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helpB1

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Sunday, February 19th 2012, 2:08pm

Ist Ehrenamt Arbeit? - EU bringt Feuerwehren in Not

Würde mich interessieren, was ihr davon haltet.

http://www.segeberger-zeitung.de/Schlesw…erwehren-in-Not
---> §PD2 Das Fragen nach dem Erscheinungstermin einer Modifikation oder eines Updates ist verboten. <---

karsli89

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Sunday, February 19th 2012, 3:48pm


BlueCool

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Sunday, February 19th 2012, 5:32pm

Die Stellungnahme des DFV ist amüsant und war auch so nicht anders zu erwarten. Es kann nicht im Sinn des DFV und der Freiwilligen Feuerwehr sein, wenn die ehrenamtliche Tätigkeit als Arbeitszeit angesehen wird und somit die Einsatzbereitschaft "gefährdet" wird und oder die Mitgliederzahlen sinken. Die Frage die man sich aber ernsthaft stellen muss ist ob ggf. man abgelenkt oder unausgeschlafen wirklich die Arbeit abliefern kann die der Arbeitgeber und Kunde erwarten bzw. ob der gezahlte Lohnausfall wirklich die ausgefallen Arbeitskraft entschädigen kann? Aufgrund der Unplanbarkeit von Einsätzen kann man kurzfristige oder langfristige Einschränkungen im Bezug auf den Arbeitgeber und oder Arbeitnehmer nie ausschließen, deshalb muss man überlegen ob sich so eine unplanbare und anstrengende ehrenamtlich Tätigkeit wirklich mit einem normalen Arbeitsplatz verträgt?
Aus meiner Sicht ist es eine spannende Sache wie das ganze entschieden wird, denn es könnte ggf. ein Anstoß zu einer Reformirrung des Systems sein bzw. für ein Umdenken sorgen.

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Sunday, February 19th 2012, 7:45pm

Aus meiner Sicht ist es eine spannende Sache wie das ganze entschieden wird, denn es könnte ggf. ein Anstoß zu einer Reformirrung des Systems sein bzw. für ein Umdenken sorgen.
Vermutlich wird sich die ganze Sache erledigt haben wenn jeder der sonst nicht grfragt wird seinen Senf dazu abgegeben hat und gut ist...
"Ich habe unseren alten Freund Udo Lattek in der Halbzeit gesehen,.... er hat geweint."
Karl-Heinz Rummenigge am Abend des 8. April 2009 in Barcelona

Bluescreen

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Monday, February 20th 2012, 1:35pm

Die Stellungnahme des DFV ist amüsant und war auch so nicht anders zu erwarten.
Sie sind durchaus bemüht...ihren eigenen Erwartungen gerecht zu werden...aber das ist nochmal ein Thema für sich.


[...] deshalb muss man überlegen ob sich so eine unplanbare und anstrengende ehrenamtlich Tätigkeit wirklich mit einem normalen Arbeitsplatz verträgt?
Was wäre eine realistische Alternative ohne allzu große Abstriche im Schutz der Bevölkerung zu machen? Komplett Ohne Ehrenamtliche kommt man nicht aus, dafür fehlt leider das Geld.


Aus meiner Sicht ist es eine spannende Sache wie das ganze entschieden wird, denn es könnte ggf. ein Anstoß zu einer Reformirrung des Systems sein bzw. für ein Umdenken sorgen.
Spannend wird es aufjedenfall. Eine Reformation des deutschen Feuerwehrsystems ist dringend notwendig, ob das nun der richtige Anstoß für ein Umdenken ist sei mal dahingestellt.

BlueCool

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Monday, February 20th 2012, 2:05pm

Eine Alternative wäre das Zusammenlegen von nahe gelegen und oder kleineren Feuerwehren und einen gewissen Grundstock bei der entsprechenden Stadt/Gemeinde so anzustellen, dass ein Feuerwehreinsatz als Arbeitszeit gewertet werden kann.

