TSA/MSA, wie steht ihr dazu?

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    • @Tucktuck:
      Ich.
      Ich kann einige Sachen hier nicht Nachvollziehen.
      Ein TSF ist ein optimales Erstangriff mittel wir reden hier ja auch nicht über ein Fahrzeug von 1985 sondern aus moderner Zeit mit Aufbau (ggf. auch Kastenversionen) bei dem Schnellausrüster-PA, Schnellangriff-Wasserversorgung (ähnlich Verteiler nur eben 2 B-Längen + Kugelhahn) vorhanden sind teilweise einfache pneumatische Lichtmasten vorhanden sind was doch sehr optimal ist. Natürlich ist ein TSF-W oder ein MLF besser, aber man muss eben auch die Zukunft sehen ein LF 10 kostet eben schon über 220.000 € ein MLF geht bis 200.000 € (ohne Zuschuss) und da kann ich alles verladen was ich brauch womit ich das einleiten kann was in einem Erstangriff nötig ist.
      - 4 PA
      - 4 tlg. Steckleiter
      - Wassertank zwischen 600 und 1.000l (1.000 notwendig)
      - Material zur Vornahme von 2 C-Rohren

      Hier wurde erst vor kurzem ein MLF in einer benachbarten Kommune beschafft als Ersatz für ein LF 8 aus 1979 dieses Fahrzeug hat Normbeladung / Normzusatzbeladung, kleiner E-Lüfter, Mobiler Rauchverschluss, B-STK. Alles was ich brauche.
      Die Schiebleiter sehe ich ehrlich als eher weniger Nützlich an da in "Dörfern" meistens die 4 tlg. Steckleiter ausreichend ist oder eben es durch bauliche Gegebenheiten möglich ist normal Vor zudringen. Man muss Feuerwehren nicht zusammen legen man kann auch Zusammenarbeiten in Ausrückegemeinschaften so das Tagsüber 2 oder 3. Abteilungen alarmiert werden die sich vor Ort ergänzen.
      Beim TSF-W ist in der Norm die Schaumzusatzbeladung vorhanden (nicht beim MLF?) 40l Schaum, Kombi-Rohr M4/S4 und Mittelschaumpistole damit kann ich auch effektiv vordringen.
      Beispiele aus einer Stadt
      feuerwehrwelschingen.wordpress.com/einsatzfahrzeuge/
      facebook.com/ffanselfingen (hier das oben erwähnte neue MLF)

      Hier mal ein weiteres Beispiel
      feuerwehr-eigeltingen.de/index.html die Gesamtwehr hat 3x TSF-W (500l, 750l und 900l (hier mit Schnellausrüster PA Tank), 1 LF 8 und ein TLF 8/18 + TSA in den 5 Abt und im Hauptort HLF 20, MZF, SW 2000-Tr.

      Anders gesagt, wenn ich im 21. Jhd. ein Auto kaufen muss, was nur löschen kann (Und zwar nur mit Wasser), obwohl ich 90% meiner Einsätze anderweitig abarbeite komme ich auf dumme Gedanken.

      Wobei ich das so sehe das viele TSF auch schon größer werden wo man den C1 Schein braucht da ist ein KLF dann besser..
    • @TuckTuck:

      1. Ist so aber nirgends zugelassen, ich bezweifel auch das bei euch soviel Druck auf den Leitungen ist das man damit einen ordentlichen Löschstrahl hinbekomm.

      2.Die Norm ist ganz und gar nicht starr und nicht anpassungsfähig. Sie schreibt Mindestausrüstung vor und empfiehlt was für ein Fahrgestell und auf wie viel Tonnen es ausgelegt sein soll.
      In der Norm ist auch ganz klar gekennzeichnet das Gewichtsreserven, die auf jeden Normfahrzeug vorhanden sind sinnvoll durch örtlich benötigte Technik ergänzt werden.
      Das wären dann beispielsweise CSA, ein Kombirettungssatz auf dem TSF-W, der Kaminkehrsatz...
      Ich meinte expliziert sowas oder soetwas oder auch das. Alles drei Fahrzeug die gegen jeglichen Menschenverstand, derzeitigen Wissensstand und Einsatztaktischer Wirkung entfernt sind.

