Allgemeines zum Digitalfunk + Alarmierung

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    • Neues zum Thema Digitalfunk

      Digitaler Behördenfunk: EADS als einziger Anbieter bei Ausschreibung weiter

      Ein Konsortium um den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS ist der einzige verbliebene Bewerber um die Auftragsvergabe für den digitalen Polizeifunk. EADS habe nach Auswertung der schriftlichen Unterlagen das wirtschaftlichste und fachlich beste Angebot abgegeben, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Mittwoch zur Begründung. Man werde jetzt Gespräche mit EADS führen. Wenn diese erfolgreich verlaufen, werde das System getestet. Damit ist unter anderem ein konkurrierendes Konsortium um den US-Konzern Motorola und T-Systems aus dem Rennen. Der Auftrag für den digitalen Polizeifunk dürfte ein Volumen von mehreren Milliarden Euro haben.

      Nach jahrelangen Querelen zwischen Bund und Ländern soll das veraltete und störanfällige analoge Funksystem der Behörden mit Sicherheitsaufgaben abgelöst werden. Bei dem neuen Netz ist zu unterscheiden zwischen dem Betrieb, den die Bahntochter Telematik übernehmen soll, und der Systemtechnik, die ausgeschrieben wurde. Insgesamt soll die Umstellung mehrere Milliarden Euro kosten und das System bis spätestens Ende 2010 verfügbar sein. Deutschland hat sich dabei für das abhörsichere Bündelfunksystem TETRA (Terrestrial Trunked Radio) entschieden.

      "Wir haben das wirtschaftlichste Angebot abgegeben", sagte EADS-Sprecherin Susanne Hartwein. "Die endgültige Entscheidung wird erst mit der Auftragsvergabe erfolgen." Der endgültige Vergabentscheid wird für Mitte des Jahres erwartet. Der Deutschland-Chef des Mobilfunk-Spezialisten Motorola, Norbert Quinkert, bestätigte dpa, sein Unternehmen sei aus seiner Sicht überraschend frühzeitig aus dem Vergabeverfahren ausgeschieden. Motorola hatte sich zusammen mit der Telekom-Tochter T-Systems und dem Elektronikkonzern Rohde & Schwarz um die Ausschreibung beworben.

      Der EADS-Konzern, der mit Siemens als strategischem Partner an der Ausschreibung teilnahm und erst im vergangenen Jahr die TETRA-Sparte von Nokia übernommen hatte, bekommt nun als einziger die Gelegenheit, sein Funksystem in einem Test zu präsentieren und prüfen zu lassen. Ein weiterer Bewerber um die Ausschreibung war unter anderem Vodafone D2. Die Düsseldorfer waren als einzige mit einer auf dem Mobilfunkstandard GSM basierenden Variante BOS-GSM ins Rennen gegangen.

      Neben EADS galt Motorola als aussichtsreicher Kandidat für die Ausschreibung. "Wir geben dennoch nicht auf", sagte Motorola-Deutschlandchef Quinkert. Er befürchte, dass sich Deutschland in einer ähnlichen Situation befinde wie ehemals Österreich. Dort konnte der Digitalfunk erst nach einer zweiten Vergabe – an Motorola und Alcatel – erfolgreich eingeführt werden.

      Derzeit sind bei Motorola Deutschland rund 700 Mitarbeiter an den Standorten Berlin und Taunusstein im Bereich professioneller Funk beschäftigt. Motorola entwickelt seine TETRA-Digitalfunksysteme für Behörden und Geschäftskunden aus aller Welt in Berlin. Am Standort Deutschland halte der Konzern trotz der gescheiterten Bewerbung fest. "Es wird von Berlin aus für Kunden in der ganzen Welt produziert, und deswegen ist und bleibt der Standort für uns wichtig", sagte Quinkert. "Fakt ist aber, in Deutschland selbst nehmen wir an der Ausschreibung nicht mehr teil."