Engine.Co.7

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Monday, February 20th 2012, 2:20pm

Wenn man aber im Ländlichen die ganzen TSF Wehren zusammen legt das man eine grössere hat die dann für ein gewisses Gebiet zuständig ist kann man aber nicht mehr die Hilfsfristen einhalten.Da diese Ortschaften doch teilweise bis zu 10km oder auch mehr auseinander liegen.

This post has been edited 1 times, last edit by "Engine.Co.7" (Feb 20th 2012, 2:32pm)


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8

Monday, February 20th 2012, 2:26pm

Da liegt dann auch das Problem wenn man die FFs abschafft und z.b. Falck einige Standorte in den ländlichen Gebieten einrichtet. Die müssten so viele Wachen haben um die Hilfsfristen einzuhlaten, dass des ein unglaublicher Kostenaufwand wird. Außerdem würde man mit der FF auch die soziale Aufgabe der FFen in den Dörfern vernichten, aber solche Argumente scheinen die grauen Herren aus Brüssel wohl nicht zu interessieren...

BlueCool

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Monday, February 20th 2012, 2:51pm

Die Geschichte das mit der Zusammenlegung der Stützpunkte die Hilfsfrist gefährdet wird hat einen Bart und ist nur ein Teil der Wahrheit. Betrachtet man sich dass es in manchen Gebieten innerhalb von 5 und weniger km zwei Wehren gibt würde es sich kaum bemerkbar machen, wenn dort nur noch eine Wehr mit einer gleichwertigen oder besseren Ausstattung wäre. Mann muss aber auch sagen des es nichts bringt in jedem Ort eine Wehr vor zuhalten, wenn diese geplant nur zeitweise einsatzbereit ist und oder im Einsatzfall die komplette Besetzung nicht sichergestellt werden kann.

Die Sache mit Falck und der Wendung von der ehrenamtlichen zu beruflichen Feuerwehr bräuchte nicht eine Unmenge an Wehren, ein Beweis dafür ist die Abdeckung mit Rettungswachen. Rettungswachen gibt es gerade im ländlichen meist viel weniger wie Feuerwehren, trotzdem schafft man es die Hilfsfrist einzuhalten.

Der Punkt mit den sozialen Aufgaben ist zwar ein stichhaltiger, doch gehört es wirklich zur Aufgabe der Feuerwehr? Mir sind zig Feuerwehren bekannt die mehr ein Dorfbelustigungsverein sind als Feuerwehr, da wird mehr Zeit in die Vor-/Nachbereitung und Durchführung von Festen, als für die eigentliche Feuerwehrarbeit aufgebracht. Die Leute die sich heute schon in der Feuerwehr für Dorffeste und Co. stark machen könnten bei einer Zusammenlegung von Wehren oder einer Umstellung auf Angestellte sich danach noch immer Treffen um Feste und ähnliches zu planen und veranstalten. Wer sich für Dorffeste und Co. nur stark macht weil und wenn er in der Feuerwehr ist hat die Aufgaben der Feuerwehr nicht verstanden und interessiert sich sonst nicht wirklich für die entsprechende Ortschaft.

Ein weiteres und für manchen viel größeres Problem dürfte sein das man mit dem "Feind" kooperieren muss und oder alt geliebte Posten aufgeben muss. Was man davon halten soll darf sich jeder selbst ausmalen.

Hart gefragt: Was bringt in jedem Ort eine Feuerwehr die für das Dorfleben ("Frühjahrspurtz"; Dorffest; etc.) sorgt, die aber im Einsatzfall nicht genug Mannen zusammen bekommt?

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10

Monday, February 20th 2012, 3:12pm

Warum gibt es dann miittlerweile in jedem Kaff einen HvO? Genau, weil im Falle eines Paralleleinsatzes die Hilfsfrist nicht eingehalten werden kann. In dicht besiedelten Gebieten mag es mit BFs wie Falck gehen, auf dem Land, und da mein ich richtiges Land, da ist das nicht so einfach möglich.

Bluescreen

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Monday, February 20th 2012, 3:15pm

Zum Thema Feuerwehr und das Dorfgeschehen äußere ich mich mal nicht weiter, ich hab eigentlich oft genug erwähnt was ich davon halte...

