Warum hat Bayern eigentlich ein eigenes Rot Kreuz?

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  • Nach mehrfachem Lesen glaube ich deine Frage(n) verstanden zu haben.

    Wieso sich das BRK Bayerisches Rotes Kreuz genannt hat kann ich dir zwar nicht beantworten, jedoch hat mir alleine das Onkel Google bereits Auskunft über die Unterschiede zwischen DRK und BRK gegeben. Während sämtliche Landesverbände außerhalb Bayerns eingetragene Vereine (e.V.) sind, handelt es sich beim Landesverband "BRK" um eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (KöR), also einer gesetzlich mit einer Aufgabe betrauten Einheit.

    Mit dabei ist so halb deine Frage nach den "zwei Gesellschaften" beantwortet. Beim BRK handelt es sich nicht um eine eigene Gesellschaft sondern schlicht zu einem Landesverband des DRK. So gibt es neben dem Bayerischen Roten Kreuz auch noch das Badische Rote Kreuz, aber auch den Landesverband Nordrhein, insgesamt laut Wikipedia 1 Mitgliedsverbände deutschlandweit.

    (Nur mal so ganz nebenbei, ordentlich formulierte und formatierte Beiträge lassen sich deutlich angenehmer lesen.)
    Es grüßt der Freddi. :)

    Autoren im Avatar: NNICO, mibblitz, Chidea, Shogoon84, Florian B., Niederwallufer, FeuHa, Max2611, surroundkeller

  • Ich kann mir vorstellen, wie schon gesagt wurde, dass es viele verschiedene Landesverbände gibt. Wahrscheinlich eher 16 und nicht 1.
    aber Bayern muss sich immer von der Menge abheben und um die Körperschaft des öffentlichen Rechts deutlicher zu machen, hat man sich halt BRK genannt. Welche genauen historischen Hintergründe zu der Namensabspaltung geführt haben weiß ich nicht.
    Ich weiß nur, dass sich das BRK auf Grund seines Sonderstatus Rechte herausnimmt, was meiner Meinung nach nicht der Fall sein sollte.
    Was bei denen zu alles sch**** ist, gehört aber in einen anderen Thread. Bei diesem Thema schreib ich mich aber immer total in Rage, weil mich diese WirSindBesserAlsAlleAndereObwohlManObjekivWeißDassDasNichtStimmt-Politik nervt.
    Mich wird ein Verein, der schon so eitel ist, dass er einen anderen Namen braucht nie als Arbeitskraft bekommen.
  • Dass das BRK einer der Landesverbände ist, wurde ja jetzt oft genug erwähnt.

    Warum es aber getrennt betrachtet werden muss, liegt an unseren Besetzern.
    Das DRK wurde am 19. September 1945 in der sowjetischen und in der französischen Besatzungszone am 3. Januar 1946 aufgelöst. In der amerikanischen Besatzungszone (heute der nördliche Teil von Baden-Württemberg, Bremen, Hessen und Bayern) konnte das DRK dagegen in seiner bisherigen Rechtsform der „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ weiterarbeiten, während in der britischen Zone und später auch in der französischen Zone DRK-Landesverbände als „eingetragene Vereine“ neu gegründet wurden. Eine Ausnahme bildete zunächst das Saargebiet, wo das bisherige DRK unter der Bezeichnung „Saarländischer Sanitäts- und Hilfsdienst“ (SSHD) seine Arbeit fortsetzte. Das „Deutsche Rote Kreuz in der Bundesrepublik Deutschland e. V.“ als Bundesverband wurde am 4. Februar 1950 in Koblenz wiedergegründet. Am 26. Februar 1951 wurde es durch die deutsche Bundesregierung als nationale Rotkreuz-Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland anerkannt. Diese Anerkennung wurde mit Schreiben vom 27. September 1956, bedingt durch den Aufbau der Bundeswehr, neu gefasst. Die Anerkennung durch das IKRK erfolgte am 26. Juni 1952.

