Fernsehserie Chicago Fire

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    • Fernsehserie Chicago Fire

      Gestern Abend startete auf VOX die neue Serie Chicago Fire.

      Auf Facebook habe ich gestern bei Einigen schon diverse Kritiken gelesen, die meisten gingen in die Richtung "Der letzte Dreck, total unrealistisch und so weiter und so fort".
      Wenn ich so etwas lese, frage ich mich ja immer, mit welcher Erwartungshaltung diejenigen an eine solche Serie herangehen. Erwarten die etwa ernsthaft, dass sie eine Reportage über die Arbeit des Chicago Fire Department sehen?

      Natürlich wird in einer Unterhaltungsserie hier und da mal übertrieben, natürlich seilt sich das CFD nicht über einen gefüllten"B-Schlauch" in eine eingestürzte Baugrube ab, aber es sieht so einfach besser/cooler aus.

      Mein Fazit zu den ersten beiden Folgen: Nicht immer realistisch (es gibt/gab aber auch schon Schlimmeres), viel bla bla außenrum (es soll ja aber auch dem normalen Bürger gefallen), im Großen und Ganzen aber eine gute Serie.
      Ich bin zu neunzig Prozent der Meinung, dass achtzig Prozent der Bevölkerung hundertprozentig zu verarschen sind.

      (Dieter Hildebrandt 1927-2013)
    • Die Serie soll unterhalten und mehr nicht wenn ich dann schon lese die haben die FwdV3 nicht beachtet u.s.w dann könnte ich direkt wieder sauer werden.Ich finde die Serie interessant und wenn ich ehrlich bin wer es doch auch langweilig wenn die alles nach Vortschrift machen würden.Mal davon abgesehen das die in den USA eh ganz andere Vorschriften haben.
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    • Was, die Amis rutschen nicht an gefüllten Schläuchen runter? Schade, die Idee fand ich eigentlich ziemlich cool. ^^
      Also ich finde die Serie eignetlich auch ganz gut. Okay, es sind wieder die üblichen Stereptypen dabei, der Medikamentenabhängige, der Konflikt zwischen zwei Kollegen, die Kollegin mit Liebesproblemen und der eine, der sich einen Fehler aus der Vergangenheit nicht verzeihen kann... Und natürlich ist viel Wert auf Privatleben und zwischenmenschliche Beziehungen gelegt, was die von mir aus reduzieren könnten. Aber das ist nunmal Unterhaltungsfernsehn und da muss so was rein, ansonsten wäre es eine Reportage. Die Verteilung zwischen Action und Sozialleben finde ich aber auch recht gelungen. Wenn man sich da mal die deutschen Versionen einer solchen Serie anschaut (112 sie retten dein Leben, oder für die älteren unter uns die Feuerengel), dort liegt der Fokus doch sehr auf persönlichen Problemen.

      Und zum Thema Realismus. Auch da liegt es gegenüber der 112-Serie sicher vorn. Zumal die Serie in den USA spielt und da sowieso ganz andere Einsatztaktiken gefahren werden, als in Deutschland. Dümmlich wird es nur dann, wenn man versucht das zu übersetzen. Ich zitiere hier mal aus dem Film Im Feuer: "Danny ist im Angriffstrupp, er geht rein und rettet die Menschen. Ich bin im Schlauchtrupp, ich halte immer die Düse." :rolleyes: Aus deutscher Sicht natürlich Quatsch, aber mit etwas Hintergrundwissen weiß man, dass hier die Fahrzeugzuteilung gemeint ist, da in den USA die Engine (das "Löschfahrzeug") die Brandbekämpfung macht, während die Ladder (die "Drehleiter") sich um die Menschenrettung kümmert.
    • DIe erste Staffel wurde schon die letzten Wochen auf SRFausgestrahlt (mit Wahl zwischen deutscher und englischer Sprache).
      Da ist mir auch aufgefallen - wie Walter schon anmerkte -, dass in der dt. Version Begriffe vorkommen, die keinen Sinn ergeben.

      Der/die/das "Rescue Squad" wird ja als "Rüstzug" übersetzt; sind die Aufgaben von solch einer Company vergleichbar mit dem Rüstzug?

      Ist es denn normal, dass bei Einsätzen wie VUs immer alles rausfährt (Engine, Ladder, Rescue Squad, Battalion, Ambulance)?
    • FFW Konstanz schrieb:

      Der/die/das "Rescue Squad" wird ja als "Rüstzug" übersetzt; sind die Aufgaben von solch einer Company vergleichbar mit dem Rüstzug?
      Naja gut. Das kann man schlecht vergleichen. Der (deutsche) Rüstzug besteht aus mehreren Fahrzeugen. Eine Squad Company,in der Regel,aus einem Primärfahrzeug und,je nach örtlicher Gegebenheit,vllt .noch einem Sekundärfahrzeug. Ausstattung variiert stark. Am ehesten zu vergleichen mit einem HLF.

      FFW Konstanz schrieb:

      Ist es denn normal, dass bei Einsätzen wie VUs immer alles rausfährt (Engine, Ladder, Rescue Squad, Battalion, Ambulance)?
      Warum nicht. Bei uns fährt doch auch nicht nur der RW. ;)
    • Also in den USA ist es teilweise üblich.
      Ladder und Rescue sind die Fahrzeuge mit dem Material und den Personen (meistens mit je 6 Mann). In vielen Städten sind mehr als die Hälfte der Engine's Paramedic-Engine's und somit als First Responder einsetzbar.
      Zum Vergleich:
      Bei einem Brand in einem Wolkenkratzer (Hochhaus) in Chicago rücken: 4 Engine, 4 Ladder, 2 Squad, 3 Batallion Chiefs, 1 mobiles Führungsfahrzeug (3 Achsiger "Command Van"), 1 District Chief sowie ein Hubschrauber aus.

      Normen gibt es glaube ich eher nicht in den USA. Löschfahrzeuge mit THL-Ausrüstung sind meistens Squad's zumindest in NY (laut dem Feuerwehrmagazin).
    • Heros 22/51 schrieb:

      Bei einem Brand in einem Wolkenkratzer (Hochhaus) in Chicago rücken: 4 Engine, 4 Ladder, 2 Squad, 3 Batallion Chiefs, 1 mobiles Führungsfahrzeug (3 Achsiger "Command Van"), 1 District Chief sowie ein Hubschrauber aus.

      Feuerwehrmagazin? ;) ( :D )
      "Chicago-Jede minute ein Alarm. " oder so ähnlich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Christoph 51 ()

    • JuniorKDK schrieb:

      natürlich seilt sich das CFD nicht über einen gefüllten"B-Schlauch" in eine eingestürzte Baugrube ab, aber es sieht so einfach besser/cooler aus.

      Walter schrieb:

      Was, die Amis rutschen nicht an gefüllten Schläuchen runter? Schade, die Idee fand ich eigentlich ziemlich cool. ^^
      @Walter: Ich wurde heute eines besseren belehrt, die machen das wohl wirklich so :rolleyes:
      Ähnlich sieht es auch damit aus, dass sie bei einem Brand mittels Motortrennschleifer eine Abluftöffnung schaffen.

      Von daher, vielleicht ist die Serie für amerikanische Verhältnisse realistischer, als es der gute/brave deutsche Feuerwehrmann von zu Hause her kennt :smile_blaulicht:
      Ich bin zu neunzig Prozent der Meinung, dass achtzig Prozent der Bevölkerung hundertprozentig zu verarschen sind.

      (Dieter Hildebrandt 1927-2013)