Verkehrsunfall auf der A3 mit drei Toten - Gaffer werden mit Wasser bespritzt

    • Verkehrsunfall auf der A3 mit drei Toten - Gaffer werden mit Wasser bespritzt

      Guten Abend,

      am heutigen Donnerstag morgen hat sich auf der A3 ein Unfall ereignet. Bei diesem Unfall waren leider 3 tote das Resultat. Während die Feuerwehr mit den Rettungs bzw. Bergungsmaßnahmen begann, waren natürlich wieder viele unbefriedigte Gaffer auf den Straßen unterwegs. Wiedermal wurden Handys gezückt und Fotos/Videos gemacht was das Zeug hält. Diesmal sind allerdings die Feuerwehren dagegen vorgegangen. Alle Autos dessen Fahrer Handys in der Hand hatten, wurden mit Wasser bespritzt und im Nachhinein von der Polizei aus dem Verkehr gezogen.

      Was haltet ihr mit dieser Vorgehensweise mit dem bespritzen der Autos?

      Liebe Grüße

      Nachweise:

      facebook.com/FeuerwehrWaldasch…xOFmoplUaESStaLmw&fref=nf

      focus.de/regional/videos/fahrz…l?fbc=fb-shares%3FSThisFB

      Beitrag von Y112 ()

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    • Ich muß ehrlich sagen ich verstehe euch nicht.

      Wir sind doch hier nicht im Kindergarten !! Mit solchen Aktionen macht sich die Feuerwehr lächerlich !!

      Man kann Schutzwände aufbauen. Man kann die Gaffer selbst filmen und zur Anzeige bringen. Oder einfach die Autobahn sperren. Das sind vernüftige Lösungen.

      Was ist wenn: - sich einer beim "Beschuss" erschrickt, das Lenkrad vereisst und es zum nächsten Unfall kommt?
      - einer das Fenster unten hat, und das ist beim Gaffen garnicht so unwahrscheinlich, und jetzt ein Schaden entstanden ist
      - oder sonst wir ein Schaden am Auto entstanden ist

      Wer steht dann für die Kosten grade?

      Ich bin mir totsicher das es dort Klagen regnen wird, und muß ehrlich sagen zu recht!

      Die Feuerwehr sollte als Vorbild voran gehen. Und vernüftige Wege finden sich da zu wehren.

      Abgesehen davon finde ich es absolut nervend das das Thema Gaffer jeden Monat neu aufgerollt wird. Mich kotzt es nur noch an !! Wir kennen doch nun alle das Problem und es wird doch nicht besser, wen bei jedem tödlichen Unfall dieses Thema nochmal durch alle Zeitungen gewälzt wird. Zu mal es meiner Meinung nach, mit fehlenden Mitgliedern, mangelnder Tageseinsatzbereitschaft und veralteter Technik. Bedeutend größere Probleme in ganz Deutschland gibt. Aber stand uns damit zu Beschäftigen und nach Lösungen zu suchen, schimpfen wir lieber den ganzen Tag über Gaffer. Und bespritzen sie mit Wasser.
    • Bleib mal auf dem Boden, wir reden hier von Schnittgeschwindigkeit, da kannst du das Lenkrad zwei mal verreisen wenn es sein muss... Eine nette Idee, nicht mehr nicht weniger und das Thema war wieder einmal in die Medien. Nächste Woche redet schon keiner mehr davon.
      "Ich habe unseren alten Freund Udo Lattek in der Halbzeit gesehen,.... er hat geweint."
      Karl-Heinz Rummenigge am Abend des 8. April 2009 in Barcelona
    • homer_J schrieb:

      Ich muß ehrlich sagen ich verstehe euch nicht.

      Wir sind doch hier nicht im Kindergarten !! Mit solchen Aktionen macht sich die Feuerwehr lächerlich !!
      Wie würdest du dich den fühlen wenn dich die Leute filmen (egal ob als Einsatzkräft oder Verletzter)


      homer_J schrieb:

      Man kann Schutzwände aufbauen.
      Die hat nicht jede Stadt bzw Feuerwehr .(Würde ich aber auch als beste Lösung sehen )


      homer_J schrieb:

      Man kann die Gaffer selbst filmen und zur Anzeige bringen
      Soll das dann auch noch die Polizei machen ? Die haben auch noch andere Aufgaben.


      homer_J schrieb:

      Oder einfach die Autobahn sperren

      Wodurch es zu stundenlangen Stau kommen kann und die Leute auf der Autobahn anfangen zu wenden oder die Geduld zu verlieren ?


      homer_J schrieb:

      Die Feuerwehr sollte als Vorbild voran gehen. Und vernüftige Wege finden sich da zu wehren.
      So viele Polizisten/in und Staatsanwälte/inen haben wir garnicht wie man es benötigen würde.

