Was haltet ihr von CO(Kohlenmonoxid)- Meldern und werdet ihr damit ausgestattet?

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    • Was haltet ihr von CO(Kohlenmonoxid)- Meldern und werdet ihr damit ausgestattet?

      Hallo, wir haben bei unserem Kreisverband eine Diskussion, ob CO (Kohlenmonoxid) -Melder für uns Rettungsdienstkräfte angeschafft werden sollten. Bei den Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr ist das schon Pflicht und ich persönlich habe mir wie einige Kollegen selber einen angeschafft. Sollten solche Melder für jede Einsatzkraft vom Kreis oder der HiOrg angeschafft werden oder reicht es, dass uns selbst zu überlassen? Was haltet ihr davon? Habt ihr selber welche? Falls nein, fühlt ihr euch unsicher?
      Grüße SEK- Schütze
    • Wenn man halbwegs regelmäßig die Tagespresse studiert, sollte sich die Frage eigentlich gar nicht stellen. (Für die wo's nicht tun: Ja und von Seiten des AG beschafft)

      Wir selbst verwenden Melder von der Firma Honeywell (Modell GasAlertClip Extreme). Diese sind ständig an den Funktionswesten der Fahrzeugführer der Löschfahrzeuge sowie an denen des Zugführers und des Einsatzleiters befestigt. Im Rettungsdienst verfügt ebenfalls jede Fahrzeugbesatzung über CO-Warner, welcher entwede an der Jacke oder am Rucksack mitgeführt werden. Ob dort Modelle von Honeywell oder Dräger verwendet werden, kann ich spontan nicht beantworten.

      Für mehr Grautöne!

      The post was edited 1 time, last by Lars ().

    • In den RD Bereichen in denen ich bisher Erfahrung gesammelt habe (Dortmund, Hagen und aktuell Märkischer Kreis) gehört das bei jedem Besatzungsmitglied dazu. Das Hauptproblem ist allerdings, dass die die Dinger an der Jacke zwar auf Atemwegshöhe befestigt werden, aber die wenigsten Kollegen ihre Jacke im Einsatz tragen. Grundsätzlich halte ich CO Warner für mehr als notwendig bei Einsatzkräften im Rettungsdienst, da lässt sich gar nicht drüber streiten.
    • Natürlich ist das Sinnvoll wie bereits erwähnt können bereits sehr einfache Einsatzstichworte diesen Einsatz schnell drehen und eine große Eigengefahr darstellen CO. Es kam schon oft vor das Kräfte vom RD gerade in der Tür standen und die CO-Warner sind haben direkt Alarm geschlagen. Defekte Heizungs und Kaminanlagen können zu sowas führen.
      Auch vom Grundprinzip sind für Feuerwehren solche Geräte bzw. Gas-Warngeräte (Warngeräte) sehr Sinnvoll denn auch zum Eigenschutz kann ich dies sehr gut nutzen.
    • In Hamburg gab es mal einen sehr tragischen Fall, bei den die CO-Warner ihren Dienst erweisen konnten:
      Bericht FW-M
      Bericht Spiegel.de
      usw.

      Auch ich finde CO Warner sehr sinnvoll, da man auch als Einsatzkraft dem Grundsatz aus der Erste Hilfe "Eigenschutz vor Fremdschutz" befolgen soll, der durch die CO-Warner noch verbessert wird. Wir haben bei uns in der FF nur ein CO Warngerät auf dem KdoW des Wehrführers verladen.
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • Bei uns gibt es die Leider nicht, was ich nicht nachvollziehen kann von unserer Verwaltung. In meinen Augen reicht es beim Regel RD pro Fahrzeug ein Melder anzuschaffen welcher am Rucksack befestigt wird, den nimmt man eigentlich immer mit zumindest öfters als die Jacke.

      Bei HiOrgs find ich muss der nicht angeschafft werden, solange diese nicht im Regel RD fahren.
      Schenkt euch Liebe
    • Bei uns gibt es im Regelrettungsdienst auch CO-Melder. Die Anschaffung und das Mitführen begrüße ich sehr, bei uns sind diese am EKG/Defi festgemacht. Betrachte ich mir die Kosten für die Melder und tlw. auch die Wartung kann ich es aber verstehen, wenn es noch Rettungsdienste ohne CO-Melder (für jeden) gibt.
      Auch wenn es grundsätzlich eine zusätzliche Sicherheit für die Einsatzkräfte ist, solang es nur eine geringe oder gar keine Gegenfinanzierung durch die Kassen gibt muss man es verstehen wenn es nicht über all bzw. für jeden einen CO-Melder gibt.

