[DRF] Rettungshelicopter Piloten Ausbildung

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    • Da du ja noch genügend Zeit hast, erleine vom Alter her, kannst du dich ja nochmal bei allen Organisationen (Bundeswehr,DRF,BuPo) schlau machen, evt hilft auch mal ein Anruf bei der jeweiligen Stelle, oder du kommst auf Berufsmessen etc, mal mit der passenden Stelle ins Gespräch (Bundeswehr Infomobil). Wer weis ob du, wenn es soweit ist noch Lust auf den Beruf hast, oder dir schon was anderes wieder gefällt. So Träume gerade Beruflich ändern sich ja schnell ;)



      Nicht mehr im Modding aktiv....
    • BuPo ist nicht BW ;) @Christoph51: meint das denke ich so: Du gehst zur Bundeswehr - machst deine Pilotenausbildung und verpflichtest dich dafür 10 Jahre bei der Bundeswehr zu bleiben. Nach der Pilotenausbildung sammelst du bei der Bundeswehr Flugstunden - dann kannst du, vorausgesetzt du bist geeignet, dort auch RTH Pilot machen und dann auf dem RTH in Ulm/Koblenz(ADAC Maschine aber Crew von der BW) fliegen. Zum BMI direkt, also Christoph 2 kannst du dann erst NACH den 10 Jahren bei der Bundeswehr und weiteren 2 Jahren Polizeiausbildung(Vorrausetzung um als Pilot bei der BuPo zu arbeiten) gehen.
      Nicht mehr im öffentlichen Modding aktiv....Naja evtl noch für die ein oder andere Kleinigkeit
    • Die Bundeswehr Ausbildung dauert deutlich länger. Der normale Offizier ist schon 13 Jahre dabei. Dann kann man davon ausgehen dass man als Helipilot 15-17 Jahre da sein muss und davon so 5-6 Jahre im Ausland fliegen darf.( wenn denn mal was fliegt :D

      Außerdem ist da die Aussiebung entsprechend hart, auch mit gesundheitlichen Untersuchungen bei denen man Sachen findet, von denenam vorher noch nie gehört hat. Von den Flugzeugführern weiß ich, dass die in den Einstellungstest standardmäßig in die Röhre gehen und die Wirbelsäule gescheckt wird. Auch schlechte Zähne(Füllungen) können zumindestens bei Fliegern Probleme machen.
      Die Ignoranz und Faulheit mancher überrascht mich immer wieder!
    • Ich weiß nicht woher die ein oder anderen ihre Zahlen haben, jedoch sind 10 Jahre bei der Bundeswehr falsch.

      Hier muss man sich als Offizier im Fliegerischen Dienst bewerben, was eine Mindestverpflichtungsdauer von 16 Jahren mit sich bringt. In dieser Zeit wird man zum einen als Führungskraft der Luftwaffe ausgebildet, vorher natürlich die generelle Grundausbildung, und danach kommt die Fliegerische Ausbildung. Hierbei sollte bereits gesagt sein, dass auch bei den kleinsten Anzeichen einer Schwäche sofort der Rotstift angesetzt wird, und man aus dem Bewerbungsverfahren draußen ist. Man hat zwar einen zweiten Versuch, scheitert dieser aber, ist es vorbei mit der Offiziersbewerbung. Und da Pilot bei der Bundeswehr ein Offiziersrang ist, muss man auch diese Bewerbungsverfahren durchlaufen. Am Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr kommt man nicht vorbei. (Infos hier)

