Presse "mit Signal" zu Einsätzen

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    • Presse "mit Signal" zu Einsätzen

      Hallo zusammen,

      in letzter Zeit ist es mir vermehrt aufgefallen, dass einige Presseleute (meistens kleinere Onlinedienste) mit Gelblicht zu Einsätzen fahren und sich auch hinter Einsatzfahrzeugen duch die Rettungsgasse quetschen. Hier z.B. bei einem schweren VU auf der Autobahn hinter einem RTW durch die Rettungsgasse.
      Da hier auch einige Fotografen und Presseleute aktive sind mal die Frage: Gibt es da irgendeine Genehmigung, mit der ein solches Verhalten zugelassen ist und die den Einsatz von Gelblicht während der Fahrt erlaubt ?

      Leider habe ich im Einsatz besseres zu tun, als diese Leute darauf anzusprechen und meistens sehe ich sie auch erst im nachhinein und bin nicht Augenzeuge von solchen Aktionen. Allerdings finde ich das ein absolutes no-go. Hat jemand von euch diese "Problem" auch und hat eine Lösung dafür ? Als kleiner FWler habe ich eig. keine Lust an der E-Stelle mit denen rumzumeckern (insbesondere, da es von der Polizei augenscheinlich geduldet wird) und im Rettungsdienst habe ich keine Zeit dafür.

      Ich freue mich auf Komentare, Vorschläge und/oder eine Rechtfertigung dieses Verhalten :)

      lg
      Daniel
    • Mit der Rettungsgasse ist halt so ne Sache... Wenn man niemanden behindert (nach Mglk. also erst fährt wenn die Einsatzkräfte durch sind) und rücksichtsvoll fährt, könnte man das durchaus durchgehen lassen. Die machen ja nur ihren Job und kommen bei einer Vollsperrung, wenn die Unfallstelle nicht gerade an einer Anschlusstelle ist, auch nicht wirklich anders hin.
      Und ja, auch Presse-Leute müssen u.U. Familie ernähren (sind ja nicht alle Wieboldt und mit ihrem Job verheiratet...)

      Wobei manchmal gewaltige Freaks dabei sind. Hab schon einen für'n Einsatzleiter gehalten... Gelbe "Warnweste" (übliches Kennzeichnungswesten-Modell), Feuerwehr-PSA. :thumbdown:
      Kennzeichnungsweste mit Aufschrift "Presse" und Rückenschild "Presse" - aber von vorne... (Und ne, der war ncht von der Feuerwehr aus da.)
    • Frag doch einfach Wikipedia, das ist eindeutig!!!!

      Falls du zu Faul bist zu lesen: NEIN, ist nicht erlaubt!

      Ich finde es aber prinzipiell in Ordnung, so lange keine Einsatzkräfte behindert werden.

      Denn auch wir alle anderen wollen Informationen.

      Wegerecht ist meiner Meinung nach im Gegensatz zu Sonderrechten nicht in Ordnung.
    • *Ironie an* Was mich viel mehr interessiert ist woher die überhaupt wissen das die Feuerwehr unterwegs ist :hmmm: *Ironie aus*

      Meiner Meinung nach haben die in der Rettungsgasse nichts verloren, weil weder wir noch die wissen ob da nicht noch was ankommt. Die Rettungsgasse endet ja schließlich in der Einsatzstelle und wo will der dann sein Auto stehen lassen? In der Gasse? in der Einsatzstelle?

      Berichterstattung von Einsätzen schön und gut, lese ich mir auch sehr gerne durch und guck ich mir auch gerne an. Aber die haben nichts im Gefahrenbereich zu tun und in einer Rettungsgasse schon mal gar nichts. Habe bei den ganzen Rettungsgassenaktionen auch irgendwie nie ne Kampagne gesehen freie Fahrt für Pressevertreter zu machen.

      Zum Gelblicht: Meines Wissens nach darf man das sowieso nur an "Gefahrenstellen" nutzen. Nichtmal während der Fahrt. Und schon garnicht als Pressevertreter der sich so kenntlich machen möchte. Gibt da andere Mittel und Wege
      FnmdF


    • rotterdammi schrieb:

      Wenn man niemanden behindert (nach Mglk. also erst fährt wenn die Einsatzkräfte durch sind) und rücksichtsvoll fährt, könnte man das durchaus durchgehen lassen.
      Woher willst Du wissen, ob da nicht noch Fahrzeuge anrollen. Je nach Einsatzort und Lage kann das eine ganze Weile dauern, bis alle da sind.
      Allein schon die unrechtmäßige Nutzung der Rettungsgasse ist rücksichtslos.

      rotterdammi schrieb:

      Die machen ja nur ihren Job und kommen bei einer Vollsperrung, wenn die Unfallstelle nicht gerade an einer Anschlusstelle ist, auch nicht wirklich anders hin.
      Ihren Job machen viele der im Stau Stehenden auch nur. Das berechtigt aber nicht zur Inanspruchnahme von §35 StVO und §38 StVO.
      Außerdem ist im §38 auch geregelt, wann gelbes Blinklicht genutzt werden darf. Da finde ich nichts, das auf Journalisten auf dem Weg zu einem Einsatzort passt.:
      StVO §38
      (3) Gelbes Blinklicht warnt vor Gefahren. Es kann ortsfest oder von
      Fahrzeugen aus verwendet werden. Die Verwendung von Fahrzeugen aus ist
      nur zulässig, um vor Arbeits- oder Unfallstellen, vor ungewöhnlich
      langsam fahrenden Fahrzeugen oder vor Fahrzeugen mit ungewöhnlicher
      Breite oder Länge oder mit ungewöhnlich breiter oder langer Ladung zu
      warnen.
      Im §11 StVO steht auch nichts von Rettungsgasse für Journalisten. Die Nutzer der Rettungsgasse sind ziemlich klar geregelt.