      Als Grund für das Ausscheiden von Motorola nannte Quinkert die komplexe Methodik der Ausschreibung. Man sei zu einem Zeitpunkt aus dem Verfahren ausgeschieden, "bei dem weder die technische Machbarkeit geprüft wurde noch ein preislicher Wettbewerb stattgefunden hat".



      heise.de/newsticker/meldung/71438
    • Allgemeines zum Digitalfunk + Alarmierung

      Ist aber schon lange(Juni 2005) das EADS die Funkrechte von Nokia gekauft hat.
      als nix mit neues zum thema digitalfunk
    • Digitalfunk bzw Alarmierung

      Moin

      Ich hab da mal ne frage undzwar soll ende dieses Jahr unser funknetz umgestellt werden auf digital
      Wie läuft das mit den meldeemfägern? können die auch auf digital umgestellt werden? in meinem fall Swissphone Quattro 96. oder müssen komplett neu gekauft werden?

      MFG
      tt1988
    • Die Normalen Analogen FUnkmelder arbeiten im 4 Meterband, wie auch der normale Sprechfunkverkehr, die Digitalem Melder arbeiten (meistens) im 2 Meter bereich, und somit hätten wir schon mal das erste Problem.

      Die Analogen Funkmelder werten ein 5 Ton Selektiv aus, bei den Digitalen Funkmeldern handelt es sich um eine Datensendung, die du vergleichen kannst, wie bei den FMS Sendungen (Bei denen man ja wenn man wil und passende Empfänger l auch Texte senden könnte)

      Von daher wirst du nicht drum rum kommen, deinen geliebten Quattro abzugeben. Wenn du dich aber auf das Design und das Sprechen am Melder verzichten möchtest (Digitale Melder sind nicht mehr Akkustisch alarmiert, sondern per Textmeldung) dann kann ich dir den Swissphone Hurricane Voice nahelegen. Und wenn du einen richtig guten Melder willst, dann nimm den Swissphone BOSS 900 - Soweit Swissphone ... ;) aber die Quattro's behalten ist in dem Fall nicht mehr möglich
    • Original von tt1988
      danke für die antworten das wird den ja mal wieder ein teurer spaß

      mfg
      tt1988


      Was meinst wieso die meisten Städte die Digitalisierung des Funkverkehrs so weit wie möglich verzögern. Und dies ist jetzt noch nicht mal das Tetra BOS System (oder was auch kommen soll), sondern nur eine erweiterte Nutzung des bereits vorhandenem.
    • Original von Escaton
      Den Funk schalten die Dinger garnicht mehr auf, das is doch so richtig, oder? Wenn sie über 2 meter laufen geht das ja warscheinlich schlecht...


      Richtig, dafür gibts dann je nach DME Sprachdurchsagen "Feuer 1" oder Text aufm Display "Feuer 1, brennt Container, Musterstr. 3, Musterstadt".

      Original von tt1988
      danke für die antworten das wird den ja mal wieder ein teurer spaß


      Bitte den digitalen BOS-Funk basierend auf TETRA nicht mit der "digitalen" Alarmierung, basierend auf dem analogen 2 Meter Band verwechseln!
      "Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen."
      Friedrich Dürrenmatt

      Das ist meine private Meinung. Ich vertrete hier nicht die Meinung der Feuerwehr Geislingen.
    • Die Alarmierung wird nach der Einführung vom Digitalfunk in den meisten Gegenden noch eine Weile analog weiterlaufen. Viele Feuerwehren (und vor allem Hilfsorganisationen) sind finanziell nicht dazu in der Lage auf einen Schlag jedem Helfer einen neuen digitalen FME in die Hand zu drücken.
    • Original von Rettungsassistent
      Die Alarmierung wird nach der Einführung vom Digitalfunk in den meisten Gegenden noch eine Weile analog weiterlaufen. Viele Feuerwehren (und vor allem Hilfsorganisationen) sind finanziell nicht dazu in der Lage auf einen Schlag jedem Helfer einen neuen digitalen FME in die Hand zu drücken.