      Zuletzt sollte noch gesagt werden, Voraussetzungen sind bei den "Großen Offiziersausbildungen" Mindestens ein Gutes Abi. Bei den vielen Bewerbern für den Fliegerischen Dienst hat man eine große Auswahl, und kann somit sich wirklich die Besten der Besten rauspicken. Mit einem mäßigen Abschluss sind die Chancen dann doch sehr sehr klein. Dem sollte man sich immer bewusst sein, auch wenn man sich sagt: 8. Kllasse, dann hab ich ja noch genug Zeit bis zum Abi. Zeit ist da ... nur wenn die Basics, grad in Mathe, dort nicht sitzen, wirds im Abi um so schwieriger, und man hat entweder absolut keine Freizeit mehr und muss nur noch lernen, oder aber man begnügt sich mit dem Mittelmaß. Nur dann kann man sich einen Beruf wie Pilot bei der BW abschminken. Sehr wichtig hier ist eine Beherrschung von Sprachen, sowohl die Muttersprache, als auch Englisch und nach Möglichkeit eine zweite Fremdsprache. Englisch muss hierbei flüssig und problemfrei sein, wenn man sich was zusammenstammelt, ist der Rotstift nicht weit. Physik und Mathematik sollten ebenfalls sitzen für die spätere Ausbildung zum Luftfahrzeugführer.

      Und wenn das alles stimmt muss noch die eigene Gesundheit analysiert werden. Hier muss man auch kurz über den Tellerrand schauen, was haben denn Elter / Großeltern für Krankheiten / Beschwerden. Die einen bekommen im Kindergarten ne Brille, die anderen erst Mitte 20, die einen haben eine vererbte Rot Grün Schwäche, die anderen haben in der Familie vermehrtes Vorkommen von Diabetes oder anderer Stoffwechselerkrankungen. Ebenso sind Atemwegserkrankungen im Stammbaum zu beachten, ob und wie oft diese vorkommen oder nicht. Und nicht zu vernachlässigen ist auch die körperliche Kondition. Ein bisschen Sport machen reicht hier nicht, hierfür muss man richtig fit sein, Bewertungstabelle. Bestanden hierbei heißt nur, dass man nicht durchgefallen ist. Genommen werden aber auch hier nach Möglichkeit nur diejenigen, die im oberen Punktebereich sich befinden.

      Letztendlich muss man alle diese Punkte durcharbeiten, und wenn man sicher sein kann, dass man bei allen diesen Punkten sehr gute Leistungen abliefern kann, dann sind die eigenen Chancen gut. Hat man bei bestimmten Punkten seine Zweifel, eventuell sogar Probleme diese jemals erfüllen zu können, muss man ehrlich zu sich selber sein und evtl die Pläne ändern.

      Wie es bei der BuPo aussieht, kann ich nicht direkt sagen, aber da beides Bundesbehörden sind, vermute ich mal sind die Voraussetzungen sehr ähnlich.

      Also Glückauf hierbei

    • Bei der Bundeswehr könnte ich mir vorstellen, dass deine Ausstauballergie ein Ausschlußgrund sein könnte, darfst dich da aber auch nicht auf mich verlassen. Ich finde es aber immer witzig wie die Leute eine Reportage sehen und dann von einer Minute auf die andere sagen: "Das ist meine Traumberuf, ich kann mch gar nichts anderes vorstellen". Ein Traumberuf entwickelt sich meiner Meinung nach, aber genug zu meiner Meinung.

      Hast du den Überhaupt schon mal Berührungspunkte mit dem Rettungsdienst gehabt? Auch die Jugendfeuerwehr bringt dir keinen nachhaltigen Eindruck in den Berufsalltag eines Berufsfeuerwehrmanns, wie sollte das dann also eine Rerpotage schaffen. Hast du schon mal einen echten Menschen reanimiert, gespürt was es für ein Gefühl ist die Rippen unter seiner Hand knacksen zu spüren? Bist du schon mal in total heruntergekommen Wohnungen gelaufen, wo du am leibsten wieder rückwärts raus möchtest? Ich bin zwar noch nicht lange im Rettungsdienst, aber kann trotzdem die ein oder anderen Geschichten erzählen.
      Deine Aufgabe wird es natürlich nicht sien, die Leute zu versorgen, dafür gibt es ja den Notarzt und den RA, jedoch wirst du auch in der Luftrettung mit solchen Sachen konfrontiert werden.

