Suche kompakte Notfalltasche

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    • Suche kompakte Notfalltasche

      Erst einmal Hallo an alle!

      Ich hoffe, ihr könnt mir bei meinem Anliegen genau so kompetent helfen, wie in den anderen Threads dieses Forums :)

      Also, ich suche wie der Titel schon sagt, eine kompakte Notfalltasche für meinen eher kleinen PKW-Kofferraum.

      Die Tasche soll echt nur das nötigste haben, ich kenne genug Leute, die fahren mit zwei Ulmer-Koffern privat durch die Gegend, das muss nun echt nicht sein. Die Tasche sollte auf keinen Fall nach "Heißdüse" aussehen :D

      Als Bestückung stelle ich mir vor:
      - die normale DIN-Bestückung des Verbandkasten (läuft eh bald ab bei mir...) mit wenigen Ergänzungen für größere Wunden.
      - Beatmungsbeutel + Güdeltuben und evtl. ein LT-Set
      - Basisdiagnostik (RR+BZ)
      - eine Infusion inkl. benötigtes Material
      - evtl. je nachdem ob noch Platz ist eine Handabsaugpumpe.

      Das war es dann auch schon. Sauerstoff oder ähnliche Spielereien muss nicht sein, Zweck ist ja nur die Zeit bis zum Rettungsdienst zu überbrücken und nicht diesen zu ersetzten ;)

      Eine Notfalltasche ist günstiger und kompakter als ein Rucksack, denke ich. Aber wenn ihr ein perfektes Modell kennt, bin ich gern für alles offen. Budget liegt bei ca. 50 bis max. 100€.

      Ich hatte an eine Kombination aus Modultaschen für die Kleinigkeiten wie Verbandpäckchen und variablen Innenfächern für die großen Dinge wie Blutdruckmanschette und Beatmungsbeutel gedacht. Für die Tuben und die Venenverweilkanülen dürfen gern Schlaufen vorhanden sein.
      Das Material der Tasche ist echt zweitrangig, muss also nicht zwingend teure Plane oder rote Farbe sein.

      Bei ebay wird man mit günstigen Taschen erschlagen. Leider zeigen die Fotos und Beschreibungen dort aber nie genau, wo und ob Schlaufen vorhanden sind oder ob die Unterteilung des Hauptfaches variabel ist.
      Deswegen hoffe ich, dass ihr eure Erfahrungen an konkreten Taschen erzählen könnt :)

      Eine Tasche die mir von der Art her gefällt ist diese hier: pax-bags.de/shop/taschen/oldenburg100650101-1/
      Natürlich ist das Modell zu teuer und zu groß, da bekommt der Rettungsdienst ja sein komplettes Material unter, aber die Möglichkeiten fürs Verstauen sind perfekt.

      Vielen Dank für eure Hilfe
    • Von PAX würde ich abraten. Warum? Weils teuer ist. Ist zwar tatsächlich ne sehr sehr gute Qualität, aber für die paar mal, wo man eine private Notfallausrüstung tatsächlich brauchen kann, sollte was günstigeres auch reichen :)

      Ich habe mir auf der rettmobil letztes Jahr eine Tasche von medida gekauft, und zwar dürfte das diese hier sein. Meine ist schwarz, aus Planenmaterial, mit gelb-silbernen Streifen. Schwarz deshalb, weil ich für den Kofferrau was dezenteres wollte als ne rote Notfalltasche. Auf der Messe hat sie mich damals etwa 30 € gekostet, also kein Vergleich bspw. zu PAX-Produkten.

      Neben Verbandsmaterial samt Schere hab ich Rettungsdecken, zwei Kühlkompressen, ne SamSplint-Schiene, n Stiffneck, n Beatmungsbeutel mit Maske, zwei Guedeltuben und - nachdem ich nahezu umsonst dazu gekommen bin - ne Blutdruckmanschette, ein Billig-Stethoskop, ein BZ-Messgerät und ein Finger-Pulsoxy drin. Gerade auf letzteres hätte ich verzichtet, hätt ichs nicht geschenkt bekommen.
      Mit dieser Bestückung ist die Tasche ziehmlich gefüllt, ein bisschen Luft ist aber noch. Infusion und Zugangsset würde ich jedoch nicht mehr rein bekommen, kann man sich - gerade als privater Ersthelfer aber auch irgendwie sparen, finde ich.