Was mir noch Sorge bereitet ist unter Umständen fehlendes Know-How. Nach dem willen der EU müssten wir auf 3 (sehr) aktive Mitglieder verzichten, welche aber nicht nur für den Einsatz sondern auch für die Ausbildung wichtig sind (2 arbeiten im mittleren Dienst der Berufseuerwehr, einer ist Rettungsassistent - alle drei haben eine 48h Woche). Die beiden Feuerwehrbeamten sind stark an der internen Ausbildung beteiligt, was das Niveau durchaus bemerkbar anhebt.

BlueCool

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12

Monday, February 20th 2012, 3:31pm

Die Sache mit dem HvO und deren dichte ist sehr unterschiedlich. In mir bekannten bayerischen gebieten gibt es z.B. einen HvO mit Einsatzfahrzeug für mehrere Gemeinden und ein paar km Luftlinie im hessischen Gebiet ein HvO pro Ortschaft (falls vorhanden) die mit privat PKW die Einsätze fahren. Die HvO wurden aber nicht geschaffen um die Hilfsfrist zu schönen und das können sie auch nicht, denn HvO werden bei der Bemessung der Hilfsfrist nicht berücksichtigt. Auch muss man sagen dass die HvO nicht geschaffen wurden um Duplizitäten oder ähnliches abzudämpfen, sondern um den therapiefreien Intervall zu verkürzen und dieser ist hauptsächlich Abhängig von der vorgegeben Hilfsfrist.
Die Sache mit Falck oder ähnlichem kann auch auf dem Land funktionieren, nur will man dies nicht wahrhaben.

Im übrigen kenne ich richtiges Land und komme auch aus einer solchen Gegend, auch wenn es sicher Gegenden geben mag die noch ländlicher sind.

FeuerHamburg

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Monday, February 20th 2012, 6:38pm

Quatsch... die Hilfsfristen leiden nicht bei einer Umstellung.
Beispiel S-H. Würde man die jetztigen 1.400 FF'en in BF'en oder Wachen mit HA Kräften umformen so bräuchte man ca. 450 Feuerwehren um die Hilfsfristen einhalten zu können, d.h. 1/4 der jetzigen Wachen.
"Tausche schwer verständliches Buch über Empfängnisverhütung gegen Kinderwagen"

bergp83

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Tuesday, February 21st 2012, 11:45am

Nur leider sind allein schon die Personalkosten dann um ein vielfaches höher als die Vorhaltekosten für die freiwilligen Wehren im jetzigen System.

Brandy

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Tuesday, February 21st 2012, 3:38pm

Ehrenamt ist Arbeit! Na und?

Ich finds sehr schade, dass der Inhalt der Diskussion gerade etwas von der Intuition des Threaterstellers abdriftet.

Für mein Befinden ist das Ehrenamt, besonders im Bereich öffentliche Sicherheit eine oft unterschätzte Arbeitsleistung. Jeder der schoneinmal die halbe oder gar ganze Nacht bei einer Großschadenlage verbracht hat, weiß wovon ich rede.

Ich persönlich wäre sehr Traurig, wenn die Beschlüsse der EU Auswirkungen auf unser Feuerwehrwesen hätten.
Die Freiwillige Feuerwehr ist für mich mehr als nur Arbeit, sie ist ein Hobby, ja, beinahe eine Lebenseinstellung.
Ich engagiere mich weil es mir Spaß macht. Ich verlange für all das, was ich leisten muss kein Geld, weil mich all das, was ich leisten darf, befriedigt.

Natürlich fordert dieses Hobby viel Kraft und Schweiß, manchmal um einiges mehr als unser eigentlicher Job es tut.
Aber es ist ein Ehrenamt. Für mich bedeutet dies, dass es eine Ehre ist dieses Amt auszuüben und dass man im Gegenzug auch mit Ehre und Anerkennung belohnt wird. (Auch wenn es heutzutage immer seltener der Fall ist)

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich sehe in der ehrenamtlichen Beschäftigung in der Feuerwehr keine Arbeit im eigentlichen Sinn.