      Die StVO für alle Interessierten zum Nachlesen.
    • >Was mich viel mehr interessiert ist woher die überhaupt wissen das die Feuerwehr unterwegs ist
      Verkehrsmeldungen, Kontakte... Die Finger selber dreckig machen sich die wenigstens - Kontakte reichen völlig. :D

      >Ihren Job machen viele der im Stau Stehenden auch nur
      Die müssen zru Ausübung ihres Berufs aber nicht an die Unfallstelle..
    • rotterdammi schrieb:

      >Ihren Job machen viele der im Stau Stehenden auch nur
      Die müssen zru Ausübung ihres Berufs aber nicht an die Unfallstelle..
      Aber möglichst zeitnah dran vorbei? ;)

      Ich schließe mich hier Marktmeister vollkommen an. Es ist klipp und klar geregelt wer die Rettungsgasse und wer gelbes Blinklicht oder ähnliches nutzen darf. Da gibt es eigentlich nichts zu diskutieren.


      Gruß
      Jonny
    • Lange überlege ich schon hin und her, ob ich diesen Beitrag einer Antwort würdigen sollte....

      Danke für das Fullquote vor allem im Namen derer, die entweder zu faul sind alles zu lesen oder nicht in der Lage sind auf einen Link zu klicken....

      Rein rechtlich ist es keine Frage, ob die Presse Gelblicht oder eine Rettungsgasse nutzen darf.

      Die Frage, die viel interessanter ist, sollte sie oder nicht.

      Wenn man nun der Presse diese Verfehlung durchgehen lässt sollte es aber im allgemeinen Interesse liegen.
      Warum?
      Ersten binde ich keine Ordnungskräfte zur Durchsetzung dieser Regelung und zweitens auch keine, die dann die Presse durch eben diese Gasse leiten muss.

      Sicherlich ist das öffentliche Interesse an Informationen nachrangig gegenüber dem des Schutzes bedeutender Sachwerte oder gar der Rettung von Menschenleben oder auch nur der Sicherung des Verkehrsflusses.
      Wenn aber nun die Presse niemanden behindert, sollte diese auch an den Schadensort heran dürfen um die Allgemeinheit mit Informationen zu versorgen. Und nur weil eine Pressefahrzeug die Rettungsgasse befährt oder Gelblicht zeigt wird nicht zwangsläufig gleich jemand behindert.

      Ne Frage noch an diejeigen, die es stört, wenn die Presse selbiges tut:

      Wollt ihr allgemein keine Presse am Einsatzort?
      Mögt ihr keine Presse?
      Habt ihr Angst behindert zu werden?

      Also Fazit:
      1. "Danke" für die Wiederholung von bereits gesagtem an m.
      2. Ja es ist verboten
      3. Ja ich finde man sollte ein Auge zudrücken, wenn die Presse ihrer Aufgabe nachkommt.
    • Man kann sagen wenn die Rettungsgasse nicht mehr von Einsatzmitteln befahren wird kann da gerne jeder machen was er will. Aber woher wissen wir das die Rettungsgasse nicht mehr befahren wird?

      Bei uns ist es so das erst die Abschlepper geholt werden wenn die POL mit ihrer Unfallaufnahme fertig ist. Wenn da jemand durch die Gasse tingelt ist er schlichtweg im Weg.

      Stichwort nah ans Einsatzgeschehen. Da gegen habe ich prinzipiell auch nichts. Aber woran erkennt ein Pressevertreter wo für ihn und andere Gefahren lauern? Und wie du so schön sagtest kann man dafür keine Einsatzkraft abstellen.
      FnmdF


    • Wollt ihr allgemein keine Presse am Einsatzort?
      Mögt ihr keine Presse?
      Habt ihr Angst behindert zu werden?
      Ich gehe mal von nem Mix aus 1 und 3 aus... Angst davor, dass man Fehler macht und die dann im Fernsehen laufen und Angst davor, behindert zu werden. (Ich habe allerdings noch nie einen Reporter erlebt, der irgendwen behindert hat [außer vll. Gaffer, das hab ich auch schon gemacht ^^]... Aber wird es bei den BLÖD-Leserreporter mit dem presse.ag-Presseausweis mit Sicherheit geben.)
      Und man kann auf Fehler auch Rücksicht nehmen... Eig. müste der Pannendienst-Typ Warnkleidung Kl. 3 tragen und hat keine Jacke an? Dann schneid ich das Bild eben so zu, dass der nicht daruf ist.