      Gruß
      Jonny
    • Nicht klein - kompakt! :D

      Kann ich gerne morgen im Laufe des Nachmittages machen.
      Klettstreifen sind keine vorhanden, sollten aber auch nicht gebraucht werden. Die Tasche lässt sich durch den Zwischendeckel gut in zwei Bereiche aufteilen, da passen sich auch Modltaschen gut ein, denke ich :)

      Gruß
      Jonny
    • Die First Responder Tasche von Pax kann ich nur bedingt empfehlen. Die ist zwar in guter Pax-Qualität, aber die ist tatsächlich viel zu klein. Ich hab die etwa nach DIN 13155 (Sanitätskoffer) bestückt, allerdings ohne Absaugpumpe, dafür ein Stiffneck und ein Larynx-Tubus und das passt nicht alles rein. Die Hälfte des Verbandsmaterials baumelt daher momentan an einer seperaten, kleinen Tasche dran.
    • Hallo und Willkommen!

      kleinerKofferraum schrieb:

      Als Bestückung stelle ich mir vor:
      - die normale DIN-Bestückung des Verbandkasten (läuft eh bald ab bei mir...) mit wenigen Ergänzungen für größere Wunden.
      - Beatmungsbeutel + Güdeltuben und evtl. ein LT-Set
      - Basisdiagnostik (RR+BZ)
      - eine Infusion inkl. benötigtes Material
      - evtl. je nachdem ob noch Platz ist eine Handabsaugpumpe.
      Die oben genannte Ausrüstung bekommst du relativ leicht in eine handelsüblich kleine Notfalltasche, nimmst du statt einem normalen Beatmungsbeutel einen etwas teureren aus dem militärischen Bereich kannst du noch einiges an Platz sparen. Beatmungsbeutel aus dem militärischen Bereich sind zwar fast doppelt so teuer wie ein normaler, dafür brauchen sie aber noch nicht mal die Hälfte des Platzes. Ein Beispiel für einen solchen Beatmungsbeutel kann man hier finden.
      Eine Handabsaugpumpe macht gerade wenn man auf den Platz und oder das Geld achten muss keinen Sinn, vor allem da man diese draußen so gut wie nie braucht. Auch ist es so das man eine Absaugpumpe so gut wie nie braucht, vor allem in der Ersten Hilfe.

      kleinerKofferraum schrieb:

      Ich hatte an eine Kombination aus Modultaschen für die Kleinigkeiten wie Verbandpäckchen und variablen Innenfächern für die großen Dinge wie Blutdruckmanschette und Beatmungsbeutel
      Wenn es geht würde ich Versuchen möglichst wenig in Modultaschen zu packen, das hat sich in meiner Erfahrung als sehr Vorteilhaft herausgestellt. In aller Regel wird man als Ersthelfer alleine aus der Tasche arbeiten oder mit Hilfe von Personen die sich darin nicht auskennen, damit stellt jede Tasche die ggf. etwas verdeckt oder die geöffnet werden muss ein gewisses Hindernis da. Sinnvoll als Modultaschen ist eine Tasche bzw. ein Rucksack mit integrierten Taschen, denn dort kann man nicht all zu viel drin verstecken und sie sind "immer" offen.

      Für die von dir angedachte Preisklasse und Ausrüstung würde ich dir folgende Taschen empfehlen:

      Hellbag Basic S
      Hellbag Basic L

      Alternativ könnten auch noch die folgenden Rucksäcke in Frage kommen:

      Medida Basic Notfallrucksack
      Mil-Tec US Assault Pack small

      Die von dir angedachte und auch von vielen empfohlenen Produkte von Pax sind ohne Zweifel gut und robust! Nutzt man die Tasche nur sehr selten und privat, dann hat man bei Pax ein eher schlechtes Kosten - / Nutzen - Verhältnis. Gerade weil eine private Tasche eher selten so beansprucht wird, wie eine im Rettungsdienst, kann man hier doch etwas eher auf das Geld schauen.
    • BlueCool schrieb:

      Hallo und Willkommen!
      Hallo, vielen Dank!
      Und auch danke für deine Tipps.