Und was mich positiv stimmt: Soweit ich weiß gilt trotz einer immer einvernehmlicher werdenden Europäischen Union der Grundsatz, das Länderrecht über dem des Staatenbundes steht.


In diesem Sinne...

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16

Tuesday, February 21st 2012, 9:21pm

Da liegt dann auch das Problem wenn man die FFs abschafft und z.b. Falck einige Standorte in den ländlichen Gebieten einrichtet. Die müssten so viele Wachen haben um die Hilfsfristen einzuhlaten, dass des ein unglaublicher Kostenaufwand wird. Außerdem würde man mit der FF auch die soziale Aufgabe der FFen in den Dörfern vernichten, aber solche Argumente scheinen die grauen Herren aus Brüssel wohl nicht zu interessieren...
Was hält die Herrschaften davon ab einen entsprechend Verein zur Brauchtumspflege oder ähnliches zu gründen?

Die Sache mit Falck und der Wendung von der ehrenamtlichen zu beruflichen Feuerwehr bräuchte nicht eine Unmenge an Wehren, ein Beweis dafür ist die Abdeckung mit Rettungswachen. Rettungswachen gibt es gerade im ländlichen meist viel weniger wie Feuerwehren, trotzdem schafft man es die Hilfsfrist einzuhalten.
Es fängt dann aber schon damit an, dass ich auf einem LF schon sechs Funktionen habe, ohne die Funktionen die auf Sonderfahrzeugen von nöten sind...

Quatsch... die Hilfsfristen leiden nicht bei einer Umstellung.
Beispiel S-H. Würde man die jetztigen 1.400 FF'en in BF'en oder Wachen mit HA Kräften umformen so bräuchte man ca. 450 Feuerwehren um die Hilfsfristen einhalten zu können, d.h. 1/4 der jetzigen Wachen.
Wäre aber mal interesant zu wissen ob das wirklich auf belegbaren Daten beruht oder nur mal schnell "die Zeitung kommt gleich" "ausgearbeitet" wurde. Was ich auch noch suche ist ein aktuelles Ereigniss worauf sich der Artikel bezieht. Google spuckt bei "Neue eu arbeitszeitrichtlinie" nur Ergebnisse aus Ende 2010 aus....
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BlueCool

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17

Tuesday, February 21st 2012, 10:44pm

Das es auf einem LF sechs Funktionen und einem RTW nur zwei habe ist mir bekannt. Grundsätzlich ist aber die Problematik die gleiche, will ich ein Fahrzeug X ehrenamtlich Besetzen und muss X Funktionen mit entsprechend geschulte Personal auffüllen ist das ein Glücksfall und bei einer hauptamtlichen Besetzung garantiert gegeben.

Nochmal, was bringt es in jedem Dorf ein TSF-W oder ähnliches stehen zu haben, wenn ich im Einsatzfall nicht die nötige Besatzung zusammenbekomme bzw. es mangels Besatzung in der Zeit von X bis X sowieso abgemeldet ist? Dann ist es doch sinnvoller nahe gelegene Wehren zusammenzulegen und oder hauptamtliche Wehren für den Bereich aufzubauen. Unterm Strich hat der Bürger mehr davon wenn er pro Gebiet X eine Feuerwehr hat und diese Garantiert jeder Zeit korrekt besetzt ausrücken kann, wie von pro Dorf eine Wehr wo fraglich ist ob und was kommt.

@Brandy
Deine Einstellung ehrt dich, doch denk wie gesagt auch mal an den Arbeitgeber oder den Kunden der dich nach einem Einsatz vor sich hat! Der Arbeitgeber und Kunde stellt zu recht den Anspruch das du körperlich und geistig fit deine Arbeit eine qualitativ hochwertige Arbeit ablieferst, außerdem kann ein Ausfall eines Feuerwehrangehörigen im laufenden Betrieb bei dringenden Terminarbeiten ein echtes Problem werden (z.B. Konventionalstrafen bzw. schlechter Eindruck) und das ist nicht mal eben mit etwas Lohnausfallzahlung gut zu machen.