      Mit dem Zetros komme ich vielleicht über tolle Waldwege und habe etwas zum angeben, aber weder kann ich damit engere Stellen befahren, die Besatzung noch die Beladung sinnvoll einsetzen und verschwende jede Menge Geld. Wie willst du hier sowas rechtfertigen und als sinnvoll erachten und nicht mit Normfahrzeugen lösbar erachten?
      Zweiteres geht gegen jegliche aktuelle Einsatztaktik, aber warum ein neues böses genormtes LF 10 nehmen, wenn man doch ein veraltes LF 8 nehmen kann....
      Drittes ist der Versuch ein LF und ein Logistikfahrzeug zu koppeln. Hier habe ich jedoch das Problem wenn es ausfällt kein Logistik- und kein Löschfahrzeug mehr habe, geschweigedenn, das ich die Beladung individuell zum Einsatzort bringen kann und zeitgleich das Fahrzeug zur Brandbekämpfung einsetzen kann...

      Ich könnte die Liste von Geldverschwendung und komplett inkompetenter Planung hier fortsetzen, aber das würde den Rahmen sprengen.
      Und ja es gibt wirklich gewisse Orte wo man etwas spezielles komplett von der Norm abweichenens braucht z.B: Tunnelwehr, Werkfeuerwehren,...
      diese bilden jedoch wirklich die Minderheit.
      Aber naja heutzutage brauch ja jede Wehr was zum angeben und spezielle Sonderfahrzeuge, da sich in jeder Stadt seit 30 Jahren alles komplett verändert hat.....

      Was das Thema Fahrzeug nur für Brandbekämpfung angeht gebe ich dir vollkommen recht, gerade Sturm- und Wasserschäden angeht, sollte man das auch schon mit einem TSF_W abarbeiten können, bei uns sind auch alle TSF-W über die Norm auch mit mehr oder weniger TH-Material ausgestattet.

      3. Ja das nimmt alles zu jedoch sind die technischen Schutzmaßnahmen weitaus mehr vorhanden wie vor 50 Jahren, man sehe hier den Vergleich zu den PKW vor 50 Jahren. Und ich glaube kaum das wir jetzt aufgrund dieser Prognose für die Zukunft mit 10 Zimmerbränden pro Jahr im 300-Seelen Hinterkuhdorf rechnen müssen.

      Und wie @Heros 22/51: bereits erwähnte kann man Fahrzeuge von vor 20 Jahren nicht mit heutigen vergleichen das stimmt. Gerade was TSF-W angeht werden diese ja seit geraumer Zeit auch fast nur noch auf MAN TGM und ähnlichen aufgebaut und auch um zahlreiche Zusatzbeladungen erweitert, weswegen ich wohl hier nicht unbegründet sagen kann das der Preis und der Einsatztaktische Wert mittlerweile fast auf einer Stufe sein dürften.
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      MFG maxxam
    • Da wir jetzt geklärt haben, dass das TSF ja eigentlich doof ist und richtige Feuerwehrautos ohnehin erst ab 7.49 to. anfangen (Ist ja schon ein LKW!), wir also mindestens ein MLF brauchen, bleibt zum Schluss nur noch die Kleinigkeit der Finanzierung zu klären...., die 6 Hansel für die Fensterdeko finden wir auch schon irgendwo her.
      "Ich habe unseren alten Freund Udo Lattek in der Halbzeit gesehen,.... er hat geweint."
      Karl-Heinz Rummenigge am Abend des 8. April 2009 in Barcelona

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FFWMOG ()

    • Der bekommt mittels Handauflegen und dem neuen "Feuerwehrführerschein 2" die Befähigung zum führen von Rad- und Kettenfahrzeugen bis 80 to. Gesamtgewicht. :smile_blaulicht: :smile_blaulicht: :smile_blaulicht:

      Hab übrigens noch einen schönen BSP gefunden. Schlagkraftsteigerung mittels Motorisierung (!) Anno 2015... Man achte auf die Kosten und die Personalstruktur für die nächsten Jahre.
      "Ich habe unseren alten Freund Udo Lattek in der Halbzeit gesehen,.... er hat geweint."
      Karl-Heinz Rummenigge am Abend des 8. April 2009 in Barcelona
    • Tucktuck schrieb:

      bergp83 schrieb:

      Das war nicht relevant, da dies so oder so durch HLF und DLK der BF sichergestellt wurde. Die Schiebleiter vom LF 16-TS (und seiner beiden Vorgänger selben Typs) ist da nie relevant gewesen.
      Dann wurde das TSF-W wohl als unterstützendes Vehikel betrachtet und konzipiert? Nicht für den Erstangriff im mehr oder weniger kritischen Wohnungsbrand?

