Diskussion - Sinn oder Unsinn eines Fahrzeugkonzeptes ausserhalb der Norm.

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    • Also den RW mit Ladebordwand finde ich Berechtigt. Den GW-San teils teils.
      Um zu klaren zu kommen:
      Beim RW ist es nicht unpraktisch es gibt einige Gerätschaften die man auf einem Rollwagen besser transportieren kann. Beim GW-San ebenso dort ist es auch richtig.
      Ich kenne Varianten mit Rettungssatz, Stromerzeuger/Licht und verschiedene Gefahrgutausrüstung.Immer fest verladen.
    • Wir haben bei uns mittlerweile zwei geländegängige/-fähige Fahrzeuge mit Ladebordwand im Löschzug und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Zum einen ein Dekon-P vom Bund (Empl auf MAN TGM 18.280 4x4) und zum anderen einen kommunalen GW-L (Hensel auf MB Atego 925 AF).

      WaWa-Jojo schrieb:

      • Werden die Möglichkeiten der möglichen verschiedenen Beladungskomponenten genutzt? Oder sind im Endeffekt immer die gleichen drei Rollwagen verladen bzw. im Einsatz?
      • Wie sind die Rollwagen bei euch so beladen? Manchmal kommt es mir so vor, dass es keinen Unterschied macht, ob fünf Pylonen jetzt im Rollwagen oder so im Fahrzeug liegen ..
      Ja und nein. Standardmäßig sind bei uns zwei Rollcontainer Schlauch (500 m B-Schlauch in Buchten + Armaturen/Schlauchbrücken), ein Container mit einer TS, einer zur Ölschadenbekämpfung ("Gardena-Streuer" und verschiedenes Bindemittel) und ein Rollcontainer mit zwei Beleuchtungssätzen und Stromerzeuger verlastet. Diese sind jeweils an der linken und rechten Seite des Aufbaus abgestellt, so dass in der Mittel (oder bei Abladen der Mülltonne auch noch links) Platz für weitere (seltener benötigte) Container bleibt, die je nach Einsatzstichwort zugeladen werden. Dafür stehen Container mit Material zur technischen Hilfeleistung (Rüstholz + LKW-Rettungsplattform), Wasserschadenbekämpfung (Tauchpumpen, Wassersauger etc.), Gefahrgutbeseitigung (1x ELRO-Umfüllpumpe, 1x formstabile Schläuche) sowie weitere für allgemeine Nachschubaufgaben (u.A. Bindemittel, Atemluftflaschen, Rollschläuche, Bierzeltgarnituren + Pavillion, leer) zur Verfügung. Zusätzlich kann je nach Notwendigkeit noch auf Paletten verladenes Material aus dem Lager (TS, Material zur Verkehrsabsicherung, weiteres Ölwehrmaterial, Dichtkissen, leerer IBC, zusätzliches Dekon-Equipment, ...) binnen kurzer Zeit aufgeladen werden.

      WaWa-Jojo schrieb:

      • Wie gestaltet sich der Einsatz der Rollwagen? Ist das praktisch? Wenn ich die kleinen Gummiräder sehe und dann an matschiges oder unebenes Gelände denke, funktioniert das?
      Auf Straßen oder anderweitig gut befestigten Flächen sind Rollwagen meines Erachtens nach für Logistikzwecke das absolute Nonplusultra, da sie modular beladen und sehr flexibel sind. Wie Jonny bereits erwähnte, bist du bei matschigem oder sandigem Boden sehr schnell der zweite Sieger, was bei der Planung einfach zu berücksichtigen ist (Stichwort Rettungssatz auf Rollcontainer).

      WaWa-Jojo schrieb:

      Ist dann wirklich alles an Beladung für das jeweilige Einsatzfahrzeug nach Norm dabei, oder unterscheidet sich die Beladung eines "Logistik-Fahrzeuges" zum Normfahrzeug?
      Im Gegensatz zu dem "Ladebordwand-Fahrzeugen" wie RW, LF-L etc. ist die Normbeladung der klassischen Logistikfahrzeuge doch recht übersichtlich, egal ob es sich um bundes- (GW-L1 und GW-L2) oder landesweit (BW: GW-T, BY: V-LKW, HE: GW-L/TH, RLP: MZF nach TR 5) genormte Fahrzeuge handelt. Da es sich trotzdem um "Gerätewagen" und damit Sonderfahrzeuge handelt, ist die Normabweichung aufgrund "örtlicher Begebenheiten" naturgemäß recht hoch, was teilweise aber auch durch fragwürdige Anforderungen in den Normen zu erklären ist. So ist beispielsweise unser GW-L eine größtenteils eigene Entwicklung, die normativ irgendwo zwischen GW-L 1 und 2 angesiedelt ist, die Anforderungen des 2ers aber in manchen Bereichen übersteigt (PA im Mannschaftsraum, Lichtmastroboter auf dem Dach etc.).

      Für mehr Grautöne!
    • Meine Meinung ist das Rollcontainer rein für Logistik/Nachschubfahrzeuge da sein sollten.
      Zumindest bei der FW, beim RD kann ich nicht mit reden.
      Und ein LF logistik ist für mich totaler Quatsch.
      Und was machst du mit den Containern im Gelände bzw. auf Wiesen etc.? Einen Motor und dicke Reifen dran spaxen?
      Ich sehe auch keine Grund dafür so etwas anzuschaffen.
      Denn wir haben ja eine Norm, die die Beladung für Fahrzeuge vorgibt und womit, vilt. bis auf das eine oder andere, man eig 95% der regel Einsätze abarbeiten kann(Ich geh jetzt mal von einem HLF 10 aus).
      Hierbei muss man dann aber auch manchmal etwas kreativ sein.... :D


      Welche Fahrzeug Zusammenstellung ich auch nicht verstehe, ist ein TLF 4000 13t mit 1/8, Schere/Spreitzer...... von allem etwas, aber nix richtiges.... (In RLP würde es so etwas wahrscheinlich nie geben.)
    • Ich persönlich finde schon, dass sich das Konzept mit "Logistik-Fahrzeugen" lohnt.
      In Hamburg haben wir 7 sogenannte "GW-Rüstaustattung 1" (GWR1) und 2 "GW-Rüstaustattung 3" (GWR3) die mit Rollcontainern beladen sind. Die lassen sich mit der Standard-Beladung ganz gut und vielseitig einsetzen, dazu gehören unteranderem hydr. Rettungssatz, Geräte für Pump- und Lenzeinsätze und Beleuchtung, dazu kommt beim GWR3 Plasmaschneider und Hubmaterial. Dazu können die GWR noch IBC-Container aufnehmen und als selbständige Einheit in der Wald- und Flächenbrandbekämpfung viel seitig eingesetzt werden.
      Der GWR1 kann 2000L Wasser aufnehmen und der GWR3 4000L.
      Nachteil bei den Fahrzeugen ist, dass auch sie mittlerweile viel zu groß geworden sind, um sie tatsächlich im Gelände, abseits von Wegen eingesetzen zu können.

      Die Container sind leider im Gelände nicht zugebrauchen, wenn möglich sollte man von der LBW arbeiten, wenn man die nicht im Wald oder Moor zurück lassen will.