Suche kompakte Notfalltasche

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    • kleinerKofferraum schrieb:

      Größe S für mich schon ausreichen würde. Passt in ein Seitenfach zB eine RR-Manschette?
      Ohne jetzt praktisch ausprobiert zu haben: Von den Fotos und den Gesamtmaßen her würde ich es annehmen, wenn ich überlege, wie wir die Blutdruckmanschette in einer sehr kleinen Modultasche bei uns im SSD untergebracht haben und immer noch Luft ist.
      (Also für die AeroCase S)
    • Ich als Verfechter des KFZ - Verbandkasten möchte noch mal ganz kurz was einwerfen:
      Du sprachst davon das du nur Material mitführen willst, welches in den ersten Minuten bis der Rettungsdienst eintrifft hilft. Das hast du alles in deinem Verbandkasten drin, es ist Platzsparend und günstig. Eine Pocketmaske bekommst du für ca 10€ und einen Beatmungsbeutel bekommst du vielleicht bei der Rettungswache deines Vertrauens.


      Auch möchte ich nur mal kurz in Erinnerung rufen: An wie vielen Unfällen bist du schon vorbei gekommen wo du mit dem Standardmaterial nicht weiter gekommen bist? Sollte man sich nur mal kurz ins Gedächtsniss rufen wenn man aufs Geld achten möchte/ muss.
      Schenkt euch Liebe
    • Noch mal ganz zum Anfang: Dieses Notfallset von DocCheck ist zwar etwas teurer als dein Budget, aber dafür fehlt nur noch BZ-Messgerät und evtl. Pulsoxi sowie Guedeltuben, sonst ist alles was man braucht drinnen. Gut, vielleicht noch nen SicSac.
      Ich habe die Tasche immer bei mir, und schon einmal erfolgreich bei einem extremen Hypertonus anwenden können- wirklich sehr empfehlenswert.

      Ach ja: Überleg, dir eine Warnweste mit "Sanitäter"- Schriftzug zu besorgen, andernfalls stehen irgendwelche Laien um den Patienten rum und du als Profi kannst nicht durch. Ein solches Wort auf dem Rücken verschafft dir genug Platz. :smile_blaulicht:
      Grüße SEK- Schütze
    • Notruf-112 schrieb:

      Auch möchte ich nur mal kurz in Erinnerung rufen: An wie vielen Unfällen bist du schon vorbei gekommen wo du mit dem Standardmaterial nicht weiter gekommen bist? Sollte man sich nur mal kurz ins Gedächtsniss rufen wenn man aufs Geld achten möchte/ muss.
      Naja, Unfälle sind das eine.Bei einer bewusstlosen Person siehts schon mager aus...
      Ich persönlich habe mir ganz unkonvetionell eine zu große Kameratasche für meine DSLR zur EH-Tasche erweitert. Denn den auf den KFZ-Verbandskasten greife ich gerne zurück, wenn ich viel Verbandsmaterial brauche...bei einer bewusstlosen Person siehst da aber eher mager aus.
      Ich wollte mir nicht extra eine Tasche nur für med. Material anschaffen, denn 1. kommt es halt nicht so häufig vor, dass ich zufällig als "FR" irgendwo im Einsatz bin, 2. wollte ich mir jetzt auch keine halben RTW einpacken. Da kamen mir die 2 überflüssigen Fächer der Tasche ganz recht, da die Kamera eh zu 90% mit unterwegs ist. Insofern pass ich auch gut auf, das mir das Ding nicht wegkommt.
      Ich habe mir noch etwas Verbandsmaterial eingepackt, eine zusätzliche Kleiderschere, Blutdruckmesszeugs und eine Taschenmaske. Ein Beatmungsbeutel kam mir nicht in die Tüte, zu sperrig und im schlimmsten Fall tuts die Maske mit Mund-zu-Mund auch. Stattdessen hats ein Stifneck reingeschafft (hat sich schonmal als nützlich erwiesen) und eine Rettungsdecke, sowie eine Diagnostikleuchte. Außerdem ist noch ein Federkörner enthalten.
      Ich habe noch ein überflüssiges BZ-Messgerät bei mir rumfliegen, habe mich aber dagegen entschieden das einzupacken. Die schon angesprochene Weste ist bei mir übrigens auch enthalten. Da ich jemanden kenne, der mir Klettstreifen auf die Weste genäht hat, habe ich statt Aufschrift ein reflektierendes Rückenschild angebracht.