      Naja, es wurde als Einsatzfahrzeug für das Einsatzspektrum der FF konzipiert. Den Erstangriff beim (kritischen) Wohnungsbrand hätte man damit auch fahren können, die Gebäude im Ausrückebereich waren eigentlich auch alle mittels Steckleiter zu erreichen bzw. waren so hoch, dass sie einen baulichen zweiten Rettungsweg hatten.

      Das Fahrzeug war gerade noch auf MAN LE aufgebaut, der mehr Gewichtsreserve hatte als der Nachfolger TGL, so dass da eben recht viel in den 7,49 Tonnen untergebracht wurde (1000 Liter Wassertank, Schaumausrüstung, Stromerzeuger, Beleuchtungssatz, Lichtmast am Aufbau, Kettensäge, Schnellangriff 50 Meter)


      Maxxam | マックス schrieb:

      Und wie @Heros 22/51: bereits erwähnte kann man Fahrzeuge von vor 20 Jahren nicht mit heutigen vergleichen das stimmt. Gerade was TSF-W angeht werden diese ja seit geraumer Zeit auch fast nur noch auf MAN TGM und ähnlichen aufgebaut und auch um zahlreiche Zusatzbeladungen erweitert, weswegen ich wohl hier nicht unbegründet sagen kann das der Preis und der Einsatztaktische Wert mittlerweile fast auf einer Stufe sein dürften.

      Dazu ist zu sagen, dass man dem zumindest in der Norm ja entgegengesteuert hat und die charakteristische Masse für das TSF.W auf 6,3 Tonnen begrenzt hat. Da Ding hat nur einen Haken, bis auf den Iveco Daily gibt es kein Fahrgestell mehr, mit dem sich das darstellen lässt, sofern man eine wirkliche Abgrenzung vom KLF haben will, das inzwischen auch 4,75 Tonnen wiegen darf und schon ein recht erwachsenes Auto ist. Nichtsdestotrotz baut man aber munter weiter TSF-W auf leichten LKW-Fahrgestellen auf, auch wenn die Nutzlast da inzwischen mehr als mäßig ist und mir auch da schon Überschreitungen der magischen 7,49 Tonnen untergekommen sind.

      Wer mal die Beladelisten vergleichen mag: Ich bin ein Link


      FFWMOG schrieb:

      Da wir jetzt geklärt haben, dass das TSF ja eigentlich doof ist und richtige Feuerwehrautos ohnehin erst ab 7.49 to. anfangen (Ist ja schon ein LKW!), wir also mindestens ein MLF brauchen [... ]

      Nunja, zumindest ich sehe das nicht so. Für mich ist aber das TSF das einzig vernünftige, von TSA, GW-TS und ähnlichem halte ich nicht viel. Wenn ich mir allerdings dieses Fahrzeug ansehe, sehe ich langsam das Ende des TSF kommen. Das novellierte KLF ist m.E. ein schon ganz ordentliches Auto, das dem TSF überlegen ist und dem TSF-W das Wasser reichen kann. Von daher bleibe ich bei meiner Meinung, dass die Entwicklung dahin gehen wird, dass die kleinen TSF-W mit dem KLF verschmelzen, während die großen Bomber dann mit in die MLF-Norm kommen.
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    • Ihr solltet mal alle auf den Boden bleiben ich habe nie gesagt das jedes Hinterkuhdorf jetzt ein HTLF 80/10000/500 bekommen soll.

