RTW Beispiel: Internistischer Notfall mit Notarzt

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  • RTW Beispiel: Internistischer Notfall mit Notarzt

    Es ist Freitag morgen, ihr seid grade aufgestanden, und wartet auf eure Ablöse, welche Planmäßig in 30 Minuten ihren Dienst antreten soll. Innerlich freut ihr euch schon riesig auf den Feierabend, als euer Melder geht "INT_NA MUSTERWEG 23 9.OG MUSTERMANN NICHT ANSPRECHBAR"
    Ihr geht also zum eurem Fahrzeug, (RETTUNG MUSTERSTADT 4/RTW-1) schaltet die Ampel, öffnet das Tor, steigt ein und schaltet die Partybeleuchtung an.
    Am Musterweg angekommen klingelt ihr bei Mustermann, betretet das Haus, und begebt euch auf schnellstem Wege zum Aufzug, welcher, wie sollte es natürlich auch anders sein, defekt ist. (Ein weiterer Klassiker :D )
    "Haben die den Aufzug denn immer noch nicht repariert!?" Schimpft euer Kollege.
    Völlig erschöpft von dem steigen der Treppen oben angekommen, werdet ihr schon von der völlig hilflosen Familie erwartet, welche euch auf direktem Wege zum auf dem Bett im Schlafzimmer liegenden Patienten bringt.

    Und ab hier macht ihr mal weiter, kann ja nicht angehen das ich die ganze Arbeit für euch mache! :D

    Verstärkung:
    5/KTW-1 2min
    9/KTW-1 4min
    1/RTW-1 8min
    Florian Musterstadt 1/HLF- 20 - 2 2min
    STW 10min
    RTH 20min
    Das NEF folgt in 5 Minuten!
    (Die Zeiten sind mit Sonderrechten, ohne Sonderrechte mal 3 Multiplizieren!)

    Krankenhäuser:
    Musterhaus
    Mit: 7min
    Ohne: 14min
  • "Guten Tag, der Rettungsdienst, was ist denn passiert?"

    Ist der Patient bewusstlos?
    Wie siehts mit den Atemwegen, der Atmung und dem Kreislauf aus?
    Wie sieht der Patient aus (zyanotisch, Wunden, etc.)?

    Der Kollege befragt die Angehörigen nach Vorerkrankungen etc., während wir den Basischeck machen.
  • Ich würde mal ganz grundlegend mit Ansehen>Ansprechen>Anfassen anfangen. Zeigt der Patient keine Reaktion schau ich dem Patient mal in den Mund (Atemwege frei?) und kontrolliere die Atmung.

    Der Kollege kann ja mal fragen, was genau denn passiert ist, wie lange der Patient schon bewusstlos ist/war, ob irgendwelche Vorerkrankungen, Allergien oder Medikamte bekannt sind, ob sowas schonmal aufgetreten ist etc.
  • "Hallo? Herr Mustermann?" Keine Reaktion. Patient ist Somnolent bis Soporös. Atemwege sind frei. kussmaulatmung. Patient liegt noch nicht all zu lange hier.
  • Dann die Angehörigen mal fragen, wie sie ihn denn aufgefunden haben, ob davor was bestimmtes passiert ist etc.

    Wir könnten schonmal alles messen, was wir auf die Schnelle messen können. Blutdruck, SpO2, HF, Blutzucker, Pupillenreaktion?

    Wie/Wo liegt der Patient? Irgendwas außen rum, was auf nen Sturz o.ä. hindeuten würde?
  • Ach wissen sie, er ist doch Diabetiker und hat heute noch nichts gegessen.. Wir haben uns gestriten wegen einer Sache.. Die es eigentlich überhaupt nicht wert ist sich darüber zu streiten und schließlich ist er ins Bett.. Ich weiß nicht genau wie lange das ganze her ist aber ich bin dann irgendwann ins Zimmer und hab gedacht er schläft, er hat doch normalerweise so einen leichten schlaf, aber ich habe ihn nicht wachbekommen!"
    RR: 150/90
    SpO²: 95%
    HF: 102
    BZ: 33mg/dl / 1.8mmol/l
    Pupillen: Erweitert

    Patient liegt in Rückenlage mit erhöhtem Oberkörper.
  • Ich würde sagen, dann können wir schonmal nen Zugang legen, ne Ringer, Stero, NaCl oder was wir eben haben dran hängen und ne G40 aufziehn und (falls wir dürfen) geben.

    Außerdem würde ich ihn flach hinlegen und in die Seitenlage bringen.
  • Zugang + Infusion
    G40 2 mal 10ml auf 20ml verdünnt (also 4g pro Spritze) langsam geben und warten.
    BZ nach 2-3 Minuten erneut messen und den Herrn mal laut ansprechen. Bei keiner Reaktion bzw. weiterhin einem BZ von unter 60 erneute gabe von 4g Glucose.
    Danach erneut BZ messen, warten bis er wach ist.
    Mittlerweile müsste das NEF auch da sein, kurzes übergabegespräch machen und den Notarzt entscheiden lassen ob man den Patienten zuhause lässt oder zur abklärung mitnimmt.
    Das allerdings nur wenn der Patient wieder ansprechbar ist.
  • NA ist ja auf dem Weg also geben wir G40. (Verdünnt selbstverständlich, Infusion hängt ebenfalls.)
    2-3 Minuten später: Der NA trifft grade ein, als ihr erneut den BZ messt, welcher mittlerweile bei einem Wert von 64 ist. Wenig später ist der Patient wieder ansprechbar. Eine letzte Frage hätte ich allerdings noch, wollt ihr den Patienten zuhause lassen oder lieber zur Abklärung mit ins KH nehmen, gut das entscheidet eigentlich der NA, aber würde gerne mal wissen was ihr machen würdet. ^^
  • Abwarten und in regelmäßigen Zeitabständen (4-5 Minuten) den BZ erneut messen. Bleibt er konstant bei nem annehmbaren Wert, kann der Patient selbst entscheiden ob er mit möchte oder nicht. Schwankt der Wert oder sinkt er wieder recht schnell, wird der Patient auf jeden Fall mitgenommen.