      Florian Hagen wrote:

      Das Hauptproblem ist allerdings, dass die die Dinger an der Jacke zwar auf Atemwegshöhe befestigt werden, aber die wenigsten Kollegen ihre Jacke im Einsatz tragen.
      In einem solchen Fall ist die Befestigung ein doppeltes Problem, denn 1. wird die Jacke nicht immer mitgenommen (was auch ok ist!) und 2. ist die Befestigung recht hoch und damit wird der Träger ggf. sehr spät alarmiert.
      Geschickter finde ich die Vorhaltung an Ausrüstungsgegenständen die in aller Regel auf dem Boden stehen / liegen, hier können die Einsatzkräfte bei einer entsprechenden Konzentration schon sehr früh gewarnt werden.

      Notruf-112 wrote:

      Bei HiOrgs find ich muss der nicht angeschafft werden, solange diese nicht im Regel RD fahren.
      Eine reine HiOrg braucht sicher nicht für jeden Helfer ein CO Melder, aber auch hier kann es durchaus Situationen geben indem er sinnvoll ist. Stellt eine HiOrg einen HvO / FR oder beteiligt sich daran ist aus meiner Sicht die Anschaffung auch sehr überlegenswert. Eine Diskussion über Sinn und Unsinn eines CO-Melders bei einer HiOrg dürfte aber nichts bringen, denn den ehrenamtlichen Strukturen fällt die Anschaffung bzw. der Unterhalt in aller Regel noch schwerer, wie dem Rettungsdienst.

      Bedauerlich finde ich im übrigen, das viele CO-Melder wollen und zufrieden / still sind, wenn sie sie bekommen. Von "nur" einem CO-Melder hat nur die Einsatzkraft etwas, will man wirklich der Gesamtsituation Rechnung tragen muss man auch eine präklinische CO-Messung ermöglichen. Rein zu wissen, dass ein Patient bzw. eine Einsatzkraft CO ausgesetzt war bringt nichts! Im Sinn einer Patientenversorgung die sich am Stand der Wissenschaft und Technik orientiert muss man auch präklinisch zumindest grob einen CO Wert messen können. Gerade in Zeiten wo 24h Druckkammern selten sind und bei immer länger werdenden Transportzeiten muss man frühzeitig die richtige Klinik für den Patienten finden, der Transport in irgendein Krankenhaus stellt in diesem Zusammenhang keine zeitgemäße Versorgung da, auch nicht wenn es nur darum geht im Labor den CO-Wert zu bestimmen.
    • Mittlerweile wurden bei uns in der Region alle Rettungsmittel sowie meines Wissens nach alle HvO-Gruppen mit einem CO-Warner ausgestattet. Befestigt ist er in der Regel außen am Notfallrucksack, der sowieso bei praktisch jedem Einsatz zum Patienten mitgenommen wird. Ausschlaggeber für die Beschaffung war soweit ich weiß der Rettungszweckverband.
      Ich finds super, das Ding stört nicht weiter, solange es funktioniert und nicht ununterbrochen pfeifft weil es scheinbar durch große Hitze (direkte Sonneneinstrahlung im Kofferraum) gestört wird :S

      BlueCool wrote:


      Bedauerlich finde ich im übrigen, das viele CO-Melder wollen und zufrieden / still sind, wenn sie sie bekommen. Von "nur" einem CO-Melder hat nur die Einsatzkraft etwas, will man wirklich der Gesamtsituation Rechnung tragen muss man auch eine präklinische CO-Messung ermöglichen. Rein zu wissen, dass ein Patient bzw. eine Einsatzkraft CO ausgesetzt war bringt nichts! Im Sinn einer Patientenversorgung die sich am Stand der Wissenschaft und Technik orientiert muss man auch präklinisch zumindest grob einen CO Wert messen können. Gerade in Zeiten wo 24h Druckkammern selten sind und bei immer länger werdenden Transportzeiten muss man frühzeitig die richtige Klinik für den Patienten finden, der Transport in irgendein Krankenhaus stellt in diesem Zusammenhang keine zeitgemäße Versorgung da, auch nicht wenn es nur darum geht im Labor den CO-Wert zu bestimmen.