      Die Hellbag Tasche L sieht ja dieser hier, die oben verlinkt wurde medida-shop.de/shop/de/notfall…dida-rescuebag-plus?c=216, recht ähnlich oder?
      Eine Tasche dieser Art kann ich mir auf jeden Fall vorstellen.

      Selbst gefunden habe ich noch diese hier: meier-medizintechnik.de/notfal…alltasche-farbe-blau.html
      Von den Maßen her schön kompakt, und durch die Schlaufen und verschiedenen Fächer kann man sicherlich alles ordentlich unterbringen. Allerdings weiß ich nicht, ob ich dort alles unterbringen kann, auf den Fotos kann man die Größe echt schwer einschätzen.


      Du hast recht, die Absaugung braucht man echt recht wenig, auch meiner Erfahrung nach. Und bei einer Rea ist die Abwesenheit sicher keine Kontraindikation eines LTs.


      Den Militär-Beatmungsbeutel finde ich aber verglichen mit dem Ambu Spur II zu teuer. Für den Aufpreis kann ich mir ja eine zweite Tasche kaufen...
    • Die Helbag und Medida Tasche sind baugleich, diese gibt es auch noch von zahlreichen anderen Anbietern. Diese Art der Tasche ist bei Privatpersonen und HvO/ FR sehr beliebt und wird daher von vielen verschiedenen Firmen unter verschiedenen Namen angeboten. Da die Taschen recht gleich sind kann man hier auch gut Preise vergleichen und muss nicht unbedingt die teuerste Tasche nehmen.

      Die von dir gefundene Tasche ist unwesentlich kleiner, wie die Rescuebag / Helbag. Durch ihre vielen Taschen kann es im direkten Vergleich so sein, dass man das Material schlechter bzw. nur anders verteilt unterbekommt.

      Persönlich würde ich dir empfehlen sich die Taschen in einem Geschäft oder bei einer Messer anzuschauen, so bekommt man am besten einen richtigen Eindruck.

      Der Beatmungsbeutel aus dem militärischen Bereich ist deutlich teurer, keine Frage. Im direkten Vergleich mit handelsüblichen Beatmunsgbeutel nimmt er aber wie gesagt sehr wenig Platz weg, was sehr interessant sein kann, wenn man eine sehr kompakte Tasche / Ausrüstung will. Die Mehrkosten sind aber wie gesagt nur dann wirklich uninteressant, wenn man sehr auf den Platz achten muss. In eine Helbag / Rescuebag bekommt man sehr gut einen normalen Beatmungsbeutel unter, dafür sind die Taschen aber auch relativ groß.

      Willst du die Tasche nur im PKW mitführen oder auch mal privat bei Wanderungen / Ausflügen oder gar im Rahmen eines San-Dienstes nutzen? Wenn letzteres auch zum tragen kommt würde ich dir empfehlen sich unbedingt mal mit kleinen Rucksäcken zu beschäftigen, denn diese lassen sich über größere Strecken besser tragen.
    • BlueCool schrieb:

      Die von dir gefundene Tasche ist unwesentlich kleiner, wie die Rescuebag / Helbag. Durch ihre vielen Taschen kann es im direkten Vergleich so sein, dass man das Material schlechter bzw. nur anders verteilt unterbekommt.
      Willst du die Tasche nur im PKW mitführen oder auch mal privat bei Wanderungen / Ausflügen oder gar im Rahmen eines San-Dienstes nutzen? Wenn letzteres auch zum tragen kommt würde ich dir empfehlen sich unbedingt mal mit kleinen Rucksäcken zu beschäftigen, denn diese lassen sich über größere Strecken besser tragen.
      Nur im PKW.
      Mich interessiert eben im Moment vor allem, inwiefern ich bei der Rescuebag / Helbag die Materialien im Oberfach fixieren kann. Also Anzahl und Größe der Schlaufen und die Existenz von Klett für 2-3 Modultaschen.
      Im unteren Teil der Tasche sind immer drei große Fächer drin oder?