      Auch wenn es hier um eine extra Tasche geht, ich will nur verdeutlichen: Es geht auch so. Auch wenn ich die Einsätze der Tasche an zwei Fingern abzählen kann, sie hat sich jedes Mal bewährt. Und preisgünstig dazu. Außerdem ist es halt ganz praktisch, denn so hab ich das Material auch zu Fuß bei mir.
      Life is simple.
      Eat. Sleap. Safe Lives.
    • SEK- Schütze schrieb:

      dafür fehlt nur noch BZ-Messgerät
      Die Frage ist ob es fehlt oder ob es nicht eher überflüssig ist. Ein BZ Messgerät liefert ohne Frage interessante Infos, doch gerade bei der Versorgung somnolenter bzw. bewusstloser Personen habe ich keine Vorteil aus dem zusätzlichen Wissen. Sicher kann man den gemessenen Wert an den Rettungsdienst übergeben oder eine entsprechende Verdachtsdiagnose, doch der Rettungsdienst wird sicher den Wert bzw. die Diagnose überprüfen. Wo bringt mir nun das Gerät wirklich was, beim bekannten Diabetiker der noch wach, ansprechbar und orientiert ist und der sagt das es ihm komisch geht. Typischerweise ist genau das der Patient, der uns entweder nicht auffällt oder der sich direkt "professionelle" Hilfe sucht bzw. der meist auch ein entsprechendes Gerät selbst einstecken hat. Rein praktisch gesehen kann man diesem Patienten auch sehr einfach und ohne BZ Messgerät helfen, denn solang er noch adäquat reagiert kann man ihm was zuckerhaltiges zu gute kommen lassen und dann schauen ob es hilft.
      Abgesehen von den einmaligen Anschaffungskosten hat man bei einem BZ Gerät auch noch laufende Kosten, denn die Teststreifen müssen alle X Jahre getauscht werden und auch die Batterien. Die Kombination Batterie und Teststreifen macht das BZ Gerät in diesem Anwendungsgebiet auch sehr anfällig, denn je seltener ich es nutze umso höher ist die Wahrscheinlichkeit das im Fall der Fälle die Batterien leer sind oder die Teststreifen abgelaufen / verlagert sind.
      Unterm Strich halte ich aus den eben beschriebenen Gründen ein BZ Messgerät für äußerst überflüssig.

      SEK- Schütze schrieb:

      eine Warnweste mit "Sanitäter"- Schriftzug zu besorgen,
      X/ Bitte nicht ernsthaft!
      Mit einer solchen Weste macht man sich mehr zum Affen, wie das man etwas gut macht.
      Einen professionellen Helfer erkennt man zum größten Teil an seinem professionellen auftreten und arbeiten, eine entsprechende Weste braucht es da nicht wirklich um an einen Patienten ran zu kommen. Spätestens, wenn man eine bessere Tasche dabei hat und entsprechend professionell auf die Reaktion reagiert begreifen die Leute das man eben nicht nur eine Person aus dem EH Kurs ist.
    • @BlueCool: Also ich hab mit der Weste sehr gute Erfahrungen gemacht. Genutzt habe ich sie bisher nur 2-mal, denn für einen Patienten, der da auf dem Gehweg liegt zieh ich mir son Ding nicht über. Beispiele sind jeweils 2 Verkehrsunfälle. Einer davon auf der BAB, mit einer Menge PKW-Fahrer mit, ich nenns mal KFZ-Warnwesten. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, haben die sich sofort an mich gewandt und nach dem ich denen alles mitgeteilt hatte wohl auch gemerkt, das ich wirklich Ahnung habe.
      Zweiter Unfall war im Stadtgebiet, Crash auf ner Kreuzung,4 Verletzte und ne Menge Schaulustige. Das erste fahrzeug was eintraf war ein ELW, aufgrund einer größeren Schadenslage haben die anderen Fahrzeug auf sich warten lassen. Also habe ich mit dem C-Dienst und dem Führungssassistenten die Erstversorgung weitergeführt. Da es standardmäßig wieder die ganzen Gaffer gab, die von möglichst nah filmen mussten, konnte ich mich auch hier wieder gut abgrenzen.
      Aber wie gesagt, im Normalfall verzichte ich drauf, in einer Menschenmenge machts das eh nicht besserr (zumal die Aufschrift hinten ist und du nach vorne willst )
      Und wenn da ein Patient liegt, finde ich sicherlich auch eine Möglichkeit da ranzukommen :whistling:

      Und das war auch der Punkt warum ich ebenfalls auf das BZ-Gerät verzichtet habe.
      Life is simple.
      Eat. Sleap. Safe Lives.
    • BlueCool schrieb:

      X/ Bitte nicht ernsthaft!
      Doch, eigentlich schon. Ich persönlich bin schon mehrere Male nicht zum Patienten durchgekommen, obwohl wir vor Augen aller mit Sondersignal angekommen sind und in voller Montur dastanden. Privat habe ich so eine Weste noch nicht, aber ich denke sie ist hilfreich. Und wenn man wirklich Profi ist, dann macht man sich auch nicht lächerlich, es wird erst schlimm, wenn sich Laien für cool halten und sowas anziehen.

      Zum BZ- Messgerät: Ich glaube das ist sinnvoller als ein Pulsoxi. Denn einen Unterzucker erkennt man nicht so offensichtlich und differentialdiagnostisch einwandfrei wie eine Zyanose. Mal davon abgesehen, dass eine O² Flasche wirklich zu weit geht. Eine Hypoglykämie dagegen kann man z.B. auch mit einem einfachen Bonbon behandeln.

      Und ein Stifneck: Wenn Platz ist, gerne, sonst kann man auch einen anderen Helfer zur in-line Immobilistation abkommandieren. Das gleiche für eine SamSplint.
      Grüße SEK- Schütze
    • SEK- Schütze schrieb:

      Ich persönlich bin schon mehrere Male nicht zum Patienten durchgekommen, obwohl wir vor Augen aller mit Sondersignal angekommen sind und in voller Montur dastanden.
      Dann läuft da aber etwas gewaltig schief und eine Weste mit irgendeiner Aufschrift wird das dann auch nicht wirklich besser machen. Jemand der vor einer Person die in Uniform aus einem Blaulichtauto ausgestiegen ist keine Respekt hat und Platzt macht, der macht auch kein Platz wenn diese Person eine Weste mit irgendeiner Aufrschrift oder gar einem Blaulicht auf dem Kopf ankommt.

      SEK- Schütze schrieb:

      Und wenn man wirklich Profi ist, dann macht man sich auch nicht lächerlich,
      Wer oder was ist denn ein Profi?
      Für jemand mit einem EH-Kurs ist der San(-Helfer) ein Profi, für eine Person mit rettungsdienstlicher Ausbildung aber ein "Laie". Genauso wie hier verhält es sich mit dem Brandschutzhelfer, dem FF'ler und dem BF'ler. Das mit dem Profi ist also eine sehr schwammige Sache, vor allem auch da alleine eine Ausbildung keinen Profi macht.
      Jacke bzw. Weste = Profi stimmt also nicht und damit passt es auch nicht, dass man so etwas braucht um als solcher bzw. qualifizierter Helfer erkannt zu werden.

