Laienreanimation

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    • Mal wieder das leidige Thema Erste – Hilfe. Sicher Erste – Hilfe durch Laien ist wichtig, aber besonderst schlimm find eich es wenn Leute bei denen man eigentlich erwartet das sie es können müssen, diese nicht beherrschen. Es ist mir schon mehr als einmal passiert dass ich zu einem VU kam und die Polizei sich nur um die Dokumentierung kümmerte und die Patienten links liegen blieben. Auch mit Feuerwehrangehörigen habe ich schon mehr als einmal schlechte Erfahrungen gesammelt. Sicher gibt es Wehren wo regelmäßig EH gelehrt wird, leider ist die aber nicht überall so.

      Generell finde ich das die EH – Ausbildung in Deutschland vernachlässigt wird. Sowohl die Schulungspflicht, als auch die Inhalte lassen zu wünschen übrig. An dem Übel ist aber nicht nur die Bevölkerung schuld, auch von Seiten der Bundesregierung und der Hilfsorganisationen müsste mehr kommen. Jede HiOrg schiebt große Werbekampagnen wo das Hauptaugenmerk darauf gerichtet ist das man sich selbst vermarktet, kaum eine legt aber wehrt darauf Leute für neue EH – Kurse zu begeistern und das ist traurig. Nicht nur das die HiOrgs durch richtige Werbekampagnen ihr EH – Kurse füllen könnten und so Geld in ihre Kassen bekämen, sie würden außerdem für eine Selbstverständlichkeit in Bezug auf EH sorgen und mitunter neue Mitglieder bekommen.
      Schaut man sich heute die Bürger an und fragt sie warum sie nichts gemacht haben bekommt man leider meistens die selben Antworten:
      1. Ich hatte Angst dass ich was falsch mache.
      2. Weiß ich ob der nur so tut und mir was Böses will?
      3. Ich habe Angst mich mit Aids bzw. Hepatitis anzustecken.
      4. Mein EH – Kurs ist schon so lange her ich weiß gar nicht mehr wie das geht!

      So nun kann man sich überlegen welche Aussage die schlimmste ist. Gegen diese Aussagen könnten die HiOrgs etwas machen, sie könnten aktiver für EH – Kurse werben und diese auch mit aktuellen und sachgemäßen Lehrinhalten füllen. Beim Thema Lehrinhalte kann ich es z. B. nicht verstehen warum den Leute nicht mal gezeigt wird was ein AED ist und wie es funktioniert. So würde man die Scheu vor dem Gerät nehmen und auch Interessenten für AED – Schulungen werben.

      Da sich aber in unserer heutigen Gesellschaft jeder selbst der nächste ist und selbst die Leute in „Vorbildsfunktion“ keine EH beherrschen braucht man sich nicht wunder das keiner was macht.

      Zu der Aussage dass es besser ist wenn ein aktiver Rettungsdienstler diese EH - Ausbildung macht kann ich nur leicht den Kopf schütteln. Ich sehe hier eine sehr große Problematik, ein Problem ist unter anderem das RD – Mitarbeiter teilweise für das Abhalten von EH – Kursen bei der eigenen Organisation Urlaub einreichen müssen. Zum anderen habe ich es schon selber mitbekommen das dann der Lehrgangsleiter gerade aus der Nachtschicht kam und auch so drauf war oder auch einige Male vom Thema abgewichen wurde um Gesichten aus dem Berufsleben zu erzählen. Dieses führt wenn man es sich unter dem Strich betrachtet dazu dass die Qualität des Lehrgangs leidet. Ich sehe auch für den RD – Mitarbeiter ein Problem, das Problem zw. den Lehraussagen für Rettungsdienstpersonal und die für Laien, ein Beispiel hierfür sind die „neuen“ ERC – Guidelines. Schon kurz nach der Einführung der ERC – Guidelines wurde das Rettungsdienstpersonal auf diese geschult, die Lehrpläne für EH – Kurse wurden aber erst wesentlich später überarbeitet und so kam es zum Konflikt für die Ausbilder.
      Generell finde ich es nicht schlecht wenn RD – Mitarbeiter auch EH – Kurse halten, dann aber bitte unter vernünftigen Rahmenbedingungen. Die Aussage das ein EH – Kurs hochwertiger ist nur weil er von einem RD - Mitarbeiter gehalten wird halte ich aber für völlig daneben, schließlich wird immer aus ein und demselben Skript gelehrt.
    • Original von Dr. Green
      Was aber regelmäßig eingepaukt werden sollte sind die lebensrettenden Sofortmaßnahmen