      Bei hier geziegter Verbandsgemeinde merke ich mal an das wohl kaum alle kleinen Feuerwehren wirklich gebraucht werden, warum legt man nicht wenigstens ein paar zusammen?
      Ja natürlich kostet es erstmal mehr Geld eine neue Wache und ein TSF-W/MLF und einen MTW dazu zu beschaffen. Jedoch dürfte der Einsatzwert deutlich höher liegen als 3 TSF/GW-TS zu beschaffen. Ich stelle ganz einfach in Frage ob ich wirklich in jeden 200-400 Seelendorf eine eigene Feuerwehr braucht? Eine Rettungswache oder Polizeiwache steht auch nicht in jeden Dorf.

      Der Einsatzwert von einen GW-TS und eines TSF ist für den Erstangriff begrenzt, da ich auf beiden kaum TH-Material verstauen kann und auch kein Wasser mitführe. Gerade an abgelegenen Dörfern sieht es ausser dem örtlichen Feuerlöschteich sehr schlecht aus. Ja mit 400 Litern vom KLF oder 600-1000 Litern von TSF-W/MLF habe ich auch nur begrenzte Möglichkeiten, jedoch habe ich genug Wasser für Entstehungsbrände und auch noch Gerätschaften für kleinere TH-Einsätze vorrätig.
      Was für eine Aufgabe kann die TSA/GW-TS/TSF-Dorffeuerwehr den sonst ausser dem Aufbau einer Wasserversorgung und der Brandbekämpfung übernehmen? Wie oft brennt es den mal wirklich 1 Mal in drei Jahren, lohnt es sich dann Geld für eine Feuerwehr auszugeben die auch nur das kann? Die nicht mal ein Reh alleine aus dem Zaun bekommt oder ein umgefallenen Baum beseitigen kann?
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    • Den Punkt, den viele bei den kleinen Wehren vergessen, ist die Erfahrung und Ortskenntiss.

      Wer weiß denn, wie man beim Brand im Stall mit den verängstigten Tieren umgeht? Der Handwerker aus der Kleinstadt oder vielleicht doch eher der Bauer vom Dorf? Wer kennt die Hydranten, wenn man eben nicht mit Löschfahrzeugen, die riesige Tanks haben, kommt? Wer weiß, welche gebrechliche Oma in welchem Haus wohnt und vielleicht noch oben im Bett liegt, wenns unten brennt?
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    • jens91596 schrieb:

      haben von privat her einene Motorsägenschein
      Ja aber ist dieser denn für die Feuerwehr anerkannt, gab es entsprechende Schulungen, liegt entsprechende Schutzkleidung auf dem Fahrzeug.

      @bergp83 Muss ich dir zustimmen ich kenne es auch von meiner eher "dörflichen" Feuerwehr man kennt halt die kleinen Fallen und Gegebenheiten, die eine anrückende Wehr nun mal nicht kennt.

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    • Ja aber diese Ortserfahrung hätte ich bei einer Feuerwehr für drei Dörfer auch.
      Naja was das Thema Erfahrung angeht, ich möchte ja keinen zu Nahe treten aber die Routine und das ordentliche taktische Vorgehen sieht man auf dem Dorf doch recht selten. Und ob es mir jetzt einen ausschlaggebenen Vorteil bringt das ich weis das Frau L. nicht laufen kann bezweifel ich stark, schließlich kann man das auch Anwohner fragen, wie in einen größeren Ort.
      Nur aus dem Grund die kennen ihren Ort und wissen wie man bei Einsätzen mit Tieren vorgeht eine Feuerwehr aufrechtzuerhalten ist doch recht mau. Mal davon abgesehen, das man das Vorgehen auch in der Stadt lernen muss, wäre nicht das erste Mal das eine Schweinetransporter verunfallt, ein Elefant aus dem Zirkus ausbricht, die Katze im angekippten Fenster klemmt...
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    • Ich möchte mich auch mal an dem Thema beteiligen...
      Die ersten 7 Jahre meines Feuerwehrlebens (Jugend + Aktive) hatten wir hier auch nur einen TSA. Es mag sowohl Vor- als auch Nachteile geben.
      Mit unserem Traktor/Anhänger Gespann kamen wir schon hier auf dem Lande an so manch Einsatzstelle näher heran bzw war der Traktor bei manchen Einsatzlagen doch ganz hilfreich.
      Ein TSA hat die selbe Ausrüstung wie ein normales TSF (Gruppenbeladung) nur halt ohne Atemschutz). Und ich muss eingestehen, die Kameradschaft war damals um längen besser als jetzt.
      Problem ist natürlich die Motorisierung auf dem Weg zum Einsatz, die fehlenden Sitzplätze für die Kameraden, kein Wasser mit dabei und der fehlende Stauraum...
      So hatten wir mal einen großen Waldbrand, standen als erste Wehr mit unserem TSA dort oben und mussten dem Feuer beim brennen zu sehen, bzw legten schon mal Verteiler und Angriffsleitung. Mussten dann aber auf die nächsten Wehren waren, die Wasser mit brachten.