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18

Tuesday, February 21st 2012, 11:18pm

Das es auf einem LF sechs Funktionen und einem RTW nur zwei habe ist mir bekannt. Grundsätzlich ist aber die Problematik die gleiche, will ich ein Fahrzeug X ehrenamtlich Besetzen und muss X Funktionen mit entsprechend geschulte Personal auffüllen ist das ein Glücksfall und bei einer hauptamtlichen Besetzung garantiert gegeben.
Jein, bei einer entsprechenden größe der Wehr sollte es eben kein Glücksfall sein, die Besatzung fürs erste Fahrzeug auszuwürfeln. Zweites, wie würde es wohl aussehen wenn (theoretisch) 6 Funktionen auf einem RTW wären, welches Hilfsfristen hätten wir wohl dann?

Nochmal, was bringt es in jedem Dorf ein TSF-W oder ähnliches stehen zu haben, wenn ich im Einsatzfall nicht die nötige Besatzung zusammenbekomme bzw. es mangels Besatzung in der Zeit von X bis X sowieso abgemeldet ist? Dann ist es doch sinnvoller nahe gelegene Wehren zusammenzulegen und oder hauptamtliche Wehren für den Bereich aufzubauen. Unterm Strich hat der Bürger mehr davon wenn er pro Gebiet X eine Feuerwehr hat und diese Garantiert jeder Zeit korrekt besetzt ausrücken kann, wie von pro Dorf eine Wehr wo fraglich ist ob und was kommt.
Moment, bitte nicht falsch verstehen. Ich brauche nicht an jeder Milchkanne eine Feuerwehr. Bei mir kommen gerade zwei Standorte auf 5 Orte mit knapp 16,000 EW, OHNE das hier ganze Strassenzüge abbrennen. Geht also auch anders, wobei ich jetzt schon sagen kann, dass die Infrastruktur (Fw) in der Schweiz dann doch besser ausgebaut ist als in Deutschland.

@Brandy
Deine Einstellung ehrt dich, doch denk wie gesagt auch mal an den Arbeitgeber oder den Kunden der dich nach einem Einsatz vor sich hat! Der Arbeitgeber und Kunde stellt zu recht den Anspruch das du körperlich und geistig fit deine Arbeit eine qualitativ hochwertige Arbeit ablieferst, außerdem kann ein Ausfall eines Feuerwehrangehörigen im laufenden Betrieb bei dringenden Terminarbeiten ein echtes Problem werden (z.B. Konventionalstrafen bzw. schlechter Eindruck) und das ist nicht mal eben mit etwas Lohnausfallzahlung gut zu machen.
BlueCool, dass Problem stellt sich mir regelmässig, obwohl von meinen 16 MA keiner mehr sonst aktiv in der Feuerwehr ist. Aber Fussball (auch hier ist der Zeitansatz ab einer gewissen Liga nicht zu verachten), Kino, Kneipe und nicht zu verachten die Familie sind alles Faktoren die man immer noch mit im Auge behalten sollte.
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Karl-Heinz Rummenigge am Abend des 8. April 2009 in Barcelona

BlueCool

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19

Wednesday, February 22nd 2012, 12:03am

Jein, bei einer entsprechenden größe der Wehr sollte es eben kein Glücksfall sein, die Besatzung fürs erste Fahrzeug auszuwürfeln. Zweites, wie würde es wohl aussehen wenn (theoretisch) 6 Funktionen auf einem RTW wären, welches Hilfsfristen hätten wir wohl dann?