      - Herz-Lungen-Wiederbelebung
      - stabile Seitenlage
      - Stillen von lebensbedrohlichen Blutungen (sprich Druckverband)

      Das ist nicht viel...aber das sollte aus dem Eff Eff gekonnt werde.


      Sprich Fresh-Up des EH-Lehrgangs. Wird so von den HiOrgs (ich kenn´s konkret von der JUH) ja bereits angeboten, aber wie ist die Resonanz darauf ? Nach dem was ich weiß, ziemlich schlecht.

      Nun kann man auf der einen Seite natürlich damit argumentieren, dass das mehr beworben werden muss (wie´s BlueCool tut), ist sicherlich auch richtig, man muss den Leuten nahebringen, was sie sinnvolles lernen können.

      Auf der anderen Seite muss man sich aber fragen, ob denn dann wirklich auch mehr Leute kommen.
      Hier ist die Resonanz klar, es werden sich in dem Forum nur wenige finden, die das ablehnen, bringt´s nunmal so mit sich, wenn man sich mit öfter mit Feuerwehr/Rettungsdienst beschäftigt, aber wie sieht das Otto-Normalbürger ?

      Der sieht da vor allem die Kosten und den Zeitaufwand, und denkt sich, was soll´s, braucht man doch eh nie - bis er vom Gegenteil überzeugt wird, aber dann ist´s zu spät.

      Ergo wird´s wohl, auch bei mehr Werbung für die entsprechenden Kurse, nicht ausbleiben, dass man mit 3, 4 Leuten einen Kurs macht, und die sind auch nur da, weil sie aus diesem oder jenem Grund müssen, "Überzeugungstäter" gibt´s da m.E. kaum.

      Was bleibt ? Wahrscheinlich (leider) nur eine gesetzliche Regelung, aber da traut sich wieder keiner ran, weil könnte ja Wählerstimmen kosten, das will natürlich keiner, auch wenn´s noch so sinnvoll ist...
    • Das sich in dem Thema Laienrea etwas ändern muss, ist in anbetracht der oben genannten Studie glaube ich zweifelllos Bestimmt. Die Frage ist nur, Was wird sich ändern, und vor allem Wie wird es das?

      Ich habe kürzlich von einer amerikanischen Studie gehört, von der ich ausgehe, das die beschriebenen Inhalte früher oder später auch auf uns zukommen werden (genauso wie die blauen Polizeikarren und der ganze andere Ammischrott)
      In dieser Studie heist es dass es reiche bei einer CPR nur noch die Herzdruckmassage durchzuführen, und mit dem Rest auf den RD zu warten.
      Ob dadurch wirklich mehr Leute auch mal helfen wage ich zu bezweifeln. Zwar ist der Ekelfaktor ausgeschaltet, aber der "Deutsche" hat immer noch keine Lust ohne eigengewinn fremden Leuten zu helfen.
      Ganz nebenbei bezweifle ich die Wirksammkeit einer CPR ohne Beatmung.

      Original von Adler Plön
      Erste Hilfe Kurse für Kinde in der Schule finde ich sinnvoll, aber HLW für die Kinder würde ich noch nicht empfehlen.


      Ich finde es auf jedenfall sinnfoll von klein auf Erste Hilfe zu lernen. In irgend einem Land (ich glaube Frankreich) wird bereits den Kindergartenkindern eine Reanimation beigebracht. Nach dem Schema Schlag dem mit dem Fuß gegen das Knie, und wenn er reagiert, entschuldige dich, wenn nicht, dann Schreie ganz laut nach Hilfe, und Drück so stark du kannst auf der Brust rum.

