ändern und von fehlenden Richtern, Staatsanwälten reden wir da noch nicht einmal.

      Wir hatten auch vorher gesetzlich schon genügend Möglichkeiten um diesem Problem Herr zu werden, sei es durch Platzverweise, Absperrungen (Ja man kann auch eine Autobahn komplett sperren, dann filmt auch keiner beim vorbeifahren)etc.. Das Ganze funktioniert aber auch nur wenn die Strafverfolgungsbehörden, in diesem Fall die Polizei, ihren Job richtig machen kann.

      Das wird mit einer Streifenwagenbesatzung an der Einsatzstelle schwierig und das ist zumindest auf dem Land meistens der Fall. Ich habe das auch schon erlebt das bei uns die Polizei bei einem Verkehrsunfall, nach etwa 20-25 km Anfahrt, nur kurz für Fotos und Aufnahme gekommen ist und danach gleich wieder weg war wegen einem Folgeeinsatz. Das sind aber gleichzeitig die Polizisten die von dir angesprochene Gesetze durchsetzen sollen und die Rettungskräfte schützen sollen. In Städten mag dieses Problem nicht so gravierend sein, weil dort mehr Polizeikräfte vorhanden sind, aber auf dem Land ist es eines.
      Für die Politik ist das recht einfach, die schieben zur Sommerpause dieses Gesetz durch, klopfen sich auf die Schulter das sie Deutschland wieder "sicherer" gemacht haben und die Menschen glauben das. Und jetzt der Knaller, das Ganze hat den Bund und die Länder nicht einen Cent gekostet. Würde man jetzt beigehen und würde die fehlenden Stellen bei der Polizei, den Gerichten und Staatsanwaltschaften schaffen, würde das Unsummen an Geld kosten. Die schwarze Null wäre nicht zu halten.
      "Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen"
      George Bernard Shaw

      "Ich muss Politik und Krieg studieren, damit meine Söhne die Freiheit haben Mathematik und Philosophie zu studieren"
      John Adams
    • Ich finde den Film besser, also Autofahrer auf der Autobahn mit Wasser zu bespritzen. Somit schonmal ein Schritt in die richtige Richtung.

      Ich persönliche finde aber er ist zu krass. Und spricht keine Gaffer mehr an sondern eher Menschen mit einer massiven psychischen Störung. Ich mein dort macht definitiv eine gestörte Person ein Seflie mit einer schwer verletzten Person und schickt das seiner Mutter. Bemerkt aber dabei nichtmal das sie es ist. Während sich die anderen am Feuerwehrfahrzeug bedienen als wäre es ein Kaufhauf.

      Ich glaube das nicht das sich ein LKW-Fahrer der an einer Unfallstelle vorbeifährt und die Unfallstelle filmt oder ein Passant der bei einen Großbrand zuschaut und wichtige Ratschläge gibt davon angesprochen fühlt. Aber vielleicht sehe ich das auch falsch. Keine Ahnung.

      Wenn es etwas allgemein ansprechender wäre, fände ich eine breitere Kampagne gut. Wie diese "Runter vom Gas"-Schilder an den Autobahnen. Oder als Werbespots.