Wo in Hessen noch ehrenamtlich Rettung fahren?

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    • Wo in Hessen noch ehrenamtlich Rettung fahren?

      Hallo,

      ich bin ausgebildeter RS und Jahrelang beim Roten Kreuz in Langenselbold ehrenamtlich Rettungsdienst gefahren. Leider ist die ehrenamtliche Bereitschaft in den letzten Jahren so weit zurück gegangen, dass immer mehr ehrenamtliche Wachen ihren Betrieb aufgeben und der die hauptamtlichen Kollegen vollends einspringen lassen müssen. So auch die DRK Wache Langenselbold.

      Deshalb bin ich auf der Suche, nach einer Möglichkeit in Hessen ehrenamtlich Rettung zu fahren (Nein, ich möchte weder 400€-Aushilfe werden noch hauptamtlich fahren). Kennt jemand Stellen wo das möglich ist? Bei welcher Hilfsorganisation ist mir relativ egal (wir machen am Ende ja doch alle den gleichen Job).

      Vielen Dank im Voraus.
    • osma-giliath schrieb:

      Leider ist die ehrenamtliche Bereitschaft in den letzten Jahren so weit zurück gegangen, dass immer mehr ehrenamtliche Wachen ihren Betrieb aufgeben und der die hauptamtlichen Kollegen vollends einspringen lassen müssen.

      Bei solch einem Satz stellen sich mir als hauptamtlichen die Nackenhaare zu Bergeund das in Massen!
      Auch wenn es sich jetzt etwas hart anhören mag, ist es durchaus auch imSinne der ehrenamtlichen gedacht!
      Jedes ehrenamtlich besetzte Voll- / Teilzeit (oder wie man es sonst wienennen mag) reguläre Rettungsmittel ist ein Rettungsmittel, mit teilweisefragwürdiger Ausstattung und Besatzung. Es spricht nichts gegen ehrenamtlicheRettungsmittel und Besatzungen, dies dann aber so, dass es weder denRettungsdienst als allgemeines, noch die dortigen Beschäftigten schwächt. Ein ehrenamtlichesRettungsmittel das geplant eingesetzt wird schwächt den Rettungsdienst als Ganzes,denn es schadet der Schaffung hauptamtlicher Arbeitsplätze und dem Ansehen /Stand des hauptamtlichen Personals. Ehrenamtliche Rettungsmittel/-bestazungenschwächen übrigens nicht nur den hauptamtlichen Bereich, oftmals wird auch dasEhrenamt in Form des Drucks diesen oder jenen Dienst besetzen zu müssen geschwächt.Nicht selten werden entsprechende Rettungsmittel durch übergeordnete Strukturenfür Machtspielchen mit dem Hauptamt oder zum Preisdumping missbraucht, das sindalles Punkte die auch dem Ehrenamt schaden.
      Gerade, weil ehrenamtliche im Regelrettungsdienst und vor allem reguläreehrenamtliche Rettungsmittel dem Rettungsdienst und seinen Beschäftigten schadenist es kein Verlust, wenn ehrenamtliche Stellen bzw. Fahrzeuge in hauptamtlicheumgewandelt werden.

      Um mal einen anderen Blick auf die Sache zu bekommen: Wer würde sich schonvon einem ehrenamtlichen Arzt der im Monat 2-3 Dienste a 12h macht und sonstseinem Hauptberuf als Fachanwalt für Medizinrecht operieren lassen? Vor allem,wer würde sich von diesem Arzt operieren lassen, wenn er die echte Wahl hätteund der "Gegner" ein hauptberuflicher Arzt wäre?

      osma-giliath schrieb:

      in Hessen ehrenamtlich Rettung

      Die Frage ist wie reisewillig du bist, denn hier und da gibt es schonentsprechende Möglichkeiten. In der breiten Masse dürftest du aber nur keineChance habe, denn rein ehrenamtliche Rettungsmittel werden immer öfter nur inExtremlagen kurzfristig alarmiert (Hintergrundrettungsdienst;Rettungsdienstverstärkung; ...) oder kommen geplant über einen OV bei einerehrenamtlichen Absicherung zum Einsatz.

      Auch von mir die Frage, warum muss es ehrenamtlich und im Rettungsdienst sein? Bekommst du beiz.B. einem 450,-€ Job Probleme damit, dass du Geld verdienst bzw. die maximaleArbeitszeit pro Woche überschreitest? Warum nicht die reguläre ehrenamtliche Mitarbeit in einem Ortsverein und bei Sanitätsdiensten; im erweiterten Rettungsdienst und Katastrophenschutz?
      Vor allem interessiert mich aber auch, worin sieht du das Problem, wennehrenamtliche Stellen in hauptamtliche umgewandelt werden?