Du vergleichst hier gerade Äpfel mit Birnen und die mit Zitronen, das Funktioniert nicht! Das Rettungssystem in der Schweiz ist nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen, ausserdem kann ich kein hauptamtlich besetztes Fahrzeug mit einem ehrenamtlich besetzten Fahrzeug vergleichen. Um eine entsprechende Personalproblematik zu kommen braucht es beim RTW keine 6 Funktionen, dafür reichen die zwei Positionen locker. Wollte / will man einen RTW ehrenamtlich einsatzmäßig mit Personal besetzen braucht es in aller Regel mind. 1 RetAss und in den meisten Gebieten als Fahrer ein RettHelfer bzw. RettSan, gerade einen RettAss kurzfristig für einen Einsatz zu bekommen ist zum Teil eine sehr schwierige Sache und noch schlimmer wird es wenn dieser auch entsprechende fortgebildet und zertifiziert sein muss.
Moment, bitte nicht falsch verstehen. Ich brauche nicht an jeder Milchkanne eine Feuerwehr. Bei mir kommen gerade zwei Standorte auf 5 Orte mit knapp 16,000 EW, OHNE das hier ganze Strassenzüge abbrennen.

Das Problem in D ist das es eben in fast jedem kleinen Dorf eine Feuerwehr gibt und diese tlw. sehr sehr allergisch reagieren wenn man diese zusammenlegen will. Mir sind zum Beispiel zwei 2 Städte inkl. 4 Stadteilen bekannt die insgesamt ca. 25000 Einwohner haben. Betrachtet man sich diese aus der Luft erkennt man nicht wo was ist, da alles dicht an dicht ist ohne irgendwelche Flüsse; große Straßen; Wälder o.ä. als Grenze. Im besagten Gebiet gibt es 6 Feuerwehren, davon 2 große Stützpunktwehren und 4 Ortsteilwehren (3 TSF-W bzw. 1 LF 10/6 + MTW). Alle 6 Feuerwehren haben gerade tagsüber das Problem entsprechend viel und qualifiziertes Personal zusammen zu bekommen, 2 Ortsteilwehren haben Gerätehäuser die nicht mehr zeitgemäß sind und alle Ortsteilwehren sind jeweils ca. 5 Minuten Fahrzeit von der dazugehörigen Stützpunktwehr entfernt. Zu beachten ist auch dass wenige Mitglieder der Ortswehren in der Nähe ihrer Gerätehäuser arbeiten und diese von ihrer Arbeitsstelle genauso schnell oder schneller am Gerätehaus der Stützpunktwehr sind, wie am Gerätehaus der eigenen Wehr. Des weiteren bewegen sich die Einsatzzahlen der Ortsteilwehren bei 30 und weniger pro Jahr. Trotz all dieser Problem gibt es massive Widerstände der einzelnen Ortsteilwehren sich an die Stützpunkte anzuschließen, kann das wirklich zeitgemäß; sinnvoll und im Interesse des Bürgers sein?
Aber Fussball (auch hier ist der Zeitansatz ab einer gewissen Liga nicht zu verachten), Kino, Kneipe und nicht zu verachten die Familie sind alles Faktoren die man immer noch mit im Auge behalten sollte.

Hier geht es aber um Sachen die sich in aller Regel außerhalb der Arbeitszeit abspielen und die bei kurzfristigem Ausfall (Krankheit) besser einzuplanen sind, denn der Arbeitgeber kann planen dass der Arbeitnehmer von A bis B nicht im Betrieb ist. Hat man einen Angehörigen einer HiOrg muss man jederzeit damit rechnen dass dieser bei entsprechender Erlaubnis alles stehen und liegen lässt und für unbekannt weg ist, solche Sachen lass sich sehr sehr schlecht einplanen.

Brandy

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20

Wednesday, February 22nd 2012, 11:48am

denk wie gesagt auch mal an den Arbeitgeber oder den Kunden der dich nach einem Einsatz vor sich hat! Der Arbeitgeber und Kunde stellt zu recht den Anspruch das du körperlich und geistig fit deine Arbeit eine qualitativ hochwertige Arbeit ablieferst, außerdem kann ein Ausfall eines Feuerwehrangehörigen im laufenden Betrieb bei dringenden Terminarbeiten ein echtes Problem werden (z.B. Konventionalstrafen bzw. schlechter Eindruck) und das ist nicht mal eben mit etwas Lohnausfallzahlung gut zu machen.

