Alarmstufen und AAO Thüringen

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    • Alarmstufen und AAO Thüringen

      Hallo Leute.

      Angenommen man hat in einem Ort einen Wohnungsbrand ist ja irgendwo festgelegt was muß jetzt alarmiert werden bzw wieviel.
      zum Beispiel 16x Atemschutz, 3000 Liter Wasser, 300 Liter Schaum, 1x Schieberleiter, 1x Lüfter eine DLK und 1x ELW.

      Ein normaler Löschzug hat das im Normalfall alles dabei. Auf dem Land wäre das aber auf mehrere Wehren verteilt. Da ich es in meiner Mod möglichst realistisch gestalten möchte, wäre es intressant zu wissen wie das in Thüringen geregelt ist.

      Falls jemand mal sowas gefunden hat oder es zufällig weiß und es kein Geheimnis ist, würde ich mich freuen wenn er mir weiterhelfen könnte.
    • Es wird wahrscheinlich so geregelt sein wie im Rest von Deutschland. Die Kommune entscheidet, was wann zu alarmieren ist.
      Es muss sich wahrscheinlich an gewisse Vorschriften gehalten werden, aber direkt das man vorgeschrieben bekommt zum Wohnungsbrand müssen zwei Löschfahrzeuge, eine DLK und ein ELW alarmiert werden gibt und gab es nie.

      Bei uns in Sachsen ist es so geregelt das neun Minuten nach der Alarmierung 9 Funktionen und nach weiteren fünf Minuten nochmals 6 Funktionen, also insgesamt 15 Funktionen als Mindesteinsatzstärke.
      Eine bestimmte Fahrzeugkombination ist nicht vorgeschrieben, ab einer gewissen Bebauung wird jedoch eine Schiebleiter(ggf. auch DLK) Pflicht.
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      MFG maxxam
    • Ahoi,

      Maxxam | マックス schrieb:

      ab einer gewissen Bebauung wird jedoch eine Schiebleiter(ggf. auch DLK) Pflicht.
      Das möchte ich so nicht stehen lassen, auch wenn es natürlich logisch ist. Da das Baurecht niemals nicht die Feuerwehr maßregelt, ergibt sich aus der Bebauung kein zwingendes Recht für die Vorhaltung von Rettungsgeräten. Die Feuerwehr "kann" den sog. zweiten Rettungsweg sicherstellen, muss es aber nicht. Von der Feuerwehrseite aus gesehen kann eine DLK aber mehr als Menschenrettung, z.B. Brandbekämpfung "von oben". Daher ist sie taktisch, wenn auch nicht (bau)rechtlich, "nötig" und soll in den meisten Ländern auch mindestens 1x im Kreis vorhanden sein.
      Gleiches Prinzip gilt für die Schiebleiter, wenngleich sie aus meiner eigenen Erfahrung baurechtlich bedeutsamer ist.

      Allgemein zur Fragestellung:
      Du musst schauen ob es in Thüringen ein Landesgesetz zum Brandschutz und daraufaufbauende Verordnungen und Vorschriften gibt, die die materielle AUsstattung der Feuerwehren festlegen. Im Gegensatz zu Fahrzeugen ist deren AUsstattung jedoch nicht gesetzlich festgelegt. Bei der Wassermenge ist es wie mit den Leitern, der Bedarf wird mit ainer bebauungsgerechten DImensionierung der Wasserleitungen abgedeckt, sollte mehr Wasser benötigt werden, hat der Bauherr Teiche o.ä. anzuordnen.

      Grundsätzlich sind solche Fragestellungen szenariobasiert. Falls Thüringen das nicht empirisch für alle macht, leite deine Aurüstung von den EInsätzen ab, die du in deiner Mod planst.
    • Es nennt sich wohl Einsatzmittelkette zumindest in Bayern. Und hier ist eben festgelegt, bei welcher Alarmstufe was alarmiert werden soll.
      landkreis-bamberg.de/PDF/Einsa…=PDF&WTR=1&_ts=1366811289

      Habe bisher Rahmenalarmpläne eines Landkreises gefunden. Wo es um ABC-Zug und Katastrophenschutz geht.

      Klar wird irgendwann (nach)alarmiert was benötigt wird und für besondere Objekte gibt es direkt schon einen Alarmplan.

      Aber für die Standardsachen, Klein, Mittel, Großbrand. bzw VKU wird ja irgendwie festgelegt sein. Was dort hinfahren soll.
    • Da das Baurecht niemals nicht die Feuerwehr maßregelt, ergibt sich aus der Bebauung kein zwingendes Recht für die Vorhaltung von Rettungsgeräten. Die Feuerwehr "kann" den sog. zweiten Rettungsweg sicherstellen, muss es aber nicht.

      Das stimmt auch nur bedingt. Wenn die Feuerwehr einen zweiten Rettungsweg stellen kann (bestitzt DLK) und es vom Bauamt bei einem Neubau abgesegnet wird, dass der 2te Rettungsweg durch diese gestellt wird, muss die DLK erhalten bleiben. Sprich man kann sie nicht einfach a.D. nehmen, sondern muss Ersatzbeschaffen, bzw. gewährleisten, dass innerhalb von 10(?)min eine da ist. (auch wenn sich keine FW die Leiter wegnehmen lässt, wenn sie mal eine hat :D )
    • @Tucktuck:sicherheit.sachsen.de/download…/Zwischenbericht_scan.pdf

      Seite 7:
      "Der Einsatz kleinere Löschfahrzeuge [...] ist im Redezvousverfahren möglich, soweit die vorhandene Bebauung keine Schiebleiter erforderlich macht."

      @VPI: Dies ist nur eine Empfehlung der IRLS Ostsachsen und nicht allgemein für ganz Sachsen bzw. dem gesamten Leitstellenbereich unmittelbar geltend.

      @DanielWSL: Dies ist grundlegend falsch, wenn im Brandschutzbedarfsplan keine DLK (mehr) erforderlich ist, muss und wird auch keine neubeschafft werden, es sei den die Stadt hat das Geld übrig, aber bei mittlerweile 700.000-1.000.000€ für eine neue DLK wird sich das jede Kommune mehrmals überlegen ob sie sich unnötigerweise eine neue DLK beschafft.
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      MFG maxxam
    • Maxxam | マックス schrieb:

      "Der Einsatz kleinere Löschfahrzeuge [...] ist im Redezvousverfahren möglich, soweit die vorhandene Bebauung keine Schiebleiter erforderlich macht."
      @Maxxam | マックス:
      Ich finde den ganzen Absatz genial! (im Ernst). Das ist so ein mächtiger Absatz.
      Ganz kurz um mich zu rechtfertigen: Es handelt sich dabei, wie ich ja schrieb, nicht um eine baurechtliche Anforderung, sondern um eine feuerwehrtechnische. Dass in einer solchen ein solcher Absatz steht - damit habe ich einfach nicht gerechnet.
      Ist das momentan in Sachsen so Gesetz? Oder entspringt dies leider nur diesem Bericht?