      Mal sehen, vielleicht schaffe ich es zur Rettmobil, solange kann ich mit dem Kauf auch noch warten.
    • Grisu1996 schrieb:

      Kleinkredit oder Hypothek auf´s Haus?
      So was darf ruhig was kosten. Es ist immerhin eine gute Investition. Ich selber habe auch mehrere tausend Franken für meine teils überflüssige Ausrüstung ausgegeben. Dafür habe ich extra gespart.

      @Threadersteller: Spielt Geld eine Rolle? Wenn ja, wie viel hast du denn zur Verfügung? Dann könnte ich dir auch paar Vorschläge machen.

      Lg
      Michael
    • Michaelp800 schrieb:

      Grisu1996 schrieb:

      Kleinkredit oder Hypothek auf´s Haus?
      So was darf ruhig was kosten. Es ist immerhin eine gute Investition. Ich selber habe auch mehrere tausend Franken für meine teils überflüssige Ausrüstung ausgegeben. Dafür habe ich extra gespart.
      @Threadersteller: Spielt Geld eine Rolle? Wenn ja, wie viel hast du denn zur Verfügung? Dann könnte ich dir auch paar Vorschläge machen.

      Lg
      Michael
      In wiefern ist das eine gute Investition? Etwas das man nicht braucht, zu einem absurd hohen Preis zu kaufen ist mit Sicherheit nicht sinnvoll. Vielleicht sollten die vielen Hobbyretter mal darüber nachdenken wofür sie die Tasche einsetzen wollen und werden. Für diese Zwecke wurde der DIN-Verbandkasten eingeführt ;)

      Ich selber habe auch eine kleine Tasche im PKW mit Zusatzmaterial welches sich allerdings auf zusätzliches Desinfektionsmaterial, eine vernüftige Verbandschere, StifNeck etc. beschränkt (halt Sachen mit denen ich umgehen kann). Die Tasche dazu kostet 35€ bei Amazon, ist sehr robust und sieht auch noch gut aus ;)
    • Und täglich gib uns unseren Rettungsrambo...

      Danke aber wir wissen, dass du dir aus Spaß an der Freude ein halbes NEF vor die Haustür stellst und auf eigene Rechnung Aufgaben der staatlichen Daseinsfürsorge erfüllst! :wayne:

      kleinerKofferraum schrieb:

      Budget liegt bei ca. 50 bis max. 100€.
      Diese Aussage dürfte deinem PAX-Vorschlag wohl maximal entgegenstehen, oder?
      Davon abgesehen würde ich bei unendlich viel Geld eher bei Produkten von Tasmanian Tiger gucken, die sind doch drei Nummern unauffälliger, was im Privat-PKW jetzt auch nicht so schlecht ist.

      Für mehr Grautöne!
    • Lars schrieb:

      Davon abgesehen würde ich bei unendlich viel Geld eher bei Produkten von Tasmanian Tiger gucken, die sind doch drei Nummern unauffälliger, was im Privat-PKW jetzt auch nicht so schlecht ist.
      Ja und nein. Nehmen wir an du hast nen Unfall und es ist ein SAN oder höher als Erst-Helfer da. Dein Kofferraum geht noch auf, also will der deinen Verbandskasten nutzen. Ist dein SAN-Rucksack auffällig in leuchtrot und typischem Erscheinungsbild wird man den bemerken und kann ihn nutzen. Ist er aber unauffällig, wird das nicht passieren.

      Und mich würde das auch nicht stören, wenn ein SAN-Rucksack im Kofferraum auffällig ist. ^^ Unter Umständen helfen floureszierende Grundfarbe und Reflexstreifen auch bei der Absicherung, also würde ich das sogar bevorzugen.