      Alles in Allem bin ich mittlerweile doch froh über unser TSF


      Lg
      Kai

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ~ Kai ~ ()

    • Eine Feuerwehr für drei Dörfer ok lass uns das mal weiter Denken, die Erfahrungen mit diesen "Stützpunktfeuerwehr" oder wie auch immer ist hier eigentlich so: Die "Dörfler" wollen nicht bis zur Wache 5km fahren man wird sich nicht einig wie was kommt was aus den Traditionen und Feuerwehren wird und so weiter, also nichts gutes bei rum gekommen

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    • Ein gutes Beispiel für den Einsatz von TSA ist der Markt Burgerbach, die haben mehrere OFW mit TSA, andere mit TSF und die letzten mit GW N.
      Diese wurden zu Löschzügen (wer wollte) zusammengelegt, so rückt der LZ 3 (1x TSF, 1x GW, 1x TSA an 3 verschiedenen Standorten) bei Brand mit dem TSF an die EST und der GW and GH der OF mit TSA, Bei TH der GW an EST, das TSF an die OF und holt Personal mit.


      110-Jungs die man ruft - 112-Männer die auch kommen!
    • So, nachdem ich wieder eine Runde zugeschaut habe muss ich sagen das wir sehr, sehr weit von der ursprünglichen Frage abgeschweift sind. Ich glaube das ich sogar irgenwo was von CSA gelesen hab, was genau das mit einem MSA zu tun hat weiss ich nicht aber ich lass das mal im Raum stehen. Eine weitere Beobachtung die ich machen konnte ist das ihr in Deutschland meiner Ansicht nach etwas zu "Normgeil" seit, nicht übel nehmen bitte. Hier bei uns ist es verdammt schwer ein Fahrzeug nach Norm zu beschaffen... Da wir die Berge, die abgelegenen Alphütten, die hintersten Täler und weiss Gott was habe sind wir auf unsere massgeschneiderten Ungeheuer angewiesen. Auch haben wir so etwas mehr Flexibilität. wir können das was wir brauchen auf ein Fahrzeug packen so können wir Kosten sparen indem das nicht jede kleine Wehr X Fahrzeuge braucht.

      Bei uns hat sich ein Stützpunkt System etabliert das meiner Meinung nach genial ist. Die Auftelung der wehren ist schnell geregelt:
      • Stützpunkt A - grosse Wehr, Spezialfahrzeuge für Strassenrettung, Atemschutzwerkstatt
      • Stützpunkt B - mittlere Wehr ausgerüstet mit Rettungssatz, Atemschutzwerkstatt
      • Stützpunkt C - Chemiewehr stationiert bei zwei Chemiekonzernen
      • Ortswehr - in pfaktisch jedem Dorf, mit Grundausstattung (KTLF, MSA, LA, SA, min. 4xAtemschutzgerät)
      Durch diese Einteilung ist es möglich das wir mit den einzelnen Ortswehren einen Schnellen Erstangriff fahren können, und zwar mit Atemschutz!

      Ich möchte auf keinen Fall sagen dass das Deutsche System nicht funktioniert, aber bei uns wäre es zu Komplex aufgebaut. Wir brauchen eine einfache Lösung mit welcher wir fahren können. Man kann unsere Dorffeuerwehren sicher nicht mit einer Berufsfeuerwehr vergleichen, das wäre wie Äpfel und Birnen.