      Zumal für TETRA noch nicht wirklich befriedigende Lösungen existieren, insbesondere die flächendeckende Inhouse-Versorgung macht mir Bauchschmerzen.
      "Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen."
      Friedrich Dürrenmatt

      Das ist meine private Meinung. Ich vertrete hier nicht die Meinung der Feuerwehr Geislingen.
    • Original von Rettungsassistent
      Ich kenne jemanden aus der Entwicklungsabteilung eines großen europäischen Herstellers und ich weiß dass schon fleißig entwickelt und getestet wird. In 1-2 Jahren wird es genügend marktreife Lösungen geben.


      Das bezweifel ich nicht, ich bezweifel dass es in nächster Zeit in den meisten Bereichen eine ausreichende Abdeckung gibt damit der Tetra-Melder auch im Gebäude aufmacht.
      "Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen."
      Friedrich Dürrenmatt

      Das ist meine private Meinung. Ich vertrete hier nicht die Meinung der Feuerwehr Geislingen.
    • Das wird echt lustig(Ironie), wenn man mit der der zeitigen Planung auch mit Tetrafunkgeräten in den IA will.
      Teilweise hat man schon nach 10 Schritten in das Gebäude keinen Funkkontakt mehr nach draußen.
    • Bei Einsätzen ist das weniger kritisch, weils da noch den Direct-Mode gibt oder die Möglichkeit das Fahrzeug als Relais zu nutzen.
      "Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen."
      Friedrich Dürrenmatt

      Das ist meine private Meinung. Ich vertrete hier nicht die Meinung der Feuerwehr Geislingen.
    • Ich hab letztens über die Polizei in Aachen und den Digitalen BOS-Funk was im Fernsehn gesehen. Und zwar haben die massivste Probleme in Geäuden und Einrichtungen mit den Dingern. Und ob ich mein Leben in diese, nicht völlig ausgereifte "neue" Technick legen wollte bin ich mir mehr als Unsicher. Der Digitalfunk ist eine wirklich gute und nützliche Technick. Grade die netten Funktionen wie das Schalten von Benutzergruppen von der LST aus etc.kann die Kommunikation enorm Erleichtern

      Aber ob es sinvoll ist mit "2m" Digitalgeräten in den IA zu gehen wo teilweise schon Probleme auftreten wenn ein Einsatzfahrzeug unter nem Dachvorsprung steht etc. wage ich doch zu bezweifeln. Ausserdem wird der Digitalfunk in diesem Bereich auch nicht so sehr benötigt sondern eher für den "4m" Bereich,

      Zum Diigitalalarm hab ich ja letztens Gelesen das es jetzt wohl auch eine Lösung für die Digitalen BOS Funknetzte gibt, mehr als fraglich sei aber die Umstellung bei den Städten und Gemeinden die bereits für viel Geld den "Analogen Digitalalarm" via POCSAG eingeführt hätten.

      Also so das war, was ich zu dem Thema Beitragen kann

      Mit freundlichen Grüßen

      firefigther-rek
    • Original von Funkieman
      Original von Rettungsassistent
      Ich kenne jemanden aus der Entwicklungsabteilung eines großen europäischen Herstellers und ich weiß dass schon fleißig entwickelt und getestet wird. In 1-2 Jahren wird es genügend marktreife Lösungen geben.


      Das bezweifel ich nicht, ich bezweifel dass es in nächster Zeit in den meisten Bereichen eine ausreichende Abdeckung gibt damit der Tetra-Melder auch im Gebäude aufmacht.


      In den Städten und Landkreisen in denen sofort auf eine TETRA-Alarmierung umgestiegen wird, muss dann halt für eine 100%ige Netzabdeckung gesorgt sein. Der vorausschauende Planer wird das sicherstellen, bevor er 500 Tetra FMEs anschafft.

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