      Original von Dr. Green
      Wir haben an unserer Klinik für alle Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen Notfallschulungen...selbst für die, die regelmäßig mit dem Thema Reanimation zu tun haben (z.B. Personal auf der Intensivstation)...


      Ganz Ehrlich, Diese SChulungen giebt es natürlich bei uns auch. Aber eben nur ein mal im Jahr. Für den Interresierten bringen sie auch auf jeden Fall etwas. Aber Ich möchte mich trotzdem nicht von so einigen Kollegen und Kolleginnen gerettet werden wenns mal drauf ankommt.


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    • Original von iglheaz
      Ich habe kürzlich von einer amerikanischen Studie gehört, von der ich ausgehe, das die beschriebenen Inhalte früher oder später auch auf uns zukommen werden (genauso wie die blauen Polizeikarren und der ganze andere Ammischrott)
      In dieser Studie heist es dass es reiche bei einer CPR nur noch die Herzdruckmassage durchzuführen, und mit dem Rest auf den RD zu warten.
      Ob dadurch wirklich mehr Leute auch mal helfen wage ich zu bezweifeln. Zwar ist der Ekelfaktor ausgeschaltet, aber der "Deutsche" hat immer noch keine Lust ohne eigengewinn fremden Leuten zu helfen.


      Klingt mir persönlich zu, nun ja, "verbittert"... ? Auch wenn uns das Fernsehen regelmäßig was anderes zeigen will (da kann man ja die Bilder so schön auswählen bevor man es ausstrahlt), ich glaube schon, dass in vielen Fällen Leute bereit wären, zu helfen, wenn sie sich in dem, was sie tun, sicher wären - aber das sind sie eben nicht, dort dann leider auch aus eigener Schuld.
      Und es sind ja auch nicht immer Fremde, denen man helfen soll/muss, hat Dr. Green ja schon genannt, oftmals sind durchaus Leute in der Nähe, die sicherlich gern helfen würden, beispielsweise in der Familie oder auf Arbeit, es scheitert dann einfach an der Ausbildung.

      Ganz nebenbei bezweifle ich die Wirksammkeit einer CPR ohne Beatmung.


      Wenn man in der komfortablen Situation wäre, sich aussuchen zu können, ob die Leute mit oder ohne Beatmung "gut" reanimieren, könnte man die Beatmung sicherlich auch drin lassen, aber vorrangig dreht sich´s ja nicht um die Frage, ob mit oder ohne Beatmung, sondern ob überhaupt reanimiert wird, und um dort wenigstens auf ein akzeptables Level der Ersthilfe zu kommen, denkt man halt drüber nach, ob man die Rea nicht noch weiter vereinfachen kann, eben indem man die Beatmung weglässt.

      Dass das wahrscheinlich noch im vertretbaren Rahmen wäre, zeigen halt gewisse Studien, die belegen (sollen), dass vorrangig der Kreislauf wichtig ist und die Oxygenierung, die man per Mund-zu-Mund/Nase ohnehin nur unvollständig hinbekommt, zweitrangig ist.

      Wenn es hilft, mehr Leute überhaupt mal zu Reanimationsmaßnahmen zu bringen, die dafür dann effektiv verlaufen, dann soll man´s halt einführen, besser als wenn garnix gemacht wird, weil man sich davor ekelt, oder die Aufrechterhaltung des Kreislaufs darunter leidet, weil viel zu viel Zeit auf die Beatmung verwendet wird.
    • Original von Akkon84
      Original von Dr. Green
      Was aber regelmäßig eingepaukt werden sollte sind die lebensrettenden Sofortmaßnahmen

      - Herz-Lungen-Wiederbelebung
      - stabile Seitenlage
      - Stillen von lebensbedrohlichen Blutungen (sprich Druckverband)

      Das ist nicht viel...aber das sollte aus dem Eff Eff gekonnt werde.


      Sprich Fresh-Up des EH-Lehrgangs. Wird so von den HiOrgs (ich kenn´s konkret von der JUH) ja bereits angeboten, aber wie ist die Resonanz darauf ? Nach dem was ich weiß, ziemlich schlecht.