      Wenn da jemand durch die Gasse tingelt ist er schlichtweg im Weg.
      Glaub mir... Die Nicht-Rettungsgassen-Idioten bilden dem Abschlepper auch keine Gasse... Ob da eine Autolänge mehr oder weniger steht und nicht durchkommt, macht keinen Unterschied. Ist ja nicht so, dass ein LKW, der nicht so gut durchkommt dann einen PKW behindern würde... Sondern der Presse-PKW kommt mit SIcherheit besser durch als der Abschlepper. ;)
      Und vermutlich machen die Idioten dem PKW mit gelben Licht noch eher Platz als dem Abschlepper... :S

      Aber woran erkennt ein Pressevertreter wo für ihn und andere Gefahren lauern?
      Gesunder Menschenverstand? Und lieber mal mehr Abstand halten? Dass man an ein Unfallfahrzeug, an dem niemand mehr eingeklemmt ist und von dem keine sonstige Gefahr ausgeht [wo auch die Polizisten ohne besondere PSA rumlatschen], auch mal etwas näher ran kann für Fotos ist eig. genauso klar, wie, dass man an eine Gasflasche oder gar -tank in einem Feuer größeren Abstand einhalten sollte (BLEVE + Nähe = ungesund :whistling: sagt man jedenfalls, ich will es nicht ausprobieren)...
      Und dass man im Zweifel auch lieber etwas weiter weg bleibt, sollte selbstverständlich sein. Sollte jedenfalls.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rotterdammi ()

    • Tut mir Leid aber in den paar Jahren die ich jetzt Aktiv dabei bin und mit fremden Menschen berufstechnisch zu tun habe erlebe ich selten normalen gesunden Menschenverstand.

      Und ich kann nicht immer davon ausgehen das mein Gegenüber diesen besitzt. Und es geht hier auch nicht um Rettungsgassenmuffel sondern um die die Rettungsgasse nutzen ohne es zu dürfen um bis ganz nach vorne zu kommen.

      Und wenn doch jeder Mensch mit gesundem Verstand jede Gefahr erkennt warum muss ein Feuerwehrmann dann regelmäßig Schulungen und Lehrgänge durchlaufen wo diese selbstverständlichen Gefahren gelehrt werden.

      Pressevertreter sind in dem Hinblick der Einsatzstelle Zivilisten. Und solange der Einsatz primär läuft haben Zivilisten nichts in diesem Bereich zu suchen.

      Pressemitteilungen kann man auch verfassen wenn man nur am Rand der Einsatzstelle verkehrt
      FnmdF


    • @dnm: Du hast noch was vergessen: "Amen"... Mehr könnte ich dem nicht zustimmen


      @rotterdammi: Ich finde, des ist eine etwas verkehrte Sichtweise... Du hast Angst, dass DU einen Fehler machst und willst deshalb kei Presse da haben?
      Wie wärs mit freiwilliger Fortbildung?... Im Rettungsdienst ist es "fatal", wenn du einen Fehler machst und da sollte die Kamera an deiner Seite dein kleinstes Problem sein.


      @911Fireguy911: "Vom Rand der Einsatzstelle". Dies mag zwar bei einem kleinen Unfall im stadtinneren der Fall sein. Aber für eine Unfallstelle auf der Autobahn, die sich teilweise über mehrere hundert Meter erstreckt, kannste da von ganz hinten nimmer viel sehen.



      Ich finde ein gelbes Blinklicht vllt. etwas übertrieben. Es würden auch Magnetschilder mit der Aufschrift Presse reichen. Aber gut, es soll ihnen geduldet sein. Sie sollen aufschlussreiche Bilder oder anderes Material liefern, wodurch gut berichtet werden kann. So wird wenigstens mehr oder weniger gewährleistet, dass nicht irgend ein Schmarn abgedruckt wird, denn dann auch noch jeder glaubt "weil es ja in der Zeitung steht".
      Professioneller Hinweis- und Verwarnungssammler !

    • Es kommt auch immer darauf an,wer sich da an der Einsatzstelle tummelt.

      Erfahrene Pressevertreter von seriösen Lokal-/und Tageszeitungen werden sich wohl weniger in Gefahr begeben,als die ,sorry, "Feuerwehrfreaks" mit dem gekauften Presseausweis.

      Die "ernsthaften" Pressevertreter sind meist in einem SMS-Benachrichtigungsdienst der Polizei drin,werden also weniger über dritte informiert und müssen dann auch nicht so zu EST rasen, um "noch was zu erwischen".

      Meist sind diese auch weniger auf spektakuläre Bilder aus und begeben sich ergo meist nicht so in "Gefahr".
      Denen reicht das oft,das Wrack vor dem Abtransport abzulichten.

      Es kann natürlich immer mal was passieren.Gerade,wenn man durch Tätigkeiten,wie das Fotografieren, abgelenkt ist.
      Ich bin dabei auch schon so manches mal noch einen Schritt zurück...und noch einen...und noch einen....Und *Bumms* ,liegt man auf der Nase.
      Bin froh,dass hinter mir kein Brückengeländer war. ;)