      @Florian 11/33/1 : Ich sehe ein was du sagen willst. Hier sind es aber unter Umständen vom jeweiligen Dorf 10 Minuten fahrt bis zur "Hauptwache". In dieser Situation ist es für uns von Vorteil wenn wir in jedem Dorf eine sozusagen "eigene" Wehr bereithalten! Desweiteren sind die Leute da mit den Örtlichen Gegebenheiten vertraut. Diese kleinen Wehren sind nicht irgendwie Verzierungen im Dorf, es sind eigenständige Einheiten welche auch als solche eingesetzt werden können. Fast jeder AdF ist Atemschutztauglich.

      Jeder der mir sagen will das eine "Dörfler" Feuerwehr keine richtige Feuerwehr ist hat noch nie in Dorf gewohnt. In diesen Dörfern kennt sich jeder. Wenn dann mal wirklich etwas brennt sind diese "Dörfler" mehr als bereit zu helfen, schliesslich siehst du wie das Hab und Gut deines Freundes abbrennt. Klar sind solche kleinen Wehren im sozialen Bereich aktiver wie andere, aber ist das wirklich so falsch? Ist es nicht eher so das wenn man miteinender etwas unternimmt, sei das gemeinsam ein Bier trinkt, irgendwo essen geht, usw. dass so die Kameradschaft gestärkt wird?

      Ich habe es vorhin schon mal angedeutet: Die Ortskenntnisse. Mal ehrlich wer von uns die in einem Städtchen +2000 Einwohner lebt kennt jeden Strassennamen? Ich glaube keiner. @bergp83 hat es vorhin gesagt, diese Leute wissen wo es lang geht. Für uns von der "Hauptwache" ist es unerlässlich das wir bei einem Einsatz einen AdF am Dorfeingang stehen haben welcher uns einweist! Diese Leute können auch beurteilen ob wir nun mit unserem breiten Scania TLF oder dem schmalen Atego besser voran kommen!

      @Maxxam | マックス : Deine Idee mit der Zusammenlegung ist gar nicht Schlecht, nur wo soll die neue Wache hin? Hier muss man sich zuerst einige wichtige Fragen stellen! Für die die das Wallis kennen wissen das es ganz viele Berge hat. und die Vorfahren unserer Vorfahren haben wie ihnen gerade lustig war mal an jedem Hang ein kleines Dorf aufgestellt. wenn ich zwei wachen zusammenlegen will dann kann ich schlecht auf einer Tal Seite eine Wache schliessen und auf der anderen eine grössere hinstellen weil ich dann die Frist zum erreichen der Einsatzstelle im Dorf ohne wache nicht halten kann, weil ich zuerst von Dorf 1 ins Tal fahren muss um wieder hinauf in Dorf 2 zu fahren um mich um zu ziehen um nochmals mit dem Einsatztfahrzeug ins Tal zu fahren um wieder nach Dorf 1 zu gelangen! somit bin ich schnell mal 20 min unterwegs.

      Und alle scheinen hier was von TH Einsätzen zu spekulieren. bei euch hat doch auch nicht jede FW einen Rettungssatz, usw... das braucht man auch nicht! Wo ist das Problem wenn jemand als Förster arbeitet und wenn man mal im Einsatz eine Kettensäge braucht seine nehmen kann? Ich gehe davon aus das er ebenfalls mit ihr umgehen kann.

      Viele scheinen eines an der Milizfeuerwehr zu vergessen, das ist das jeder von uns einen anderen Beruf hat! Das wichtige daran wäre es diese gekonnt und gezielt einzusetzten!

      So nun hab ich fertig referiert, Ich entschuldige meine Rechtschreibfehler und wünsche einen guten Abend!!
    • Erstmal Danke @d.seed: endlich mal wieder einer der hier mal was kompetentes beiträgt.