      Ich sprech da mal aus Erfahrung, und bei uns fanden in den letzten 3 Jahren insgesamt vll 5 solcher Fresh Up Kurse statt, meist bei Firmen als Fortbildung für die Betriebssanitäter.
      Also die Resonanz darauf ist schlecht, kann man nicht anderes sagen
    • Original von Akkon84.
      Nach dem Schema Schlag dem mit dem Fuß gegen das Knie, und wenn er reagiert, entschuldige dich, ...


      Das ist ma geil :D.

      Wenn es hilft, mehr Leute überhaupt mal zu Reanimationsmaßnahmen zu bringen, die dafür dann effektiv verlaufen, dann soll man´s halt einführen, besser als wenn garnix gemacht wird, weil man sich davor ekelt,....


      War das nicht auch ein Grund das zuerst gedrückt wird damit die Leute schon zu sehr Abgelenkt sind um sich um diesen Ekeleffekt zu kümmern?
    • Original von Akkon84

      Sprich Fresh-Up des EH-Lehrgangs. Wird so von den HiOrgs (ich kenn´s konkret von der JUH) ja bereits angeboten, aber wie ist die Resonanz darauf ? Nach dem was ich weiß, ziemlich schlecht.

      Nun kann man auf der einen Seite natürlich damit argumentieren, dass das mehr beworben werden muss (wie´s BlueCool tut), ist sicherlich auch richtig, man muss den Leuten nahebringen, was sie sinnvolles lernen können.

      Auf der anderen Seite muss man sich aber fragen, ob denn dann wirklich auch mehr Leute kommen.
      Hier ist die Resonanz klar, es werden sich in dem Forum nur wenige finden, die das ablehnen, bringt´s nunmal so mit sich, wenn man sich mit öfter mit Feuerwehr/Rettungsdienst beschäftigt, aber wie sieht das Otto-Normalbürger ?


      Also man muss hier denke ich trennen... dier HiOrgs und die Otto-Normalbürger wie du sie nennst....

      1. Bei den HiOrgs sehe ich nicht so sehr das Problem. Hier müsste man dafür Sorge tragen, dass diese Fresh Ups nicht nur angeboten, sondern auch besucht werden. Da ich nicht bei der FW bin weiß ich nicht wie das mit anderen Feuerwehr-spezifischen Kenntnissen aussieht, aber ich denke doch dass es eine gewisse Fortbildungspflicht gibt?

      Man müsste es irgendwie organisieren, dass JEDER Aktive, der bei einer HiOrg (Feuerwehr, Polizei, THW usw.) ist mindestens 1 x im Jahr eine Auffrischung der Lebensrettenden Sofortmaßnahmen bekommt. Man kann es ja mehrfach anbieten ... nur einmal im Jahr MUSS es jeder in Anspruch genommen haben. Ich denke nur auf freiwilliger Basis wird das nichts und die jetzige Situation ist absolut unbefriedigend...

      2. Was die Otto-Normalbürger anbetrifft kann man die sicherlich nicht so sehr mit Regeln und Verordnungen treffen...das würde keinen Sinn machen... Man müsste anderweitig dafür sorgen, dass hier mehr gelehrt und im Notfall auch getan wird:

      - massivere Werbung für EH-Kurse
      - diese sollten konsequent entrümpelt werden und den absoluten Schwerpunkt auf die lebensrettenden Sofortmaßnahmen legen
      - Förderung von betrieblichen EH-Kursen am Arbeitsplatz
      - Einführung der Ersten Hilfe im Unterricht an den weiterführenden Schulen

      Ich weiß, dass davon vermutlich die Hälfte aus verschiedenen Gründen nicht realisierbar wäre...aber es sind zumindest Ansatzpunkte...

      Moderator || Benutzerbetreuung BOS
    • Original von freeroom
      Wie wärs denn, wenn man mit jeder KFZ Neuanmeldung erstmal einen neuen LSM Kurs bzw. einen Fresh-Up Kurs besuchen muss.

