TSF oder gleich LF - Auslagerung aus dem "Kuriose Einsatzfahrzeuge" Thread

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    • str1k3r schrieb:

      Keano schrieb:

      Nachdem aber ein paar Gespäche geführt worden waren, wurde schnell der Unmut der Feuerwehrleute in den TSF-Wehren deutlich, die dann mitunter 5 Minuten Autofahrt zum nächsten Gerätehaus gehabt hätten. Die hätte zur Folge gehabt, dass diese dann kein Fahrzeug mehr bekommen hätten und mit ihrem private PKW hinterherfahren müssten.
      Also ist Heinz-Erwin sauer, dass er nicht mehr im Angriffstrupp als Erster am Einsatzort ist und munter die Dachziegel mit dem C-Mehrzweckrohr vom Dach schiessen kann. Was übrigens einmal im Jahr passiert. Die anderen 4 Einsätze im Jahr steht er dann daneben, sperrt schonmal ab und wartet 5 Minuten auf die Kollegen vom Stützpunkt weil 1. kein Wasser vorhanden ist, 2. keine Kettensäge da ist um den Baum klein zu machen oder 3. Bindemittel beim Blechschaden fehlt.Abgesehen davon dass der monatliche Übungsdienst in der Regel daraus besteht an einen der örtlichen Löschbrunnen zu fahren und die TS mal wieder 30 Minuten laufen zu lassen um die Streuobstwiese zu wässern. Eigentlich freuen sich aber alle nur darauf wieder im GH zu sitzen, weil Kamerad Peter im letzten Monat Geburtstag hat und nee Kiste Bier springen lässt. Denn auf den 14-tägigen Zugdienst im Stützpunkt bei dem man 2 Stunden richtige Einsätze übt hat eigentlich auch keiner Bock.

      Im Endeffekt nichts anderes wie kleine Kinder die bockig sind weil deren einziges Matchboxauto weggenommen wird, dass Sie stattdessen aber regelmäßig mit der Carrerabahn des Bruders/Nachbarn spielen dürfen wird voller Wut und Bockigkeit ignoriert.

      Und wer den ganzen Sarkasmus nicht versteht: Es wird sich hier also einem notwendigen Fortschritt verweigert und lieber ein veralteter Zustand bewahrt. Das Wohl weniger über das Wohl vieler gestellt.
      Ich hätte vielleicht dazu sagen sollen, dass die TSF-Wehren bei uns mit etwas frisierten TSF-W's rumfahren. Also volles Programm: 4PA, Striomerzeuger, moderne TS, Kettensäge, Tauchpumpe, Unterbaumaterial und Glasmanagement etc. Ich verstehe auch was du meinst, wenn man als Wehr ohne Wasser, PA etc. als erstes eintrifft. Eine Gemeinde muss dann halt abwägen was ihnen wichtiger ist. Entweder sie investieren Geld und halten das Personal aus den kleineren Dörfern oder sie schließen die Standorte und müssen dann damit leben, dass ein Großteil der Mitglieder austritt. Bei uns wurde sich dann damals bewusst gegen eine Schließung entschieden, weil die Tagsalarmbereitschaft in den Orten mit Stützpunktwehren auch nicht immer optimal ist. Aber das ist ja nicht Thema dieses Threads..

      Gruß
      Ich droppe die Rhymes wie in Cinema die Splines! | #RhymesFTW | I denke also I bims - free nach Decartes
    • Deine Erweiterung an Ausrüstung ist um es ehrlich zusagen irgendwo schon ein Standard-Fall mit der Ausnahme zur VKU-Klemm-Situation - wobei ich selbst das als Sinnvollen Standard halte -
      Gerade auf letzteres bezogen die Dorfwehr macht den Standardkram (Brandschutz, Absperren, Erste Hilfe, Ausleuchten, soweit möglich Fahrzeug Sicherung, Glas-Entfernen, Erkundung und Lagebeurteilung und Kernwehr kann dann direkt Anfangen mit Technischer Rettung -> enormer Zeitvorteil)

      Bei uns sind zwar die vereinzelt noch vorhanden TSF frisiert aber der rest an Wasserführeden-Fzg ebenfalls. Ich bin der Meinung wenn der Gesamtzustand (Ausbildung, und die Qualität der Ausrüstung) stimmen tut (kommunal betrachtet) dann ist das für einen schnellen und qualitativen Einsatzerfolg von Maß. Es ist ja nicht nur so das Dorfwehren schlechte Tagesalarmsituationen haben auch teilweise Stützpunktwehren. Und wenn nicht mal die das Stellen können wie soll dann die Otto-Normal-Wehr im Kampf des Feuers mächtig werden..
      Es ist ja nicht so das man sich zwar am normalen kritischen Wohnungsbrand orientiert - wie sieht das bei Tiefgaragen, Straßentunneln aus?
    • An für sich sind Zusammenlegungen nicht schlecht- wenn es die Gegebenheiten hergeben. Bei uns in der Gemeinde gab es auch eine Zusammenlegung von zwei Löschbezirken in einem Standort. Zuerst waren beide Löschbezirke etwas skeptisch, doch mit der Zeit hat sich dies gelegt und die Zusammenarbeit hat sich deutlich verbessert.
      Mittlerweile fragen sie sich Dinge, die sie vorher als Gut empfunden haben:
      Die Löschbezirke sollten weiterhin eigeständig bleiben und somit ihre eigene Führung behalten - wird auch so durchgeführt
      Jeder LB bekommt eigene Umkleideräume - mittlerweile fragen sich die Mitglieder, warum sie damals so abgestimmt haben.
      (das Gerätehaus ist noch im Bau)
      Auch die Fahrzeuge sollen gemeinsam besetz werden: zur Zeit ein TLF16/24 mit Staffelbesatzung (wird 2017 durch ein LF20Th abgelöst), und zwei LF8/12 (weiß zufällig jemand, wann die Norm für die LF 8/6 rausgekommen ist?).

      Die Einsätze sollen in Zukunft auch gemeinsam erledigt werden.


      Um mal wieder auf das Thema "TSF oder gleich LF" zurückzukommen:
      Wenn das TSF entsprechend ausgerüstet ist, die Wasserversorgung aus den Hydranten gegeben ist und meine Kameraden mitziehen und auch kompetent sind, kann ich auch mit einem TSF ohne Wasser einen entsprechenden Erstangriff fahren (war früher Jahrelang so, ohne Wasser an Bord den Erstangriff zu fahren).
      Und lieber hab ich ein TSF ohne Wasser im Stall stehen als ein TSF-W, dass aber nicht in die Halle passt und deshalb im 5km entfernten Halle der Stützpunktwehr steht (ist so wirklich in Deutschland passiert).


      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!