      Naja, hier wirfst du jetzt aber zwei Themen durcheinander. Der CO-Warner sollte in erster Linie zum Eigenschutz der Einsatzkräfte dienen. Ein CO-Messgerät an sich ist dagegen ja eher ein diagnostisches Mittel. Natürlich sollte auch das möglichst flächendeckend verfügbar sein, jedoch dreht sich diese Diskussion ja erstmal rein um den Warner :)

      Und: Doch, das bringt genau in dem Moment etwas, indem die Einsatzkraft das gefährliche Areal betritt und dem CO ausgesetzt ist! Für die weitere Behandlung von Patient/Einsatzkraft ist das natürlich nicht zwingend aussagekräftig, um Schlimmeres zu verhindern aber sehrwohl!

      Gruß
      Jonny
    • Damit er der Einsatzkraft aber was bringt muss sie ihn ja dabei haben, bei einer Anbringung an der Jacke ist das ja schon etwas zweifelhaft. Ganz davon ab sind Einsatzkräfte wie gesagt nur dann geschützt, wenn nicht nur ein Bruchteil über einen CO Melder verfügt / bei sich hat, sondern wenn nach einem entsprechenden Einsatz festgestellt werden kann ob bzw. wie stark sie betroffen sind.

      Auch wenn es hier nur um den CO Melder geht, das andere Thema mit der Diagnostik gehört dazu. Leider werden beide Themen fast immer von einander getrennt, da es ja auf der einen Seite um die Sicherheit der Einsatzkraft geht und auf der anderen um die Diagnostik und Therapie des Patienten. Bei der Trennung der Themen wird leider vergessen, dass nicht jede Einsatzkraft einen Co Melder (dabei) hat und damit auch eine Einsatzkraft ein Patient sein kann.
    • Ich würde es sinnvoll finden, wenn zumindest jeder Notfallkoffe/-rucksack eines Fahrzeuges mit einem CO-Warngerät ausgestattet ist, damit zumindest einer an der ESt ist.

      Im Bereich Feuerwehr fände ich es sinvoll, wenn der Einsatzleiter, Zugführer und Fahrzeugführer mit entsprechenden Warngerät ausgestattet sind bzw. auf dem Platz des Gruppenführers ein Gerät liegt oder sogar an der Weste angebracht ist, da es v.a. im Bereich der Technischen Hilfe von Vorteil sein kann. Bsp.: Eine HLF Besatzung fährt zu einer "Person in Wohnung-Meldund". Der Fahrzeugführer geht zum Erkunden vor. Vor der betroffenen Tür/ im Treppenhaus schlägt der CO-Melder an. Da ein gefahrloser Einsatz für die Einsatzkräfte nicht mehr ohne PA gewährleistet ist, soll der AT PA anlegen und dann zur Menschenrettung vorgehen.
      Ein CO-Melder für jeden FW-kameraden finde dagegen eher sinnlos, v.a. bei Brandeinsätzen würde das Gerät besonders bei den AGT im Innenangriff durchgehend Alarm schlagen. Für Nachlöscharbeiten kann der EL/ZF/GF dann im Gebäude Messungen durchführen oder den Melder an einen PA-Trupp mitgeben und somit feststellen, wann bzw. ob das Gebäude ohne PA betreten werden kann oder nicht.
      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • Unser Rettungsdienst hatin jeden Rettungsmittel einen Co-Warner. Wir von der FF aus haben auf unseren ELW 2 Co-Warner, HLF und RW haben jeweils einen Co-Warner auf dem TLF ist ein Ex-Ox(Mehrfachgasmessgerät) und auf dem ELW ein weiteres Mehrfachgasmessgerät. Ausschlaggebend waren Einsätze von uns sowie aus der Presse die uns diese Entscheidung erleichtert haben- Geräte allesamt von Dräger
    • BlueCool wrote:

      Eine reine HiOrg braucht sicher nicht für jeden Helfer ein CO Melder, aber auch hier kann es durchaus Situationen geben indem er sinnvoll ist.
      Eine HiOrg die nur Sanitätsdienste macht und/ oder im ManV Konzept mit rausfährt braucht keine da rechnet sich das nicht. Alles andere habe ich ja unter Regel RD Gesetzt. Ein HvO oder festen FR sehe ich als Bestandteil des Rettungsdienstes an und nicht mehr als zufällig hab ich da grade mal ein Auto das ich schicken kann.