      Ich will dir echt deinen Traum nicht kaputt machen, aber zu einem Beruf gehört mehr wie eine Ausbildung und ein Schulabschluss, die man irgendwie überstehen muss.
      Du bist jetzt anscheinend gerade mal in der achten Klasse. Plane dein Leben nicht zu sehr, du wirst es auch gar nicht schaffen. In ein oder zwei Jahren gefällt dir wieder etwas komplett anderes. Versuch einfach das besste aus deiner Schulzeit herauszuholen (das Fleiß-Leistung Verhältnis muss ja auch stimmen) und freu dich an deinen Träumen, lass dich aber nicht davon "nervös" machen und nur in eine Richtung lenken. Vielleicht machst du demnächst irgendwo ein Praktikum und willst dann Deutschlehrer werden, dann warst du gut in Physik und hast Deutsch schleifen lassen. Auch wieder blöd. Also mein Tipp: Lass das Leben laufen, irgendwie ergibt sich alles von selber. Ich finde es aber trotzdem schön, wenn du weist was du machen möchtest und ein Ziel vor Augen hast, das hat mir auch oft geholfen.
    • Grisu83 schrieb:

      nd nicht zu vernachlässigen ist auch die körperliche Kondition. Ein bisschen Sport machen reicht hier nicht, hierfür muss man richtig fit sein, Bewertungstabelle.

      Also ich war 2008 an der OPZ. Der sportliche Test war damals nicht übermäßig schwer, so lange man vorher auch sportlich bisschen was gemacht hat( und zusätzlich Klimmzüge). Die Gesundheitshistorie der Familie war auch egal.
      Englisch sollte man sicher auch können, bei uns waren aber die "normalen" Abikenntnisse ausreichend.
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    • GreenCookieHD schrieb:

      was ist mit dem ADAC? Wie läuft das da ab?


      Hey :)
      Also ich stecke zwar nicht drin kann dir aber durchaus sagen das es bei der ADAC Luftrettung nicht anders ist wie bei der DRF oder anderen Organisationen die Luftrettung anbieten. Du kannst dich bei vielen wenn nicht sogar allen Luftrettungsbetreibern immer nur als "Fertiger Pilot" bewerben. Was das heißt kannst ja meinen Vorrednern entnehmen.
      Heißt also du musst bevor du in die Luftrettung gehst entweder halt den ich nenne es jetzt einfach mal "Helilappen" Privat (kostet viel Geld und Zeit) bei der Bundeswehr oder BuPo machen.
      Andere Möglichkeiten werden dir nicht offenstehen.

      Außer natürlich du sieht von Pilotenschein ab und Studierst Medizin usw. wirst Notarzt sammelst vieeel Erfahrung und lässt dich als Notarzt einstellen bei DRF ADAC usw. auch das wird viele Jahre dauern.
      Was aber auch geht der Luftrettungsassisten oder wie es ja heißt HEMS Crew Member (HEMS = Helicopter Emergency Medical Services). Durchläufst du die Ausbildung zum inzwischen Notfallsanitäter sammelst auch Jahre lang Erfahrung machst denn die HEMS Zusatz Ausbildung und versuchst es dann.

      Unterm Strich wird aber bei allen 3 Möglichkeiten in den Heli bei der Luftrettung vieel viel viel Zeit den Berg runter fallen.

      Grüße Max2611 :D
    • Ich glaube du hast keine Vorstellungen, was der Pilotenschein kostet?
      Du kannst hier mit Kosten von weit über 100000€ rechnen, oben drauf kommen dann noch die Lebenshaltungskosten während der Ausbildung, weil du ja in dieser Zeit kein Geld verdienst. Dieses Geld mit Arbeit aufzutreiben halte ich für sehr schwierig und langwierig.
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    • Du brauchst mehr Geld. Wenn du Lebenshaltungskosten mit einrechnest würde ich mal von 200000€ ausgehen.
      Denn es reicht nicht der kleine CPL Schein, sondern du brauchst die große ATPL-Lizenz. Zusätzlich kommen dann noch Typenberechtigung und andere Freigaben. Sowie entsprechende Erfahrung an Flugstunden bei Privaten Firmen um eine Chance als Rettungspilot zu haben.
      Dann hat man überhaupt eine Möglichkeit sich zu bewerben.
      Auf vielleicht insgesamt 300-400 Stellen bei DRF und ADAC. Ich denke mal der Bedarf an Neueinstellungen pro Jahr dürfte im niedrigen zweistelligen Bereich sein. Hinzu kommen dann noch viele viele andere Bewerber, insbesondere auch ehemalige Piloten der Bundeswehr.