Sehr gutes Argument,

mit diesem Fakt habe ich mich noch garnicht auseinander gesetzt.
Zugegeben sind größere Einsätze die einen evtl. gar für einen ganzen Tag arbeitsunfähig machen eher die seltenheit.

Richtig ist natürlich, dass man je nach Beschäftigung mal nicht eben für jeden Einsatz die Arbeit liegen lassen kann und darf.
Hier kann ich nur aus eigener Erfahrung berichten, dass zumindest bei uns auch tagsüber dank Schichtarbeit und Studenten eine Ausrückzeit von ~ 5 Minuten eingehalten werden kann. (LF mit Staffelbesatzung /Sonderfahrzeuge teils verzögert /)
Zugegeben sind wir eine vergleichsweise Große Wehr mit knapp 40 aktiven Mitgliedern.

Denke ich aber zurück an die Zeit in meiner alten Wehr, einer urtypischen Dorfwehr mit 15 aktiven Mitgliedern, so hat auch dort der Tagesalarm relativ gut funktioniert. Zwar konnte es passieren, dass auch mal nur drei oder gar zwei Mitglieder den Weg zum Gerätehaus fanden, dann jedoch konnte man zusammen mit der Nachbarwehr zumindest wieder eine Staffel oder gar Gruppe bilden und an der Einsatzstelle erste Maßnahmen einleiten. Sehr von Vorteil, besonders wenn die Hauptamtliche Wache bis zu 15 Minuten bis ins entlegene Einsatzgebiet meiner alten Wehr brauchte.

FeuerHamburg

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21

Thursday, February 23rd 2012, 1:40pm

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EU-Pläne: Aus für Freiwillige Feuerwehr?
Kiel/Brüssel – Die Freiwilligen Feuerwehren im Norden fürchten um ihr Überleben.

Sollte die überarbeitete Arbeitszeitrichtlinie der Europäischen Union – so wie von der EU-Kommission in Brüssel vorgesehen – in Kraft treten, würde dies „das Ende des Systems der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland bedeuten“, sagt Peter Schütt, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes in Kiel.

Die Richtlinie selbst ist zwar bereits über ein Jahrzehnt alt, jedoch soll sie ab 2013 erstmals konsequent für alle 27 Mitgliedsstaaten zur Anwendung gebracht werden. Unter anderem ist darin eine Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 48 Stunden vorgesehen. Das Problem: Die Kommission unterscheidet nicht zwischen beruflicher und ehrenamtlicher Tätigkeit. Nach einer regulären 40-Stunden-Woche blieben demnach nur noch acht Stunden für die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr – für Übungen, Bereitschaftszeit und Einsätze. „Viel zu wenig“, meint Schütt. „In der Konsequenz hieße das, dass ein Wehrführer einen Kameraden mitten im Einsatz nach Hause schicken müsste, weil er seine 48 Arbeitsstunden schon voll hat.“ Überdies schreibt die EU- Richtlinie auch Ruhepausen von elf Stunden zwischen zwei Arbeitsblöcken vor. Ein Arbeitnehmer, der um 17 Uhr nach Hause kommt, dürfte dann nicht um 21 Uhr an einem Löscheinsatz teilnehmen; und umgekehrt nicht wieder morgens um 9 Uhr im Büro sitzen.

Das Argument, die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr sei Freizeit, zieht nicht. Rechtlich gelten auch Freiwillige schon wegen des Versicherungsschutzes als Angestellte der Städte und Gemeinden.
„Falls die Richtlinie so wie geplant in Kraft tritt, könnte der Brandschutz in seiner derzeitigen Form nur noch mit Berufsfeuerwehren aufrechterhalten werden.“ Die jetzt 1400 Freiwilligen-Wehren im Land müssten dann durch 450 Berufsfeuerwehren ersetzt werden. „Das würde für das Land Personalkosten von 1,1 Milliarden Euro bedeuten“, hat Schütt ausgerechnet.