      Dies ist einfach meine Meinung/Sichtweise zu deinem Aussagen . Sonst kann man sich gerne auch über PN unterhalten :)

      (Ich möchte auch keine Diskussion anstacheln , nur sage ich direkt meine Meinung/Sichtweise)


      FFWMOG schrieb:

      Bleib mal auf dem Boden, wir reden hier von Schnittgeschwindigkeit, da kannst du das Lenkrad zwei mal verreisen wenn es sein muss... Eine nette Idee, nicht mehr nicht weniger und das Thema war wieder einmal in die Medien. Nächste Woche redet schon keiner mehr davon.
      Weil am Ende trifft @FFWMOG sehr gut meine Aussage :)
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    • homer_J schrieb:

      Nach dem anfänglichen "Bejubeln", scheint nun auch bei allen wieder Vernunft eingekehrt zu sein. Nach diesem Artikel war das die Aktion eines einzelnen Feuerwehrmannes, welche nicht mit der Polizei abgesprochen war. Wie es in einigen Zeitungen geschrieben wurde.

      merkur.de/bayern/gaffer-auf-a3…-von-polizei-9352769.html

      main-echo.de/regional/stadt-kr…affenburg/art3986,5216431

      Es wird spannend bleiben :(
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    • FeuerwehrDortmundLP schrieb:

      Es wird spannend bleiben

      Hallo,

      inwiefern spannend? Die Staatsanwaltschaft hat ja bereits signalisiert, dass kein Strafverfahren, vermutlich mangels öffentlichen Interesses eingeleitet wird bzw. ein solches eingestellt werden würde.
      Intern dürften dem Kamderaden wohl auch nicht viel Konsequenzen drohen, da ja in Feuerwehrkreise überwiegend Symphatie ihm gegenüber herrscht.

      Trotzdem sollte jeder davor gewarnt sein, das Verhalten des Kameraden nachzuahmen. Da ist man sofort im Bereich des Tatbestandes des Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, welcher strafbar ist.

      Ich habe selbst oft genug bei Einsätzen Gaffer erlebt und mich darüber geärgert. So lange diese nicht in die Einsatzstelle eindringen sollte man diese am besten ignorieren oder den Sachverhalt der Polizei mitteilen, denn als Feuerwehrler hat man de jure keine Handhabe gegen Gaffer, so lange diese die abgesperrte Einsatzstelle nicht betreten und die Arbeit nich über das "Normalsmaß" hinaus behindern. Maßnahmen des "unmittelbaren Zwanges", (dazu gehört das gewaltsame Entfernen von Gaffern, der Ausspruch von Platzverweisen oder auch das "Bespritzen von Personen oder Fahrzeugen) obliegen in solch einem Fall alleine der Polizei.

      Im Grunde hat man als Feuerwehrler bei solchen "Alleingängen" danach nichts außer Ärger und man sollte sich keinesfalls auf die "Kulanz" der Staatsanwaltschafen verlassen.

      Auch die Führung der Wehr und des hiesigen Landkreises hat die Aktion als unüblich und nicht den "Standards" entsprechend beurteilt und sich sogar eingestanden, dass die Führungskräfte vor Ort die Aktion sofort hätten unterbinden müssen.

      Auch wenn das Handeln des Kameraden moralisch durchaus nachvollziehbar und verständlich ist, sollte das auf keinen Fall "Schule machen". Wie oft predigt man seinen JF'lern, dass es ein No-Go ist, andere, auch wenn nur mit dem C-Rohr, zu bespritzen... Da muss man auch der Vorbildfunktion gerecht werden und so etwas unterlassen und professionell bleiben.

      Grüße
      FFler24
    • Neu

      Dani112 schrieb:

      FeuerwehrDortmundLP schrieb:

      Es wird spannend bleiben
      Hallo,

      inwiefern spannend? Die Staatsanwaltschaft hat ja bereits signalisiert, dass kein Strafverfahren, vermutlich mangels öffentlichen Interesses eingeleitet wird bzw. ein solches eingestellt werden würde.
      Intern dürften dem Kamderaden wohl auch nicht viel Konsequenzen drohen, da ja in Feuerwehrkreise überwiegend Symphatie ihm gegenüber herrscht.
      Spannend war vielleicht etwas falsch formuliert .