      Erstmal kann man die Schweiz nicht mit Deutschland vergleichen, da es bei euch ja nie wirklich Normen gab, nach dennen Fahrzeuge beschafft wurden.
      Bei uns gibt es diese schon lange und jahrelang konnte man alles damit abdecken. Heutzutage wird halt teilweise, eins nach taktischen Grundsätzen nicht geeignetes Fahrzeug gekauft, mit dem man angeben kann. Diese sind meist viel teuerer und haben auch nur ein halbes Nutzungsniveau.
      Natürlich gibt es einzelne Fahrzeuge die nicht nach Norm beschafft werden z.B. Vorrausrüstwagen, Kleinalarmfahrzeug....
      Diese sind halt schon sinnvoll da sagt niemand was. Sich jedoch ein Wunderwuzzi-TLF 4000 auf Zetros zu beschaffen, mit dem man im Gelände aktiv werden will. Ja das mag auf den Hauptwaldwegen gehen, jedoch neben diesen wird es schon recht eng werden, mit so einer Wuchtbrumme.

      ich behaupte mal auch bei euch wäre das Normsystem sinnvoll, jedoch nicht nach unseren Normen, das wäre wirklich nichts für euere Gegebenheiten.
      Bei euch ist es ja auch etwas einfacher, ein Großteil der Beschaffungskosten übernimmt ja auch die Gebäudeversicherung, bei uns wird halt alles nur durch Kommune, evtl. mit Zuschüssen von Kreis und Land beschafft.

      Das Thema Kameradschaftspflege und einbringen in die Kommunalen Strukturen sollte auch bei ein großen Feuerwehr nicht vernachlässigt werden. Bei vielen Dorffeuerwehren ist es halt leider so das es ein paar Ausbildungsabende gibt und die Kameradschaftspflege 90% der Feuerwehr umfasst. Bei dem Feuer stehen die dann da und wissen nichts weiter.
      So gibt es in den Stadtwehren bei uns weitaus weniger Großbrände wie auf dem Dorf und wenn man sich dann das Vorgehen anschaut und als "dummer" Truppmann schon sagt das es das komplett falsche Vorgehen war, ist wohl leider was dran..

      Dein Beispiel von den beiden Dörfern wäre eine Zusammenlegung nicht möglich. Hier gibt es jedoch auch Wehren die nicht mal 1-2 km von einander entfernt sind, da wäre es halt doch Überlegungswert diese zusammen zu legen und ihnen statt zwei TSF, ein MLF/TSF-W und einen MTW+TSA zu beschaffen.

      Das mit dem TH-Sätzen stimmt, das braucht nicht jede Feuerwehr und das meinte ich nicht mit TH, hier meinte ich eher Baum auf Str., Keller unter Wasser und auslaufende Betriebsmittel nach VU.
      Das Problem dabei ist nur wenn er sich dabei verletzen sollte (davor ist niemand gefreit) dann gibt es große rechtliche Probleme. Warum hat er seine Privatsäge mitgenommen? Wer hat ihm das gestattet....
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      MFG maxxam
    • Maxxam | マックス schrieb:

      ein Großteil der Beschaffungskosten übernimmt ja auch die Gebäudeversicherung
      Deshalb haben die Gebäudeversicherungen auch Vorschriften erlassen, wie die Fahrzeuge auszusehen haben und welcher Feuerwehr aufgrund der Grösse und des Risikopotenzials welche Fahrzeuge zustehen. Da die Gebäudeversicherungen aber eine kantonale Angelegenheit sind, gibt es dementsprechend grosse Unterschiede.
      ---> §PD2 Das Fragen nach dem Erscheinungstermin einer Modifikation oder eines Updates ist verboten. <---
    • Maxxam | マックス schrieb:

      Das Thema Kameradschaftspflege und einbringen in die Kommunalen Strukturen sollte auch bei ein großen Feuerwehr nicht vernachlässigt werden. Bei vielen Dorffeuerwehren ist es halt leider so das es ein paar Ausbildungsabende gibt und die Kameradschaftspflege 90% der Feuerwehr umfasst. Bei dem Feuer stehen die dann da und wissen nichts weiter.
      Tut mir leid aber als Mitglied einer "Dorffeuerwehr" kann ich das nicht bestätigen alle Dörfer die ich bis jetzt gesehen habe sind gut bis sehr gut Ausgebildet und stehen der Stadtfeuerwehr in nichts nach, die Kameradschaftspflege ist größer das ist klar aber das ist auch ein Grund warum ich z.B. von der Stadt aufs "Dorf" gewechselt bin. Nur wir haben auch unseren Zugführer auch wenn wir nur ein Fahrzeug haben unsere GF und auch Maschinisten wir haben mehr als genug AGTs und bilden uns selber oder mit der Hilfe von Ausbildern im Kreis oder der Gemeinde weiter. Viele Dorfwehren Handhaben das so und laden Eigenständige solche Leute ein um immer auf dem Aktuellen und frischen Stand zu sein gerade was Maschinisten, Einstaz TH oder Arbeiten mit Kettensägen o.Ä. anbelangt.