      Der typische Deutsche kauft alle sieben Jahre ein neues Auto ;)


      Man müsste die Leute eher dazu bekommen sich selbst dazu zu entschließen einen Kurs zu machen zwingen bringt da denk ich nichts weil dann geht man hin aber interessiert sich null dafür und vergisst es gleich wieder.
      MFG
      FireFlo112
    • Original von Fire112
      Offizielle Stellungsnahme des MHD zu diesem Artikel, der im SPIEGEL veröffentlicht wurde:
      Köln/Saarbrücken. Mit großer Verwunderung reagieren die Malteser auf Berichte des SPIEGEL über eine Studie der Berliner Charité, in der sowohl die inhaltliche Gewichtung als auch die Realitätsnähe von Erste-Hilfe-Kursen in Frage gestellt wird. Laut Charité gehe es in 9 von 10 Notfalleinsätzen um rein internistische Notfälle, während sich die Kurse fast ausschließlich mit Unfallopfern befassen würden.

      "Das ist schlicht falsch," entgegnet Norbert Klöcker, Ausbildungsleiter der Malteser in Deutschland. "Bereits seit Ende der 80er Jahre gibt es in Deutschland kein Lehrgangsangebot mehr, in dem nicht die Herz-Lungen-Wiederbelebung vermittelt wird." Die Versorgung von Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfällen oder Atemwegsproblemen gehört zu den Standard-Inhalten der Lehrgänge," so Klöcker. Ein Erste-Hilfe-Kurs sei deutlich umfassender gestaltet und berücksichtige alle möglichen Notfallszenarien. "Der Ersthelfer möchte schließlich nicht nur bei einem Asthma-Anfall helfen können, sondern natürlich auch dem Kind, das mit dem Fahrrad gestürzt ist,"
      erläutert Klöcker weiter.

      Die Malteser verweisen in diesem Zusammenhang auf einschlägige Erhebungen und Statistiken der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt-Bericht M 28, erschienen 2007), nach denen nur jeder zweite Notfall internistischer Natur ist (nicht neun von zehn). Mehr als 20 Prozent der Notfälle sind demnach unfallbedingt. "Die grundlegenden Maßnahmen sind selbstverständlich in den Lehrgängen enthalten," betont Klöcker. "Ein Ersthelfer lernt auch im Falle eines Haus-, Betriebs- oder Sportunfalls, Angehörigen oder Freunden Hilfe zu leisten." Dass diese Informationen von den Autoren der Studie nicht berücksichtigt wurden, sei umso bedauerlicher, als die ohnehin nur geringe Bereitschaft, in einem Notfall helfend einzugreifen, durch solch fehlerhafte und fragwürdige Aussagen sicherlich nicht gesteigert werde.

      Die Malteser bilden jährlich mehr als 300.000 Personen in Erste Hilfe Kursen mit neuesten Methoden aus. An mehr als 350 Schulen betreuen die Malteser zudem Schulsanitätsdienste.



      Diese Stellungnahme ändert in keinster Weise was an meiner Meinung. Zweifellos lernt man im EH-Kurs viele wichtige Dinge, die man auch gut in den unterschiedlichsten Notfallsituationen anwenden könnte...wenn man sich denn noch dran erinnern würde...
      Man bekommt in diesen Kursen so viel erzählt, dass 90% davon innerhalb kürzester Zeit wieder weg ist (es gibt einschlägige Studien, die dass an Studenten nach einer Vorlesung überprüft haben).
      ...unter anderem auch das wichtigste...nämlich die lebensrettenden Maßnahmen. Man erinnert sich zwar ein bisschen...aber alles sehr verschwommen...und wenn man dann vor einem blau angelaufenen Mitmenschen steht führt die Unsicherheit dann dazu, dass man NICHTS macht.

      Ich sage es gerne nochmal. Wenn einer ein gebrochenes Bein hat und der Ersthelfer nicht weiß wie man das immobilisiert, oder wenn ich nicht weiß, wie ich am besten einen Verband auf eine Kopfplatzwunde aufbringe....dann ist das SCHNURZEGAL! Innerhalb weniger Minuten ist der Rettungsdienst vor Ort...und die machen das schon.

      Bei der HLW sieht das anders aus, weil da einfach ein ganz anderer Zeitdruck vorherrscht.