      Florian Hagen wrote:

      Also bei mir gehört das Dingen auf ATEMWEGSHÖHE, auf den am Boden stehenden C3 bringt mir das Dingen gar nix.
      Warum?
      Schenkt euch Liebe
    • Florian Hagen wrote:

      CO steigt ja nach oben, also kann ein CO melder auf Atemwegshöhe früher auslösen als wenn er so gut wie aufm Boden liegt, ne?
      Genau, ne = nein. CO steigt wie du richtig sagst nach oben, aber nur sehr langsam, da Sauerstoff in aller Regel schwerer ist. Gerade weil eben CO nach oben steigen muss bildet sich am ehesten am Boden eine höhere Konzentration, daher wirst du auch wenn du nicht mit den Fußzehen bzw. Knien atmest davon profitieren, wenn der CO Melder entsprechend tief steht / hängt.
      Befindet sich der CO Melder auf ca. Schulterhöhe kann er dich viel später waren und wird viel niedrigere Werte anzeigen, wie wenn er bodennah ist. Aus dieser Tatsache heraus ergibt sich die Gefahr, dass du meinst den Patienten retten zu müssen und beim bücken in den CO "See" kommst und selbst stärker geschädigt wirst.
    • Hallo,

      die "Enttäuschung", das CO eben nicht immer nur oben schwimmt ist schonmal wichtig zu erwähnen. Ich würde aber generell davon abraten "Aufenthaltsorte" von Gasen zu vermuten/erraten. Gehen wir von einer CO-Emmission i.V.m einer defekten (Groß-)Heizanlage oder eines Brandereignisses aus, so ist die Luft ständig in Bewegung. Meistens durch Verwirbelung, also das CO kann dann wirklich überall sein.
      Deswegen emphle ich die Annahme "Es IST überall". Und darum finde ich die Trageweise in der Nähe des Kopfes, dort wo es mich schädigt, am geeignetsten.

      Nichts desto trotz ist es auch eine gute Idee wirklich mal die komplette Raumlichte mit dem Gerät, zum Beispiel infolge einer Türöffnung zu "checken". Mir fällt doch auf, wie EInsatzkräfte mit ihren Warngeräten wie die Affenbande in die Hütten reinrennen, sobald die Tür auf ist. Früher hieß es da noch ganz vorsichtig und noch vorsichtiger und so lustige Ratschläge wie auf beschlagene Scheiben oder Säuregeruch achten.

      @BlueCool
      Hast du dazu ne Meinung? Sind die Kollegen durch die Messgeräte vorsichtiger oder unvorsichtiger geworden oder gar nix?
      Und noch etwas. Gab/Gibt es Einweisungen zu den Geräten?
    • @Tucktuck:
      Nach meiner Erfahrung hat man sich vor dem ganzen Hype keine Gedanken gemacht, als es so richtig hoch gekocht ist bzw. bei Org wo es keine Warner gibt macht man sich richtig Gedanken und sobald man die Dinger hat, dann ist man geschützt und geht vor wie in den Zeiten wo es so etwas gedanklich noch nicht gab.

      Bei uns Bestand die Einweisung aus dem Zeigen des Gerätes; der Vorstellung des Ablaufplans bei einem Alarm des Gerätes und das war es.
    • Zum Anbringungsort: Ich hab mir ja selber einen gekauft und ich trage ihn immer an der Brust. Wir haben statt T-Shirts Polohemden mit Brusttasche, und das ist natürlich der perfekte Ort. Er stört nicht und er ist in der Nähe der Atemwege. Sonst trag ich in an der Brusttasche von der Jacke. Einige Kollegen haben ihn auch an der Hose.

      Wir haben uns fast alle privat einen Melder besorgt, obwohl ich es für unmöglich halte, vom Arbeitgeber so in Gefahr gebracht zu werden, noch dazu bei unseren Arbeitszeiten und einem relativ niedrigen Gehalt.
      Grüße SEK- Schütze