      Maxxam | マックス schrieb:

      So gibt es in den Stadtwehren bei uns weitaus weniger Großbrände wie auf dem Dorf und wenn man sich dann das Vorgehen anschaut und als "dummer" Truppmann schon sagt das es das komplett falsche Vorgehen war, ist wohl leider was dran..
      Da bei uns die Dorfwehren im zweiten oder gar ersten Abmarsch für Großbrände eingebracht sind macht das kein Unterschied außer das die Stadt mit dem HLF 20 und das Dorf halt bloß mit einem LF 10 oder TSF-W daher kommt und zu Bränden im eigenen Gebiet ist es eigentlich egal da die Feuerwehrleute vom Dorf und der Stadt zusammen ausgebildet werden (Truppmann, AGT, Truppführer) und die GF oder Höher auch zusammen auf Schule fahren.

      Anscheinend kommen hier viele aus Regionen wo es wirklich starke Stadfeuerwehren gibt oder sehe ich das falsch? Denn ich muss sagen in der Stadt bei uns steht auch "nur" ein LZ und denn auch schnell voll zu bekommen ist schwierig somit werden die Dörfer alarmiert, wobei es hier keine wirkliche Unterteilung in LGs oder LZs gibt.

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    • Anscheinend kommen hier viele aus Regionen wo es wirklich starke Stadfeuerwehren gibt oder sehe ich das falsch?

      Stimme ich dir schon zu. Es kommt allgemein auf die Gesamte Feuerwehr an - ein Team ist nur so stark wie ihr schwächtes Mitglied und die Feuerwehr arbeitet ja Gemeinsam und man kann ja auch den Stadtteilwehren Sonderaufgaben zuteilen wie Führungsgruppe (mit ELW), Wasserversorgung (SW) das stärkt auch die Zusammenarbeit.
    • Die meisten Kommunen bei uns bestehen nur aus kleineren Ortsfeuerwehren (TSF-W/MLF/TSF/LF 8/6 und einige dann noch mit einem MTW ausgestattet)
      Zusammenarbeit über die Kommunengrenze kaum bis gar nicht. Da wird dann halt die TSF-Wehr aus 15 km Entfernung geholt, anstatt die 500 Meter entfernte Feuerwehr zu alarmieren, weil diese zu einer anderen Gemeinde gehören.
      Wir verfügen auch nur über sieben Fahrzeuge, das würde ich jetzt auch nicht gerade als mehr wie Löschzug sehen, dazu noch eine 2. OF mit sechs Fahrzeugen.

      Hatte leider schon mehrmals die Erfahrung, das die Dorffeuerwehren, sich kaum mal ins Feuer trauen, die Einsatztaktik ist mehr zum Kopfschütteln als alles andere...
      Dann schüttet man 10.000 Liter Wasser die Minute auf ein Haus und beklagt sich nach dem Einsatz über "Löschwassermangel"
      Dann hatte man kein Wasser an der Einsatzstelle und fordert von der Kommune eine TLF 4000-Beschaffung, komisch das beim Einsatz auch kein TLF einer der Nachbarkommune angefordert wurde. Dann fordert man den Nachalarm einer Feuerwehr die über 3 AGT in der Einsatzabteilung verfügen um genug Geräteträger zu haben....

      @Heros 22/51: Da hast du nicht gerade Unrecht. Aber die Zusammenarbeit unter den OF, selbst teilweise in der eigenen OF ist kaum vorhanden. Sonderaufgaben gibt es halt nicht gerade soviel wenn man nur über kleinere OF verfügt, was ja auch nicht schlimm ist.

      PS: Ja es gibt auch gute Dorffeuerwehren, das bestreite ich nicht mal, aber ein Großteil ist halt mehr "Heimatverein" als Hilfsorganisation.
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