      Man sollte in solchen EH-Kursen diese Maßnahmen üben üben üben bis zum Erbrechen...nicht weil die alle so schrecklich schwer sind (ich gehe davon aus, dass man einen mittelmäßig intelligenten Schimpansen recht rasch dressieren könnte eine ausreichend suffiziente HLW durchzuführen) ... sondern weil dieses drillmäßige Einüben zu einer Sicherheit führt, die man in so einer Situation einfach braucht.

      Ich kann mich noch an meinen Notarztkurs erinnern. 9 Tage und es verging nicht 1 Nachmittag an dem wir nicht in einer Kleingruppe Mega Code gemacht hätten. Ab dem 3. Tag hing es einem zum Halse raus...aber in der Praxis später profitierte man davon...

      Also nochmal...die EH-Kurse in allen Ehren...aber meiner Meinung nach ist die HLW unterrepräsentiert...

      Moderator || Benutzerbetreuung BOS

      The post was edited 1 time, last by Dr. Green ().

    • Original von ff-hamburg
      naja- dafür kriegen wir das von nem Rettungsassintenten beigebracht, der auch noch richtig fährt, und nicht einem 60 Jährigen DRK(das soll jetzt nur ein Bsp. sein) Mitgliede, dass vor 10 Jahren seinen EH Schein gemacht hat+die Erlaubnis zu lehren...


      Wer keine Ahnung hat ...

      Du weißt schon, das min. 1 x im Jahr (zumindest im DRK) eine Ausbildertagung gibt, wo neue Abläufe etc. besprochen werden ? Außerdem muss der EH Kurs im DRK genauso wie San A, San B und San C regelmäßig wiederholt werden und "die Erlaubnis zum lehren" ist auch nicht so einfach zu bekommen, das sind nämlich auch ne menge Lehrgänge.

      Edit: Und in anderen HiOrgs wird das regelmäßige wiederholen von San-Lehrgängen wohl auch auf der Tagesordnung stehen :rolleyes:

      The post was edited 2 times, last by Aim-Shaddar ().

    • Original von Aim-Shaddar
      Original von ff-hamburg
      naja- dafür kriegen wir das von nem Rettungsassintenten beigebracht, der auch noch richtig fährt, und nicht einem 60 Jährigen DRK(das soll jetzt nur ein Bsp. sein) Mitgliede, dass vor 10 Jahren seinen EH Schein gemacht hat+die Erlaubnis zu lehren...


      Wer keine Ahnung hat ...

      Du weißt schon, das min. 1 x im Jahr (zumindest im DRK) eine Ausbildertagung gibt, wo neue Abläufe etc. besprochen werden ? Außerdem muss der EH Kurs im DRK genauso wie San A, San B und San C regelmäßig wiederholt werden und "die Erlaubnis zum lehren" ist auch nicht so einfach zu bekommen, das sind nämlich auch ne menge Lehrgänge.

      Edit: Und in anderen HiOrgs wird das regelmäßige wiederholen von San-Lehrgängen wohl auch auf der Tagesordnung stehen :rolleyes:


      Außerdem heißt es noch lang nicht nur weil jemand Rettungsassistent ist das der es 1. besser macht und 2. überhaupt so gut kann und sich nicht auf andere Themen mehr eingeht.
      MFG
      FireFlo112
    • Original von FireFlo112
      Original von Aim-Shaddar
      Original von ff-hamburg
      naja- dafür kriegen wir das von nem Rettungsassintenten beigebracht, der auch noch richtig fährt, und nicht einem 60 Jährigen DRK(das soll jetzt nur ein Bsp. sein) Mitgliede, dass vor 10 Jahren seinen EH Schein gemacht hat+die Erlaubnis zu lehren...


      Wer keine Ahnung hat ...

      Du weißt schon, das min. 1 x im Jahr (zumindest im DRK) eine Ausbildertagung gibt, wo neue Abläufe etc. besprochen werden ? Außerdem muss der EH Kurs im DRK genauso wie San A, San B und San C regelmäßig wiederholt werden und "die Erlaubnis zum lehren" ist auch nicht so einfach zu bekommen, das sind nämlich auch ne menge Lehrgänge.