    Der „Saarländische Sanitäts- und Hilfsdienst“ wurde nach der Eingliederung des Saargebietes in die Bundesrepublik Deutschland als „Landesverband Saarland“ wieder Bestandteil des Deutschen Roten Kreuzes.
    Und weiter:
    Die Mitgliedsverbände des DRK e. V. sind, bis auf das Bayerische Rote Kreuz (BRK), ebenfalls eingetragene Vereine. Gleiches gilt für deren unmittelbare Mitgliedsverbände. Ausgründungen von Aufgabenfeldern – zum Beispiel Blutspendedienste, Rettungsdienste, Altenpflegeheime und Krankenhäuser – aus den Vereinen wurden in Form von gemeinnützigen GmbHs vorgenommen. Eigentümer sind jedoch weiterhin die DRK-Vereine. Eine Ausnahme bildet das Bayerische Rote Kreuz, dem bereits im Jahr 1921 und nach dem Zweiten Weltkrieg am 27. Juli 1945 die Stellung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen wurde. Das BRK ist insgesamt in einer Körperschaft des öffentlichen Rechts organisiert; die Bezirks- und Kreisverbände haben daher keine rechtliche Eigenständigkeit gegenüber dem Landesverband. Der Landesverband Hessen, der zunächst ebenfalls öffentlich-rechtliche Körperschaft war, hat diesen Status inzwischen abgelegt und den eines eingetragenen Vereins angenommen.
    Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Rotes_Kreuz

    PS: Ich hab die wichtigen Stellen mal fett gemacht ;)
    Ich bin zu neunzig Prozent der Meinung, dass achtzig Prozent der Bevölkerung hundertprozentig zu verarschen sind.

    (Dieter Hildebrandt 1927-2013)
  • @carli96: nix geht über blinde Schwarzmalerei, vor Allem wenn man im selben Satz auch noch zugibt, keine Ahnung davon zu haben.

    Was wäre das Leben ohne Vorurteile? Richtig: Langweilig! :hmmm:


    Aber die rechte, die sich das BRK "rausnimmt", würden mich dann schon interessieren^^
  • Kermit schrieb:

    Aber die rechte, die sich das BRK "rausnimmt", würden mich dann schon interessieren^^
    Möglicherweise meint er das Recht/Gesetz, welches aussagt, dass bei einer Ausschreibung eines Rettungsdienststandortes die HiOrgs immer vor privaten Rettungsdiensten kommen sollen.
    Sprich, es kann nur dann ein Privater die Ausschreibung gewinnen, wenn keine HiOrg, gleich ob BRK, MHD, JUH oder ASB daran teilnimmt. In wie weit das jetzt aber schon Gültigkeit hat, kann ich auch nicht sagen.

    Was man als "Recht rausnehmen" auch noch gelten lassen könnte, ist vielleicht die Tatsache, dass die Rettungsmittel des Rettungsdienstes Bayern federführend durch den Landesverband beplant und beschafft werden.
    Ich bin zu neunzig Prozent der Meinung, dass achtzig Prozent der Bevölkerung hundertprozentig zu verarschen sind.

    (Dieter Hildebrandt 1927-2013)
  • carli96 schrieb:

    Was bei denen zu alles sch**** ist, gehört aber in einen anderen Thread. Bei diesem Thema schreib ich mich aber immer total in Rage, weil mich diese WirSindBesserAlsAlleAndereObwohlManObjekivWeißDassDasNichtStimmt-Politik nervt.
    Wie mich solche Posts nerven...
    Ich lass jedem seine Meinung zu egal welchem Thema - aber wenn man sie zum Ausdruck bringen möchte, dann bitte sachlich bleiben.
    In Bayern ist definitiv nicht alles schlecht, nur weil es manchmal nicht dem entspricht, was andere Bundesländer machen.