      Momtan hört man viel von dem Feuerwehrmann und es wird darüber diskutiert , aber über ein Verfahren der Täter (Gaffer ) hab ich momentan nichts mitbekommen .

      Es würden zwar Bußgelder in den Medien erwähnt (Zu dem Zeitpunkt wo der Kommentar geschrieben wurde )
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    • Neu

      FeuerwehrDortmundLP schrieb:

      Momtan hört man viel von dem Feuerwehrmann und es wird darüber diskutiert , aber über ein Verfahren der Täter (Gaffer ) hab ich momentan nichts mitbekommen .

      Es würden zwar Bußgelder in den Medien erwähnt (Zu dem Zeitpunkt wo der Kommentar geschrieben wurde )

      Hallo,

      das liegt auch daran, dass bloße Gaffen, ohne dabei ein Fahrzeug zu führen, an sich (noch) nicht strafbar ist. So lange die Gaffer keine Videos oder Fotos vom Opfer selbst machen, liegt keine Strafbarkeit vor. So können letzendlich seitens der Polizei lediglich Bußgelder verhängt werden, wenn der Gaffer bspw. ein Fahrzeug führt und währendessen das Mobiltelefon benutzt oder den nachfolgenden Verkehr behindet.
      So bewegen sich nahezu alle Delikte rund um das Gaffen im Bereich der Ordnungswidrigkeiten.

      Die Legislative arbeitet jedoch derzeit eine Ergänzung im Gesetz aus, das dann auch das bloße "Gaffen" zur Straftat macht.

      Auch dass der Feuerwehrmann nun von den Medien zu gepusht und als Held dargestellt wird, ist sehr bedenklich. Leider muss man einfach festhalten, dass das Gen des Gaffers in jedem Menschen "vorhanden" ist, nur eben unterschiedlich stark ausgeprägt.
      Auch Presse und Medien sollten sich da etwas zurücknehmen. Dass genau diese das Gaffen so scharf verurteilen ist sehr zynisch. Wir haben es schon öfter selbst erlebt, dass die Pressefotografen teils vor uns am Einsatzort waren...


      Grüße
      FFler24
    • Neu

      Dani112 schrieb:


      das liegt auch daran, dass bloße Gaffen, ohne dabei ein Fahrzeug zu führen, an sich (noch) nicht strafbar ist. So lange die Gaffer keine Videos oder Fotos vom Opfer selbst machen, liegt keine Strafbarkeit vor. So können letzendlich seitens der Polizei lediglich Bußgelder verhängt werden, wenn der Gaffer bspw. ein Fahrzeug führt und währendessen das Mobiltelefon benutzt oder den nachfolgenden Verkehr behindet.
      So bewegen sich nahezu alle Delikte rund um das Gaffen im Bereich der Ordnungswidrigkeiten.

      Die Legislative arbeitet jedoch derzeit eine Ergänzung im Gesetz aus, das dann auch das bloße "Gaffen" zur Straftat macht.

      Auch dass der Feuerwehrmann nun von den Medien zu gepusht und als Held dargestellt wird, ist sehr bedenklich. Leider muss man einfach festhalten, dass das Gen des Gaffers in jedem Menschen "vorhanden" ist, nur eben unterschiedlich stark ausgeprägt.
      Auch Presse und Medien sollten sich da etwas zurücknehmen. Dass genau diese das Gaffen so scharf verurteilen ist sehr zynisch. Wir haben es schon öfter selbst erlebt, dass die Pressefotografen teils vor uns am Einsatzort waren...


      Grüße
      FFler24
      Ich fände es auch etwas überzogen einen Beifahrer wenn er zur Unfallstelle schaut dafür zu bestrafen. Wenn er dabei nicht filmt oder irgendwie jemand gefährdet wird. Muß sich dadurch doch kein Mensch gefährdet fühlen.

      Ansonsten verstehe ich die vorgehensweise nicht. Wo liegt das Problem die Autobahn oder Straße einfach dicht zu machen. Wer nicht vorbeifährt, kann nicht gucken oder filmen, muß nicht bespritzt werden, keine Polizei oder Staatsanwaltschaft hat dann hinterher ein haufen Arbeit und der größte Vorteil ist: Die Einsatzkräfte können in Ruhe und deutlicher sicherer ihre Arbeit machen. Klar gibt es eventuell ein Verkehrschaos. Nur das gibt es durch den Unfall ohnehin schon, ansonsten brauche ich ein paar Fahrzeuge die den Verkehr eben umleitet. Bei Baustellen geht es ja auch. Damit spart man sich nach jedem Unfall diese nichtsbringende Diskussion.