      SEK- Schütze schrieb:

      Denn einen Unterzucker erkennt man nicht so offensichtlich

      SEK- Schütze schrieb:

      Eine Hypoglykämie dagegen kann man z.B. auch mit einem einfachen Bonbon behandeln.
      Es gibt viele Sachen die auf eine Hypoglykämie hinweisen können, hier hilft der gesunde Menschenverstand mehr, wie ein BZ-Messgerät. Der typische Patient mit einer Hypoglykämie ist ein Diabetiker und dieser wird sich auch dazu bekennen, kann er nicht mehr oder nur noch inadäquat reagieren bringt einem auch ein niedriger BZ-Wert nichts mehr. Reagiert der Patient nicht mehr adäquat bzw. gar nicht mehr haben Bonbons; Traubenzucker und Co. nichts mehr im Mund des Patienten zu suchen und vor allem dann nicht, wenn ein Laie meint es da rein stopfen zu müssen.
      Hat man also den typischen und für uns relevanten Patienten mit einer Hypoglykämie vor sich bleiben uns zwei mögliche Versionen:
      1. der Patient reagiert adäquat und gibt an das er Diabetiker ist, dann kann man versuchen ob zuckerhaltige Lebensmittel eine Verbesserung des Zustands bewirken
      oder
      2. der Patient reagiert inadäquat bzw. nicht, der Patient wird situationsgerecht bzw. so wie er es toleriert gelagert und betreut.
      Wie gesagt, der BZ-Wert ist "nett" muss sich aber definitiv teuer erkauft werden und hat für die eigene Versorgung auf San-Niveau keine Relevanz. Auch ist es wie oben schon beschrieben so, dass der Rettungsdienst den Wert auf jeden Fall auch selbst erheben wird und ihn nicht einfach Blind übernehmen wird. Obendrein nochmal der Hinweis, der typsiche Patient mit einer Hypglykämie ist Diabetiker und diese führen sehr oft ein BZ-Gerät mit sich.
      Ansonsten mal die klassische Situation, du sitzt in einem Kaffee und bekommst mit das es der Person am Nachbartisch nicht gut geht. Du gibst dich als "Profi" zu erkennen und die Bedienung nimmt deine Hilfe dankbar an. Mit Hilfe deiner Tasche erhebst du verschiedene Werte, unter anderem auch einen BZ-Wert von 85 mg/dl. Der Patient reagiert auf deine ganzen Untersuchungen gelassen, hat eine leicht verwaschene Sprache; ist kaltschweißig und reagiert nur bedingt adäquat auf deine Fragen bzw. Handlungen. Nun die Frage, ist der BZ-Wert auffällig oder nicht und welche Konsequenzen hat das für dich?
    • SEK- Schütze schrieb:

      andernfalls stehen irgendwelche Laien um den Patienten rum und du als Profi kannst nicht durch
      Das bringt dir dann auch ganz viel wenn aufm Rücken "Sanitäter" steht, witzig wird es dann wenn du einen Arzt vor dir stehen hast...

      Flo. Weserbergland schrieb:

      Stattdessen hats ein Stifneck reingeschafft
      Witzig... du weist schon wie man eine HWS Immobilisation richtig durchführt grade mit einem Stifneck?

      Flo. Weserbergland schrieb:

      .Bei einer bewusstlosen Person siehts schon mager aus...
      Aha und was brauche ich für eine bewusstlose Person? Richtig meine beiden Hände um die Person in die Stabile Seitenlage zu drehen und dann brauch ich nochmal meine Hände um ne Decke drüber zu werfen und den Notruf zu wählen... WOW Hey Hände hab ich dabei, Handschuhe und Decke sind im Verbandkasten - der Wahnsinn

      Flo. Weserbergland schrieb:

      Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, haben die sich sofort an mich gewandt und nach dem ich denen alles mitgeteilt hatte wohl auch gemerkt, das ich wirklich Ahnung habe.
      Das letzte worauf ich als ersteintreffendes Fahrzeug bei nem VU achte sind die Westen die die Ersthelfer tragen und ich bin recht häufig auf der BAB
      Schenkt euch Liebe