      Edit: Und in anderen HiOrgs wird das regelmäßige wiederholen von San-Lehrgängen wohl auch auf der Tagesordnung stehen :rolleyes:


      Außerdem heißt es noch lang nicht nur weil jemand Rettungsassistent ist das der es 1. besser macht und 2. überhaupt so gut kann und sich nicht auf andere Themen mehr eingeht.


      manchmal ist es auch einfach besser wenn der ausbilder die didaktische reduktion nicht beherrscht und ich jemanden habe der kaum erfahrung im rettungsdienst hat und sich auf die basics beschränkt, die vermittelt werden sollen.
    • Original von Aim-Shaddar
      Die frage ist eh, wielange es noch dauert, bis im EH Kurs nur noch Basic´s gemacht werden wie HLW, Druckverband und Notruf.

      Wieso sollte man den EH-Kurs auf die Basics beschränken? Dafür hat man den LSM-Kurs, der ja auch für den Führerschein Klasse B vorgeschrieben ist. Den EH-Kurs macht man doch normalerweise nur dann, wenn man etwas mehr als die Basics lernen will/soll/muss.
    • Braucht man nicht für Führerschein Klasse B den EH-Kurs ? Zumindest meine Fahrschule meinte das, als ich da war wegen Führerschein machen.

      Außerdem fällt doch im EH Kurs immer mehr weg. Ich kann zwar nur von dem EH-Lehrgang reden, den das DRK macht, aber z.b ist die Pulskontrolle auch komplett weggefallen.
    • Das mit der Pulskontrolle ist nicht nur beim DRK in der EH - Ausbildung weggefallen, es ist aus den kompletten EH – Lehrgangsrichtlinien rausgefallen und wird somit nirgends mehr gelehrt. Selbst bei der Aus- und Weiterbildung von RD- Personal wird es nur noch bedingt gelehrt, den Grund hierfür stellen die „neuen“ ERC Guidlines da. In den Guidlines wird die Pulskontrolle nur noch für medizinisches Fachpersonal empfohlen, da es einfach zu oft zu falschen Entscheidungen kam.
    • Original von Aim-Shaddar
      Braucht man nicht für Führerschein Klasse B den EH-Kurs ? Zumindest meine Fahrschule meinte das, als ich da war wegen Führerschein machen.

      Außerdem fällt doch im EH Kurs immer mehr weg. Ich kann zwar nur von dem EH-Lehrgang reden, den das DRK macht, aber z.b ist die Pulskontrolle auch komplett weggefallen.


      Nee, da hat die Fahrschule was durcheinander gehauen, EH-Kurs ist der, der 16 Stunden dauert, den braucht man nicht für den Führerschein Klasse B, sondern für alles, was größer ist (LKW/Bus).
      Für Klasse B braucht man nur Lebensrettende Sofortmaßnahmen (LSM) mit ´ner Dauer von 8 Stunden.

      Liegt wohl an den Begrifflichkeiten, der LSM-Kurs wird halt landläufig "Erste-Hilfe-Kurs" genannt (oder, was auch öfter verwendet wird, "Rot-Kreuz-Kurs", war immer lustig wenn die Leute anriefen und nach sowas fragten..."nein, einen Rot-Kreuz-Kurs können wir ihnen leider nicht anbieten, wir sind ja die Johanniter, aber falls sie den LSM-Kurs meinen, den man für den Führerschein braucht, sowas machen wir" ^^).

      Was das rausfallen der Pulskontrolle angeht, das ist schon eine halbe Ewigkeit so, war glaube ich schon vor Erscheinen der ERC-Guidelines 2005 aus dem Lehrprogramm geflogen, aus den hier schon genannten Gründen, seitdem wird halt gelehrt, dass wenn jemand nicht mehr atmet, er höchstwahrscheinlich auch keinen Puls mehr hat, und demzufolge mit der Reanimation zu beginnen ist.

      Es ist halt auch nicht ganz so einfach, etwas zu erkennen, was möglicherweise garnicht da ist... ^^