„Der Super-Gau“, meint auch Claudia Zempel, Feuerwehrreferentin beim Städteverband Schleswig-Holstein. Zwar sei der Ansatz der Kommission, auch ehrenamtlich tätige Feuerwehrleute den hauptamtlichen gleichzustellen, nachvollziehbar. Den Brandschutz auf Berufsfeuerwehren umzustellen, würde jedoch für viele Kommunen ein finanzielles Desaster bedeuten. Überdies wären Feuerwehren nur der Anfang. „Im Prinzip wird das ganze System Ehrenamt in Deutschland in Frage gestellt“, kritisiert Zempel. „Die Kommission setzt ohne Not bewährte und gewachsene Strukturen aufs Spiel.“

Betroffen wäre nicht allein Deutschland, auch die Feuerwehren in Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Irland und Polen funktionieren nach ähnlichen Prinzipien. Auf höchster Ebene hatte bereits im Sommer 2011 ein Gespräch der nationalen Feuerwehrverbände mit dem zuständigen EU-Kommissar Laszlo Andor stattgefunden. In einem Brief, der den LN vorliegt, hat Andor eine Ausnahme für freiwillige Feuerwehrleute von der Richtlinie bereits abgelehnt, da es wegen ihrer zum Teil zermürbenden und gefährlichen Arbeit keinen Anlass gebe, die Ehrenamtlichen anders zu behandeln. Andor schlägt jedoch eine „besondere Bestimmung“ in der Richtlinie für Freiwillige Feuerwehren vor.

Wie die aussehen könnte, ist offen. Die Feuerwehrverbände haben bis September 2012 Zeit, einen Vorschlag vorzulegen. Ulrike Rodust, SPD-Abgeordnete im Europäischen Parlament für Schleswig- Holstein, warnt vor „Alarmismus. Die Entscheidung über solche Fragen liegt immer noch beim Parlament. Und sollte die Kommission das Ende der Freiwilligen Feuerwehren beschließen wollen, werden wir das abschmettern.“


http://www.ln-online.de/lokales/luebeck/3374799

Ich habs extra mal hervorgehoben...
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Thursday, February 23rd 2012, 1:58pm

Das Argument, die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr sei Freizeit, zieht nicht. Rechtlich gelten auch Freiwillige schon wegen des Versicherungsschutzes als Angestellte der Städte und Gemeinden.

Damit wäre ich als Student oder Schüler also auch Angestellter der Stadt/des Landes, da ich ja auch bei einer Unfallversicherung der öffentlichen Hand versichert bin?
Oder der Ersthelfer der für die Tätigkeit auch versichert ist?
Die Ignoranz und Faulheit mancher überrascht mich immer wieder!

FeuerHamburg

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Thursday, February 23rd 2012, 2:06pm

Das Argument, die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr sei Freizeit, zieht nicht. Rechtlich gelten auch Freiwillige schon wegen des Versicherungsschutzes als Angestellte der Städte und Gemeinden.

Damit wäre ich als Student oder Schüler also auch Angestellter der Stadt/des Landes, da ich ja auch bei einer Unfallversicherung der öffentlichen Hand versichert bin?
Oder der Ersthelfer der für die Tätigkeit auch versichert ist?

Als Schüler / Student / Ersthelfer handelts bzw. arbeitest du nicht im Auftrag der Gemeinde / der Stadt.
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karsli89

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Thursday, February 23rd 2012, 3:25pm

In wessen Auftrag dann? (abgesehen von den Ersthelfern)

EDIT: Ah falsch gelesen. Dachte es geht um Studenten/Schüler bei der FF ;)

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Thursday, February 23rd 2012, 3:31pm

Als Schüler / Student / Ersthelfer handelts bzw. arbeitest du nicht im Auftrag der Gemeinde / der Stadt.


Das nicht, bin aber über diese versichert. Und hier kam ja das Argument des Versicherungsschutzes und deshalb wäre ich als Angestellter der Kommune zu sehen.
Die Ignoranz und Faulheit mancher überrascht mich immer wieder!

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