      Sich diese Summe anzusparen erfordert einiges an Zeit und auch einen ordentlichen Job, bei den man ausreichend Geld zur Seite legen kann. Ich schätze mal so mindestens 15 Jahre bei einem halbwegs gut bezahlten Job. Den man dann für eine ungewisse Zukunft aufgeben würde.

      Mach also erstmal deinen Schulabschluss und schau dann nochmal was du werden willst, es wird sich wohl noch einige Male ändern. Falls du dann immer noch Pilot bei der DRF oder ADAC werden willst, kannst du dir ja nochmal überlegen wie du das angehst.
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    • Jetzt muss man schon ein wenig schmunzeln, wenn man dies hier so liest ;) Das klingt dann doch sehr so, als ist man sich der Summe 120.000 Euro nicht wirklich bewusst... Wenn man jeden Monat von seinem Geld 500 Euro dafür zurücklegt, ist man nach 20 Jahren fertig... Mit der Option Bundeswehr wäre man da bereits schon 4 Jahre mit seiner Verpflichtung fertig und hätte eine klasse Berufserfahrung in dem Berufsfeld. Bei einem Verdienst von 2000 Euro im Monat wären die 500 Euro ein Viertel. Und hierbei sind noch nicht mal die Steuern abgezogen, die man auch noch zahlen muss. Um sich mal eben einen Pilotenschein "nebenher" zu verdienen in einer absehbaren Zeit muss man entweder im Lotto gewonnen haben, oder aber einen verdammt gut bezahlten Job haben. Und wenn man zweiteres hat, stellt sich die Frage, ob man diesen so gut bezahlten Job dann wirklich aufgeben würde, bei dem man wahrscheinlich mehr verdienen wird, als beim Heli Pilot. Und selbst wenn man dann den Flugschein hat, muss ja irgendwoher noch die Flugerfahrung kommen bis man als RTH Pilot eingestellt werden könnte. Die Frage, wovon man Wohnung / Haus / Familie / Auto bezahlen möchte stelle ich noch nicht mal dann ;)

      Man möchte hier keine Träume zerstören oder so, dennoch sollte man auf dem Boden der Tatsachen bleiben... Ohne Subventionierung der Ausbildung zum Fluggeräteführer ist es nahezu unwahrscheinlich in diesem Beruf einzusteigen. Dies sollte ein jedem klar sein, der ähnliche Vorstellungen davon hat.

      str1k3r schrieb:

      Also ich war 2008 an der OPZ. Der sportliche Test war damals nicht übermäßig schwer, so lange man vorher auch sportlich bisschen was gemacht hat( und zusätzlich Klimmzüge). Die Gesundheitshistorie der Familie war auch egal.
      Englisch sollte man sicher auch können, bei uns waren aber die "normalen" Abikenntnisse ausreichend.


      Ich hab nur aus den Erfahrungen gesprochen, die ich damals hatte, als ich 2003 bei der OPZ gewesen bin. Die durchschnittlichen Englischeleistungen (10 Punkte im Zeugnis) wurden bereits angekreided als "Schwäche" und beim Sporttest war das Bestehen nicht die große Schwierigkeit, eher das "sich von den anderen Abheben" um zu den fittesten zu gehören war die Herausforderung, der ich mich aber nicht mehr stellen musste, da bei mir damals eine leichte Dyschromasie festgestellt wurde. Ärgerlich aber nundenn ... Nen Erlebnis war die knappe Woche dennoch, und man hat bis heute sogar noch Kontakt zu einigen mit denen man damals auf der Stube war. Wie weit heute die Anforderungen noch so sind wie damals kann ich daher nicht mehr sagen, mir kamen sie damals aber doch relativ streng vor. (Ach was waren das Zeiten, wo jeder noch zur Musterung musste ;) )

      So weit so gut,

      einen netten Sonntag noch ;)