    JuniorKDK schrieb:

    Kermit schrieb:

    Aber die rechte, die sich das BRK "rausnimmt", würden mich dann schon interessieren^^
    Möglicherweise meint er das Recht/Gesetz, welches aussagt, dass bei einer Ausschreibung eines Rettungsdienststandortes die HiOrgs immer vor privaten Rettungsdiensten kommen sollen.
    Sprich, es kann nur dann ein Privater die Ausschreibung gewinnen, wenn keine HiOrg, gleich ob BRK, MHD, JUH oder ASB daran teilnimmt. In wie weit das jetzt aber schon Gültigkeit hat, kann ich auch nicht sagen.

    Was man als "Recht rausnehmen" auch noch gelten lassen könnte, ist vielleicht die Tatsache, dass die Rettungsmittel des Rettungsdienstes Bayern federführend durch den Landesverband beplant und beschafft werden.
    Dass mit den Ausschreibungen kann ich so noch nicht bestätigen, wir hatten sehrwohl einen einen Wettkampf, als es um die Ausschreibung eines neuen Standortes ging. Der private Anbieter hatte da sogar die besseren Chancen.


    Zu den Beschaffungen: Diese werden vom BRK organisiert, es arbeiten jedoch alle Hilfsorganisationen mit, wenn es um Neuerungen geht.
  • Ich kann Carli schon verstehen mit seiner Meinung, manchmal glaubt man das mit einander im Bund ist noch nicht ganz durch gedrungen siehe stromtrassen etc. Aber darum dreht es sich ja nicht das mit dem einheitlich beschaffen ist ja keine dumme Sache auch andere Dinge sind ganz gut gemacht und am ende das brk hilft genau so wie das DRK o.Ä. von daher

    Autoren im Thread der Mod zu finden! - Es könnte sein das meine Beiträge nicht immer zu 100% stimmen. Für diese evtl. Fehler kann ich nicht haftbar gemacht werden
  • Das mit den Ausschreibungen ist schlichtweg falsch, da gab es auch mal Klagen der Privaten dazu. An den Ausschreibungen nehmen private Unternehmen genauso und auch gleichberechtigt teil...

    Und dass unsere Fahrzeuge vom Landesverband ausgesucht werden, ist mir auch neu^^ Evtl mag euch das so vorkommen, da wir in Bayern in der Tat einheitlich alle RTWs zentral beschaffen - aber das hat nix mit dem BRK zu tun. Der RTW vom privaten Anbieter ist identisch mit denen der öffentlich rechtlichen, bis auf das Logo auf der Seite... Ich bin schon viele Jahre im Rettungsdienst und diese zentrale Beschaffung der Fahrzeuge mit der stetigen Weiterentwicklung dieser ist das beste, was ich je erlebt habe hinsichtlich Fahrzeugbeschaffungen! Aber das BRK beschafft die Fahrzeuge nicht...

    Nebenbei sind alle Landesverbände im Prinzip unabhängig. Der Unterschied in der Rechtsform ist auch nicht so tragend und vor Allem komplexer als gedacht. Im Rettungsdienst ist das z.B. nochmals anders - daher steht auf meiner Uniform auch DRK und nicht BRK. BRK steht nur auf den Uniformen des Ehrenamts (Wasserwacht, Bereitschaften, etc...).

    Dass unsere bayerischen Politiker so ab und an mal übers Ziel hinausschießen mag unterschiedliche Gründe haben. Einer ist mit Sicherheit, dass diese Taktik bislang immer funktioniert hat^^ (Viel und unrealistisch fordern, dann gibts später das, was man ursprünglich wollte). Und nebenbei liegt es evtl auch daran, dass wir Haupt-Geldgeber im Länderfinanzausgleich sind. Und wie das meist so ist, wer zahlt, der hat auch was zu sagen. Klingt überheblich und ich bin weis Gott nicht immer der gleichen Meinung wie unsere Landesführung, aber was dran ist dabei allemal. Dass es bei uns so schlimm ist, merkt man ja auch daran, dass *Achtung Ironie* keiner hier herziehen will und daher die Immobilienpreise so stark in den Keller sinken, was man bei der hohen Arbeitslosigkeit und Kriminalitätsrate auch verstehen kann... *Ironie aus*
  • Kermit schrieb:

    Aber das BRK beschafft die Fahrzeuge nicht...
    Habe ich auch nie behauptet. Ich sagte federführend beteiligt und das stimmt auch. Das die anderen HiOrgs genauso mit reden dürfen habe ich nie in Frage gestellt ;)
    Das Team des Fachbereichs „Produktentwicklung und Produktqualität“, kurz PEQ,
    im Bereich Rettungsdienst des BRK kümmert sich schwerpunktmäßig um die
    Beschaffung von Fahrzeugen, Material und Gerätschaften für alle
    öffentlich-rechtlichen Leistungserbringer im Landrettungsdienst.
    rettungsdienst.brk.de/technik
    Ich bin zu neunzig Prozent der Meinung, dass achtzig Prozent der Bevölkerung hundertprozentig zu verarschen sind.

    (Dieter Hildebrandt 1927-2013)
  • @carli96: 1) Was hat dein Post mit dem Thema zu tun?
    2) Wenn ihr euch in der Presse nicht genug repräsentiert fühlt ist das euer Problem, ihr könntet einfach mit der örtlichen Presse kommunizieren und zusammen arbeiten. Sich einfach hinstellen und sagen "mimimi, die sind öfter in der Zeitung" macht es nicht anders und bringt nichts.
    3) Was du gerade betreibst ist übelste Rufschädigung. Ich glaube nicht, dass es für die Dinge, die du sagst offizielle Aussagen gibt.
    4) Dir ist sicherlich bewusst, dass jährlich exakte Gutachten über den Rettungsdienst erstellt werden. In diesen Gutachten finden sich alle Daten zu den Transporten/Notfalleinsätzen. Wenn alle KTWs in einer gewissen Zeit z.B. "zu wenig" Transporte schaffen sollten, vergleichbare Fahrzeuge aber deutlich mehr, würde das auffallen und Konsequenzen für die Organisation haben.
    5) Das mit der Zeitung mag ein subjektiver Eindruck sein. Auch solche Vorfälle würden entsprechend in der Leitstelle dokumentiert und verfolgt. Hast du dir die Option schonmal überlegt, dass es sich um die Einwirkzeit einer Desinfektion handelt?
    6)Die Beschaffung der EKGs erfolgt Organisations intern, wenn eure Kostenstellen kein Geld haben bekommt ihr keine. Während die Beschaffung der RTWs über den Zweckverband geschieht, wobei hier auch die Ausstattung eindeutig ist.
    Es ist noch kein Fallschirmjäger vom Himmel gefallen

  • Natürlich hat mein post nichts mit demThema zu tun.

    Naja, was heißt rufschädigend. Wenn du beim roten Kreuz bist, dann wirst du über die anderen Organisationen auch viele komische Dinge kennen. Außerdem habe ich ja nie gesagt, dass wir total gut sind. Bei uns läuft auch einiges schief, gerade bei den Gehältern, wo das Kreuz uns deutlich Voraus ist.

    Das mit der Zeitung liegt nicht an uns; auch nicht direkt am BRK. Die Leute kennen eben fast nur das rote Kreuz. Aber es wird eben auch nichts unternommen, Missverständnisse zu berichtigen, leider von beiden Seiten nicht.

    Die Leitstelle weiß das mit den langen Wartezeiten und den wenigen Fahrten, worüber es auch schon Beschwerden kamen, nicht von uns und nicht an uns.

    Wir brauchen da jetzt nicht weiter diskutieren, weil es tatsächlich das falsche Thema ist.
    Ich habe auch nichts gegen den einzelnen Kreuzler, ich unterhalte mich immer gut mit denen an der Klinik. Aber die Politik der Führung ist halt merkwürdig.
  • Eröffnungsthread wurde vom Threadersteller gelöscht
    ...später Grund der Threaderöffnung für erledigt erklärt.

    Und da es in verschiedenen Beiträgen tendenziell schon nach Ärger gerochen hat, halte ich es für besser, hier mal zu schließen. Wer noch was Substanzielles beizutragen hat, kann sich ja melden... ;)

    Moderator || Benutzerbetreuung BOS